Gesellschaft
kommt herunter,
reiht Euch ein »
Die Appelle der '68er haben zwar nicht die "Bürger" mobilisiert, aber schon die Republik "umgekrempelt":
'Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben'
oder
'Vom Regen in die Traufe'
- das wäre meine Zusammenfassung. Etwas 'verklausulierter' kann man es in der Netzzeitung lesen ....
[3.040 / rsn]
Was lernen wir aus der Studie?
Indirekt bestimmt, daß der Schrei nach mehr Schule, nach immer neuen Methoden, nach immer längerer Unterrichtszeit sinnlos ist, weil die maßnahmen da 'verpuffen' wo Eltern selbst nicht in der Lage sind ihr Leben zu organisieren, so zu organisieren, daß das Fernsehen nicht mehr erst- sondern bestenfalls zweitrangig wird, daß ihre Kinder eine Chance haben von übermäßigem Medienkonsum fortzukommen ....
Dabei wäre es so einfach:
Weniger "private" Fernseher - oder "Spielkonsolen - für die Kinderzimmer, mehr Eltern, die sich - vielleicht sogar unter Anleitung (!), wenn sie es selbst nicht schaffen** sich zu organisieren - mehr um ihre Kinder kümmern .... ein positiver Nebeneffekt wäre da noch mehr Bewegung für die Eltern, was bestimmt 'gesund' und für viele außerordentlich hilfreich wäre .... ....
[3.034 / kio]
Siehe dazu auch Alexithymie
*
Glaube ich an "das Gute" im Menschen?
Prinzipiell schon - es muß nur eine Chance haben sich zu entwickeln. Womit wir wieder beim Vorbild der Erwachsenen sind .... viele Menschen sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, daß es um sie herum nichts gibt .... die Kinder sind auf sich selbst angewiesen, werden mit Unterhaltungsprogrammen wie Computerspielen, Fernsehen u.ä. abgeschoben.
Eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen?
Gemeinsam eine Mahlzeit einnehmen?
Freizeit zusammen verbringen?
Zusammen ein Spiel spielen, kicken, Rad fahren?
Alles Fehlanzeige!
Dazu kommt noch das Desinteresse - oder gar die Feindseligkeit Kindern gegenüber - aus der Umgebung .... wie soll sich da ein vernünftiges Sozialverhalten entwickeln?
**RTL und Sat1 für "Arme"?
Allzuoft haben skrupellose Menschen - wieso denke ich da zuerst an sogenannte "Unternehmensberater"? - leichtes Spiel, weil sie die "Drecksarbeit" erledigen, mit der sich sonst niemand die Finger schmutzig machen will ....
Daher ist es nicht verwunderlich wenn Menschen vom Schlage des Herrn Dr. Zumwinkel - er war früher auch 'mal "Unternehmensberater" - in solche Positionen aufsteigen .... möglicherweise gehört es zu der 'Stellenbeschreibung' für das Spitzenmanagement dazu, daß man Ethik & Moral anderen überläßt und sein Tun lediglich am monetären Erfolg mißt ....
Wem keine Grenzen gesetzt scheinen, der wird sich in Allmachtsgefühlen ergehen und die Bodenhaftung ist dann schnell dahin:
Da ist dann der Spalt zwischen legal und illegal so schmal wie die trennenden Buchstaben ...!
[3.033 / szd]
*Nachtrag* 15.02.08 / 17:40h
[Zitat Tagesspiegel]
" .. Der Markt kann nicht funktionieren, wenn es nicht einen moralischen Grundkonsens gibt", sagte Fuchs. Großmanager, die "den Hals nicht voll kriegen" könnten, untergrüben diese Ethik .. "
Politiker auch kann ich da nur hinzufügen ...!
Nach den Wahlen in Niedersachsen und Hessen bin ich eher 'niedergeschlagen' als erfreut - nicht etwa, weil ich mit Frau Ypsilanti oder gar Herrn Koch* fühlte - sondern weil sich eine zunehmende Tendenz zu 'unklaren' Wahlergebnissen abzeichnet ....
Keine satten Mehrheiten für diese oder jene Richtung, Wischiwaschi, mit der wahrscheinlich unangenehmen Folge von wochenlangem Hickhack und dem Ergebnis, daß faule Kompromisse, die niemandem wirklich nützen - wie in Berlin bereits üblich - oder bürgerferne Entscheidungen getroffen werden, die nur mit 'großen' Koalitionen und deren ausufernder Macht zu begründen sind .... Es ist seltsam zuzusehen, wie Schafe** ihren eigenen Schlächtern applaudieren ....
* ganz im Gegenteil, dem geschieht es recht!
** " .. René Girard of Stanford University, proponent of a theory of human behaviour called mimetic desire. Girard reckons that people are essentially sheep-like and will copy one another without much reflection. The theory would also seem to be proved correct in the case of Thiel's virtual worlds: the desired object is irrelevant; all you need to know is that human beings will tend to move in flocks. .. " [Zitat] [wdg]
* [Inspiriert durch Frau Anfängerin]
[Quelle des Cartoons: Münster'sche Zeitung v. 19.09.2007]
Die SPD-Größen Steinbrück, Steinmeier und Platzeck versuchen, in der "Süddeutschen Zeitung" das Ideenfundament für die Sozialdemokratie der Zukunft zu legen. Doch ihre historische Argumentation ist ebenso kaltschnäuzig wie irritierend - und Geschichtsklitterung.
.. ein programmatisches Extrakt von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, Finanzminister Peer Steinbrück und Außenminister Frank-Walter Steinmeier lesen - den drei SPD-Führungsfiguren der Nach-Müntefering-Zeit. Sie wollen mit ihren Überlegungen, hört man, das Ideenfundament für eine neue SPD auf der "Höhe der Zeit" legen.
Das Dokument ist angesichts einer irritierend kaltschnäuzigen Geschichtsklitterung in der Tat keineswegs uninteressant.
Der Zentralbegriff der Ausführungen der drei lautet "soziale Demokratie". Zu diesem Gedanken und zu dieser historischen Strömung bekennen sich Platzeck und Co. Mit prononciertem Gestus.
Den historischen Ausgangspunkt von Idee und Bewegung legen sie gewissermaßen in das Jahr 1900, in den Übergang jedenfalls vom 19. zum 20. Jahrhundert. Bis dahin hätten allein rigide Wirtschaftsliberale und orthodoxe Marxisten ihre sterilen Kämpfe ausgefochten - der Sozialkatholizismus und der sozialpatriarchalische Konservatismus kommen im Geschichtsverständnis der drei Autoren nicht vor.
Mit der sozialen Demokratie aber, die sich nicht von der Krisendogmatik der orthodoxen Marxisten leiten ließ, sei endlich die Wohlstands-, Freiheits- und Gerechtigkeitssynthese aus marktwirtschaftlicher Dynamik, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischer Stabilität in die deutsche Gesellschaft hineingekommen. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe die "soziale Demokratie" den beispiellosen Erfolg der "westeuropäischen Nachkriegsordnung" bewirkt.
Die orthodoxen Marxisten waren in der Mehrheit
Soweit der historische Begründungsfaden des Platzeck/Steinbrück/Steinmeier-Papiers.
Was in der Tat daran verblüfft, ist die bedenkenlose Geschichtsklitterung. (:)
Die orthodoxen Marxisten aus dem Jahr 1900 lagerten schließlich nicht irgendwo weit weg von der "sozialen Demokratie" in entlegenen kommunistischen Konventikel, sondern stellten seinerzeit die weitaus größte Mehrheit der sozialdemokratischen Partei von August Bebel.
[Text / Quelle]
* [HANS SCHEIBNER (lyrics) Texte]
[xdc]
Es wird nicht mehr einfach nur platt gelogen, nein, es werden entscheidungsrelevante Tatsachen verschwiegen oder es werden Informationen - wahre Informationen! - so aneinander gereiht, daß ein völlig neuer Sinn entsteht ....
Das Schlimmste an solchen Fällen ist, daß den Urhebern jegliches Unrechtsbewußtsein fehlt: Verdrängung oder Dummheit?
