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Als ich vorhin die Bayerische Staatsflagge eingeholt habe - unter Zwang von mir nahestehenden Personen, die meinten ich müsse unbedingt die "Deutsche Fahne" hissen - rief mir ein Nachbar zu:
"Das wurde aber auch Zeit, ich dachte schon ich müßte 'rüberkommen und selbst Hand anlegen."

Nachbarn ...!
Familie ...!


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Dazu schreibt tinius am So, 29. Jun, 21:01:
Die spanische Nationalflagge würde sich heute anbieten. Notfalls tun es auch die von Belize, Andorra oder die Regenbogenfahne. Nur die deutsche braucht es m. E. überhaupt nicht zu sein. 8 : 0 für Spanien por favor. LG tinius 

 libris antwortete am So, 29. Jun, 21:09:
Boah
wie fies !!
;) 

 Sun-ray antwortete am So, 29. Jun, 22:00:
aber nur, weil realistisch. grins 

 libris antwortete am So, 29. Jun, 22:39:
Ja, stimmt ;)
naja mir ist es eh egal. Nächste Woche redet kein Mensch mehr davon. 

 tinius antwortete am So, 29. Jun, 22:50:
Hiermit danke ich der Spanischen Nationalmannschaft, daß sie den überheblichen Deutschen, die sich irrigerweise für gute Fußballspieler halten, was sie seit Jahrzehnten schon nicht sind, ohne größere Anstrengung ihre Grenzen aufgezeigt haben. Nebeneffekt : mangels einer größeren Zahl an Spaniern wird es heute nacht recht ruhig bleiben. ;) 

Dazu schreibt Nachtblau am So, 29. Jun, 22:53:
Also eine bayerische Flagge würd ich hier in der Nachbarschaft auch eigenhändig runterholen, das geht ja gar nicht. 

Dazu schreibt wvs am So, 29. Jun, 23:05:
Die (von Realisten) erwartete Niederlage ....
der Mannschft Deutschlands ist zur Realität geworden ....

Ich würde nicht so weit gehen wie tinius - aber verdient ist der Sieg der Spanier schon .... schneller, präziser, sicherer im Abschluß. Immerhin ist ein zweiter Platz - und wenn man gerecht denkt auch ein dritter und/oder vierter Platz - in einem solchen Turnier schon beachtlich ....

libris hat wahrscheinlich Recht, nächste Woche ist es schon wieder Alltag, denn wie wir ja überall hören konnten:
"Nach dem Spiel ist vor dem Spiel."
Nachsatz:
Eine Bayerische Staatsflagge muß sein wenn man einen weiß-blauen Himmel haben möchte .... dies nur als Hinweis, liebe Nachtblau ...! 

 Nachtblau antwortete am So, 29. Jun, 23:10:
Ich sag da nur: Frei statt Bayern. 

 wvs antwortete am So, 29. Jun, 23:14:
Ich halte es mit Bayern ....
so wie mit den U.S.A.:
Es ist ein Unterschied zwischen den Menschen dort und ihrer Administration - und ganz nebenbei sind auch Sachsen oder Brandenburg, schon erst recht nicht Mecklenburg-Vorpommern ein Hort von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit .... 

 Nachtblau antwortete am So, 29. Jun, 23:23:
Der Franke an sich kann den Bayern nicht lieben, egal ob Mensch oder Regierung. Höchstens Ausnahmen. Und schon gar nicht wenn man weiß- blau gleichgeschaltet wird. Aber das werden andere wohl nie verstehen können :) 

 wvs antwortete am So, 29. Jun, 23:34:
Oh, doch!
Ich hatte das Vergnügen fünf Jahre in Erlangen zu wohnen .... was sich tief in meine Erinnerung eingegraben hat ist der Satz:
"Eigenes Bundesland FRANKEN!"
- und das zu einer Zeit, die schon ein vereinigtes Europa am Horizont aufsteigen sah .... da halte ich die Kleinstaaterei - trotz aller Schwächen Europas, die ich ja hin und wieder selbst bemängele - für außerordentlich abwegig .... 

 Nachtblau antwortete am So, 29. Jun, 23:40:
Ist sie insofern nicht, als dass Franken halt leider entgegen allen Beteuerungen doch benachteiligt wird. Und ständig als Bayer tituliert zu werden, ist auch nicht besonders toll. Andere Bundesländer haben ja wenigstens einen Doppelnamen, so dass man sieht dass da mehrere Gebiete in einem sind, aber hier geht das natürlich nicht. 

 wvs antwortete am So, 29. Jun, 23:47:
In NRW ....
- dessen Abkürzung ja auch verschleiert daß das Land aus Nordrhein und Westfalen besteht - ist ein ähnliches Mißverhältnis zu beobachten: Die Westfalen könnten ebenso wie die Franken Beschwerde führen ständig gegenüber dem Rest des Landes benachteiligt und 'in einen Topf' geworfen zu werden - wo man doch so verschieden vom Rest ist ....

Aber 'mal ernsthaft:
Ist das nicht "Kleinstaaterei" wenn man bedenkt welche Ausdehnung EUROPA hat ...?
Und:
Wollen wir jetzt anfangen jede Kleinigkeit aus Brüssel ähnlich zu zerpflücken?

Wenn so viele Staaten zusammenwachsen ist der Kulturstreit FRANKEN vs. BAYERN und Rheinländer vs. Westfalen oder Badenser vs. Schwaben wirklich unbedeutend .... 

 wortmeldung antwortete am So, 29. Jun, 23:54:
???
Die Spanier sicherer im Abschluß??? Hab ich da ein anderes Spiel gesehen. Die Deutschen haben keine einzige Torchance vergeben. Sie hatten keine. Die Spanier hätten bei einigermaßen normaler Chancenverwertung, wenn schon nicht 8:0, so doch mindestens 4:0 gewinnen müssen. Fazit: Ihre Abschlußschwäche war geradezu eklatant (und Lehmann war unser bester Spieler).

Und die USA ein Hort der Rechtstaatlichkeit???

WVS was hast Du nur heut für ne Brille auf? 

 Nachtblau antwortete am So, 29. Jun, 23:55:
Der Österreicher wehrt sich auch dagegen, mit Deutschland in einen Topf gesteckt zu werden. Ich würde zu einem Österreicher aber auch nie sagen, dass er ein Deutscher sei. Sprich, in Europa darf jedes Land seine kulturellen Eigenarten behalten, und so soll es ja auch sein, Einheitsbrei ist langweilig. Gleichzeitig kann ich als Franke aber verlangen, dass ich weder als Bayer bezeichnet werde, mir auch keine bayerische Kultur übergestülpt wird, die meinem Naturell nicht entspricht. Das wird hier aber leider systematisch betrieben, das fängt im Bayerischen Rundfunk an, wo Beiträge aus Franken deutlich weniger vorhanden sind, obwohl wir gar keine starke Minderheit sind und geht im Lehrplan der Schulen weiter, undundund. 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:00:
@ Wortmeldung: Dann blieben ja noch ....

sicherer und präziser in der Ballbeherrschung und beim Flanken .... wenn schon Wortklauberei, dann doch bitte richtig ...!

Außerdem:
Sind 'viele Torchancen' nicht auch schon sehr viel besser als 'wenige Torchancen'?

* edit *
Ich habe nirgendwo geschrieben die U.S.A. seien ein Hort der Rechtsstaatlichkeit - ich schrieb: Es ist ein Unterschied zu machen zwischen der Bevölkerung und der Administration ....

* 2. edit *
Dann schrieb ich noch:
Auch Sachsen, Brandeburg und vor allem Mecklenburg-Vorpommern sind kein Hort von Rechtsstaatlichkeit .... 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:11:
@ Nachtblau: Ungerechtigkeit ....
und 'Eigenständigkeit der lokalen Kultur' heißt doch nicht gleichzeitig 'ausgewogene Präsenz' in Medien etc. .... dort wird der (vermeintliche? gefühlte? offensichtliche?) Mehrheitswille repräsentiert - und wenn das Verhältnis Franken:Bayern wie 90:10 ist sind eben nur 10% der Beiträge auf Franken bezogen .... und zum "Überstülpen" gehören doch immer zwei - einer der 'stülpt' und einer der das zuläßt ....

Ich bin z.B. aus Hessen. Da gibt es eine Vierteilung aus historischen Gründen .... zuerst bin ich Hesse, dann erst Hessen-Darmstädter ....
In Analogie hieße das: Du bist Bayerin - und dann Fränkin .... 

 tinius antwortete am Mo, 30. Jun, 00:17:
Mir schwebt das was im Hirn vom Europa der Regionen. Und das meint sicherlich nicht nur Bundesländer. ;) Aber wie wäre es mit der Wiedereinführung der Zoll - und Landesgrenzen von 1750 ? Das verhinderte Diskriminierungen innerhalb eines Bundeslandes, eine deutsche Nationalmannschaft in was für einer Sportart auch immer und das mögliche Aufkommen eines Vierten Reiches. Und Die EU wäre dann auch perdu. Es scheint, allen wäre geholfen. ;) 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:23:
@ tinius: .... DANKE! DANKE! DANKE! ....
Ich hatte schon überlegt, auf den Freiherrn v. Stein und seine Reformen, vor allem auf die Gründe für die Reformen zu verweisen .... damals wie heute scheinen sich die Lokalpatrioten mit überregionalen Strukturen (schwer getan zu haben /) schwer zu tun ....
" .. Erst 1804 setzte v. Stein durch, daß die Binnen- und Landeszölle, die bisher beim Übergang von einer Provinz in die andere gezahlt werden mußten, wenig stens in den alten Provinzen der preußischen Monarchie abgeschafft wurden. Aber es vergingen noch über 10 Jahre, ehe Preußen ein einheitliches Zollgebiet wurde. ..
Wenn Preußen von der Niederlage sich erholen wollte, waren tiefgreifende Reformen nötig, wie sie vom Stein und Scharnhorst schon lange gefordert worden waren. Doch jede einzelne Reform mußte gegen den erbitterten Widerstand reaktionärer Adelskreise durchg esetzt werden. .. "
 

 Nachtblau antwortete am Mo, 30. Jun, 00:26:
@Wvs: das war jetzt die größte Beleidigung, die man einem Franken sagen kann... tztztz. 

 tinius antwortete am Mo, 30. Jun, 00:30:
Ich muß zugeben, ganz frei von solchen Anwandlungen bin ich auch nicht wirklich : nach der Zusammenlegung von ORB und SFB zum genial - defizitären RBB frage ich mich immer noch, was ich mit den ganzen Sendungen und Informationen aus Brandenburg soll ? Ich lebe in Berlin und benötige ausschließlich Informationen und Nachrichten aus der Stadt (und aus dem Bund, der EU, der Welt). Was im Ackerland um Berlin herum vorgeht, ist relativ irrelevant... ;) LG tinius 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:31:
@ Nachtblau: ....
Für mich als Süd-Hessen wäre es demnach eine große Beleidigung als "Hesse" bezeichnet zu werden, firmierten so doch (und noch) die Hessen-Kasseler (Nordhessen!) ....

Spaß beiseite: Ich hoffe Du 'liebst' mich trotzdem und kommst - nach angemessener Schmollzeit - wieder her .... 

 Nachtblau antwortete am Mo, 30. Jun, 00:35:
Ja, so wäre das wohl, mit den hessischen Verhältnissen kenn ich mich so nicht aus :)
Die Schotten damals auf unserem Schüleraustausch haben das übrigens sehr verstanden, da ist nie von Bavaria gesprochen worden.

Aber nur wegen der Grinsekatze! 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:37:
@ tinius ....
So geht es mir hier sogar im Klassikbereich:
Während der Rheinländer ein Musical für 'klassische Musik' hält und deswegen der WDR (ich sage nur: Köln!) auch, ist das für mich Unterhaltungsmusik .... deswegen höre ich NDR Kultur, gottlob als 'live-stream' im Internet ....

Ich war ja schon öfter in Berlin: Da gibt es doch auch 'ernsthafte' Sender mit vorrangig 'Berliner' Inhalt ..!? 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:40:
@ Nachtblau
So, so, wegen einer Katze und nicht meinetwegen .... darüber muß ich dann mehrere Tage grübeln und werde wieder zu nichts Vernünftigem kommen ....

Also: Die Schotten sind mir schon viel sympathischer als die Iren - weil sie erstens Röcke tragen und zweitens ihren Konflikt mit England nicht ( - blutig - ) in die sechste Generation getragen haben .... 

 tinius antwortete am Mo, 30. Jun, 00:43:
Im Radio schon , ich bezog mich auf Fernsehen. Und im TV - Bereich ist außer dem RBB im Bereich des Lokalen nichts ernstzunehmen. Da gibt es noch FAB, den es nach allen Finanz - und Naturgesetzen nach gar nicht geben dürfte, so pleite ist der. Der bietet 3 Minuten - Nachrichten. Und dann noch der Springerpresse - Abklatsch TVB. Der ist mir eindeutig zu unseriös und steht auch nach der dritten ? Pleite wohl immer noch nicht auf festem Fundament.... 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:52:
@ tinius
Tut mir leid - ich war irgendwie auf Radio eingenordet .... Klar, bei TV wird es schwieriger .... aber ist es da nicht so, daß man eigentlich nur noch dem BBC Glauben schenken sollte? Das scheint mir die einzige Anstalt in ganz Europa zu sein, die noch so etwas wie journalistisch Ehre und gutes (Nachrichten-) Handwerk darstellt ....

Wenn es nach mir ginge würden alle "Privaten" wegen "Tendenz zur exponentiellen Verdummung der Bevölkerung" abgeschafft - denn sowohl das Programm wie auch die Werbeblöcke tragen eher negativ zur Fortentwicklung dieses Landes bei - abgesehen davon, daß man bald nicht mehr wird unterscheiden können was Werbung und was Programm ist .... 

 tinius antwortete am Mo, 30. Jun, 02:31:
Ich brauche beide Senderarten, da ich sowohl auf Hollywoodfilme und - Serien Wert lege als auch auf politische und kulturelle Information. Die letztere kann allerdings wirklich anscheinend nur durch ÖR gewährleistet werden. Allerdings sehe ich die Finanzierung durch Gebühren, speziell in der Art und Weise der GEZ eher kritisch und würde eine aus dem Bundes bzw. Länderhaushalt finanzierte Lösung bevorzugen. Und gebührenfinanziertes Internet ist schon mal garnicht akzeptabel, soweit es über eine Grundversorgung - sendungsbezogen - hinausgeht. Daß Computernutzer Gebühren zahlen müssen, ohne daß die Angebote nachweisbar genutzt werden, halte ich für problematisch. 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 10:12:
Mit....
deiner grundsätzlichen Einschätzung zur GEZ bin ich zutiefst einverstanden .... einen ähnlichen Moloch will ja die Frau Gesundheitsministerin ins Leben rufen .... auch das wird ähnliche Ausmaße an Bespitzelung und Ärger für die Bürger ergeben - wie jede Monsterbehörde ....

Bedauerlich - und damit einschränkend für die stteuerfinanzierte Variante - ist aber der (dann unverhohlene, direkte) politische Einfluß der dadurch entsteht - es wäre wünschenswert das durch entsprechende 'Zufalls'regeln zu verhindern ....

Bedauerlicherweise hilft das alles nichts in der augenblicklichen Situation und wir müssen wohl mit deren Unzulänglichkeiten und stetig sich verschlechternder Qualität leben:
Mein Lieblingsbeispiel ist in diesem Zusammenhang immer die Tatsache, daß neuerdings statt der Amtsträger die Reporterkollegen vor Ort 'befragt' werden - "Hörensagen" heißt so etwas vor Gericht und ist als Beweis nicht zulässig - für's Fernsehen reicht es offenbar ...! 

Dazu schreibt wvs am Mo, 30. Jun, 00:24:
Es scheint dringend angebracht: ....
Morgen werde ich eine EUROPA-Flagge kaufen ...! 

 Nachtblau antwortete am Mo, 30. Jun, 00:28:
Ich bin ja für Uromas alten rosa Schlüpfer 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 00:33:
Na, sowieso ....
Der verbindet die Enkelgenerationen in allen Regionen Europas, Nationalstaat hin oder her .... 

Dazu schreibt Anfängerin am Mo, 30. Jun, 15:53:
Bekannte von mir haben eine Niedersachsenfahne mit Schaf statt mit Gaul drauf. Leider bin ich keine Nähfee, sonst hätte ich auch so eine... ;-) 

 wvs antwortete am Mo, 30. Jun, 17:10:
Ich habe mich ....
vor einiger Zeit einmal umgesehen (Internet) und herausgefunden, daß es verschiedene Betriebe gibt, die Dir jede Fahne herstellen die Du haben möchtest .... natürlich ist das die finanziell aufwendigere Variante .... 
   




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05. Sep. 2008, 22:52
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