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hat ein Steuerberater, der mit seinem Büro nur wenige hundert Meter von einer katholischen Kirche entfernt residiert.

Nun fragt man sich: Wieso ist der auf die Kirche "sauer"?

Die Antwort ist einfach:
Den Kirchen laufen die Gläubigen weg. Sie bekommen weniger Kirchensteuer. Und da Not bekanntlich erfinderisch macht haben sie mit einer Mobiltelefongesellschaft einen Vertrag abgeschlossen. Eine Antenne wird in den Kirchturm eingebaut!

Der Steuerberater und viele umliegende Gewerbetreibende - Tankstelle, Gastwirtschaft, Versicherungsbüro, Edeka-Markt - und die dort Beschäftigten fürchten um ihre Gesundheit, denn die Strahlung, die von dort ausgeht ist nicht von Pappe .... und das 24h, Tag für Tag ....

Nun haben sie alle zusammen - der Steuerberater ist federführend - eine Klage gegen das Vorhaben eingereicht.
Nun heißt es warten. Bis das Gericht entschieden hat. Ich bin gespannt, wie das ausgeht ....

Dazu schreibt derbaron am So, 22. Mai, 11:57:
Ja, so ist das ...
... jeder will immer und überall am Handy erreichbar sein und beschwert sich, wenn der Netzempfang schwach ist. Aber eine Antenne in der Nähe - nein, das geht nun wirklich nicht. 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am So, 22. Mai, 12:01:
Genau, ....
zwischen "Anspruch" und "Betroffen sein" ist manchmal nur eine schmaler Raum.

In diesem Fall leuchtet mir auch ein, warum die Mobiltelefonleute beim Kirchturm zugreifen:
Sie sparen einen "eigenen" Turm ....

Allerdings:
Ich kann auch die Anlieger verstehen. Ein paar Kilometer entfernt ist genügend Bauernland, mit ausreichend Raum für einen solchen Sende-und-Empfangsmast - ohne Beeinträchtiigung der Anlieger (sollte die tatsächlich bestehen) .... 

 Morgaine antwortete am So, 22. Mai, 12:16:
Irgendwie kommt mir die Geschichte so bekannt vor. Lesen Sie zufällig auch dieses für seine sehr offenen Ohren und den Zeitgeist belauschende bekannte deutsche Online-Magazin? 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am So, 22. Mai, 12:23:
Ich weiß wirklich nicht ....
wovon Sie sprechen. Das Geschilderte findet derzeit bei uns im Ort statt, und als ich heute Morgen zum Tanken fuhr sah ich das Poster im Schaufenster des Steuerberaterbüros. Neugierig, wie ich nun 'mal bin, habe ich angehalten und gelesen .... alles reiner Zufall ...."Großes Pfadfinder Ehrenwort!" 

 kinomu antwortete am Mo, 23. Mai, 03:34:
Ein grosser, in der Landschaft stehender Mast wäre vielleicht eine optische Beeinträchtigung... 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am Mo, 23. Mai, 07:57:
Da gibt es - bedauerlicherweise - bei ....
uns in der Umgebeung so viele Windkraftanlagen, die schon eine erhebliche "optische" Beeinträchtigung sind. Es wäre aus meiner Sicht kein Problem, zu den Windrädern noch Mobilfunkmasten zu setzen, denn das Landschaftsbild ist eh schon hin .... 

 Morgaine antwortete am Mo, 23. Mai, 09:49:
Würden Sie denn für Offshore-Windanlagen plädieren? (Windanlagen-Park im Wasser in Küstennähe) 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am Mo, 23. Mai, 10:29:
Danke für ....
die Übersetzung, sonst hätte ich mit "offshore" womöglich garnichts anzufangen gewußt .... und: Nein, auch da halte ich nichts von Windparks!
Es gibt nämlich bessere Lösungen unter Wasser, die sich den Tidenhub zunutze machen - völlig unsichtbar und ungefährlich für Flora und Fauna (Pflanzen und Tiere) .... und dabei sehr viel effizienter, denn die Tide ist immer vorhanden, hingegen ist der Wind unkalkulierbar.
(Grüne Banken verdienen aber nichts an Wasserkraftanlagen, denn dafür gibt's keine Subventionen! Deswegen sind die sonst so umweltbemühten Grünen auch nicht dafür zu begeistern, das bringt ihrem Klientel nichts ein ....) 

Dazu schreibt eria am So, 22. Mai, 13:18:
herr wvs, da ist nicht die kirche auf die suche gegangen. sendemasten müssen in einem bestimmten radius zum nächsten stehen, das heisst die betreibende firma hat den optimalen standpunkte mit den einzelnen besitzer von grundstücken verhandelt. einfach ein paar hundert meter weiter aufbauen ist oft nicht möglich... natürlich freut sich jeder öffentliche bau über das körberlgeld... 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am So, 22. Mai, 13:35:
Ach so, ....
da bin ich dem Poster im Steuerberaterbüro auf den Leim gegangen, denn dort war das so dargestellt.
Danke für die Richtigstellung.
Man sieht wieder einmal:
Nichts ist so, wie es (zunächst) zu sein scheint ....

PS:
Ach ja, frau eria, wenn sie nächstens an "wvs" schreiben würden, nur um verwechslungen mit dem fake "panthol" zu vermeiden. Danke! 

 eria antwortete am So, 22. Mai, 14:46:
ich werd editieren... 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am So, 22. Mai, 14:52:
Wie nett, das sogar ....
zu editieren: Nochmals "Danke"! 

Dazu schreibt kinomu am Mo, 23. Mai, 03:18:
Die Abstrahlleistung kann bei einer auf einem Kirchenturm angebrachten Antenne deutlich höher sein als bei einer an/auf einem Wohnhaus montierten, weil die Entfernung zu (von der Strahlung betroffenen) Menschen viel grösser ist.
Einige hundert Meter von der Kirche entfernt wird die Strahlung dann aber um ein vielfaches geringer sein als die in Wohnungen direkt unter schwächeren Antennen gemessene. 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am Mo, 23. Mai, 07:53:
Den Beitrag ....
habe ich - technischer Laie - hier geschrieben, weil ich hoffte, unter all den Bloggern müßte jemand sein, der über den entsprechenden Sachverstand verfügt, um die Sache zu erklären.
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, werden die Sendeleistungen der örtlichen Situation angepaßt?
Und der zweite Aspekt ist so ähnlich wie beim Licht? Abfall der Strahlungsmenge im Quadrat der Entfernung zur Quelle? 

 pathologe antwortete am Mo, 23. Mai, 12:29:
Licht ist ja nichts Anderes als eine elektromagnetische Welle. Das Verhalten von Mobilfunkwellen und Licht ist ähnlich. Wobei die Mobilfunkfrequenzen um Einiges niedriger sind als bei Licht. Mobilfunk findet im Bereich 0,9 bzw. 1,8 GHz statt (erster Wert für die Ursprungsnetze D1[T-Mobil] und D2 [Vodafone], 2. Wert für die Erweiterung dieser Netze und die Netze E-Plus und O2).
Zusätzlich kommt noch dazu, dass die Sendeleistung auf dem flachen Land geringer sein kann als in der Stadt, da es weniger "Schattenflächen" gibt. In der Stadt ist durch die Bebauung und die damit verbundene Abschattung i.S. der Funkwellenausbreitung die Sendeleistung höher. Oder man verkleinert die Reichweite der Funkzellen zur Verringerung der Sendeleistung und muss gezwungenermaßen die Anzahl der BTS (Base Transceiver Stations) oder landläufig "Sendemasten" erhöhen.

Das übliche Problem eben. Man erkauft sich jeden Vorteil durch einen Nachteil. Der Rest der Diskussion wurde ja bereits weiter oben erschöpfend behandelt. 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am Mo, 23. Mai, 12:33:
Ich bin Ihnen, ....
Herr pathologe, sehr verbunden für diese erweiternden Ausführungen. Hier sieht man den Vorteil des Bloggens:
Man lernt etwas dazu. Danke! 
   




twoday.net

11. Okt. 2008, 22:42
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 macht Kunst aus Schrott ....

Ausstellung vom
20. bis 22.12.2008

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48143 Münster

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