20.02.2008 | 20:52 Uhr
Rheinische Post:
Sparkasse fürchtet um ihren Ruf
Düsseldorf (ots) - Von Hans Onkelbach
Natürlich gilt auch für die beiden Manager der Düsseldorfer Stadtsparkasse die Unschuldsvermutung: Keiner ist schuldig, solange sein Vergehen nicht bewiesen ist. Trotzdem: Nicht nur wegen eines Klaus Zumwinkel, dessen Ruf bis vor wenigen Tagen untadelig war, fällt es schwer, im Fall der Düsseldorfer Banker nicht skeptisch zu sein. Weil das, was da gestern hochkochte, ja eine Vorgeschichte hat, die nur eine saftige Klatsch-und-Tratsch-Posse wäre, wenn sie den Sparkassenkunden und Steuerzahler nicht möglicherweise 9,2 Millionen Euro kosten könnte. Soviel schuldet Franjo Pooth .. der Stadtsparkasse. Wofür er das Darlehen bekommen hat und unter welchen Umständen, das sind derzeit heftig umstrittene Fragen in der Landeshaupstadt. Ihm überhaupt so viel Geld zu geben, war - um es positiv auszudrücken - ein Paradebeispiel für Risikofreude. Denn Pooths Unternehmen musste letztlich ins Insolvenzverfahren. Dass am Ende genug übrig bleibt, um die Schulden zu tilgen, ist unwahrscheinlich. Düsseldorf erlebt gerade, wie zwei Sparkassen-Vorstände per eidesstattlicher Versicherung beteuern müssen, nicht bestechlich zu sein. Es gab Zeiten, da hätte das Wort von Männern in solchen Positionen gereicht. Das ist heute nicht mehr so - und dafür sind die beiden zumindest mitverantwortlich.
Nun versuchen sie 'mal, liebe Leser/-in, bei ihrer Sparkasse einen Kredit über 9.200,- € zu bekommen ....
das ist 1/1.000stel dessen was Herr Pooth bekam ....
[QUELLE des Zitats]
[3.044 / kij]
Rheinische Post:
Sparkasse fürchtet um ihren Ruf
Düsseldorf (ots) - Von Hans Onkelbach
Natürlich gilt auch für die beiden Manager der Düsseldorfer Stadtsparkasse die Unschuldsvermutung: Keiner ist schuldig, solange sein Vergehen nicht bewiesen ist. Trotzdem: Nicht nur wegen eines Klaus Zumwinkel, dessen Ruf bis vor wenigen Tagen untadelig war, fällt es schwer, im Fall der Düsseldorfer Banker nicht skeptisch zu sein. Weil das, was da gestern hochkochte, ja eine Vorgeschichte hat, die nur eine saftige Klatsch-und-Tratsch-Posse wäre, wenn sie den Sparkassenkunden und Steuerzahler nicht möglicherweise 9,2 Millionen Euro kosten könnte. Soviel schuldet Franjo Pooth .. der Stadtsparkasse. Wofür er das Darlehen bekommen hat und unter welchen Umständen, das sind derzeit heftig umstrittene Fragen in der Landeshaupstadt. Ihm überhaupt so viel Geld zu geben, war - um es positiv auszudrücken - ein Paradebeispiel für Risikofreude. Denn Pooths Unternehmen musste letztlich ins Insolvenzverfahren. Dass am Ende genug übrig bleibt, um die Schulden zu tilgen, ist unwahrscheinlich. Düsseldorf erlebt gerade, wie zwei Sparkassen-Vorstände per eidesstattlicher Versicherung beteuern müssen, nicht bestechlich zu sein. Es gab Zeiten, da hätte das Wort von Männern in solchen Positionen gereicht. Das ist heute nicht mehr so - und dafür sind die beiden zumindest mitverantwortlich.
Nun versuchen sie 'mal, liebe Leser/-in, bei ihrer Sparkasse einen Kredit über 9.200,- € zu bekommen ....
das ist 1/1.000stel dessen was Herr Pooth bekam ....
[QUELLE des Zitats]
[3.044 / kij]
Wenn
man nur peanuts verlangt, wird man bis auf die Knochen überprüft. Greift man aber mit beiden Händen schaufelartig zu, dann hat die Gegenseite Respekt vor solch "weitblickendem Unternehmertun".Oder so.
► Antwort
wvs antwortete am Do, 21. Feb, 17:28:
Herr Pooth ....
hat bestimmt außerordentlich viel 'unternommen' - offensichtlich aber nicht das, was zum Erfolg hätte führen können .... Ich erinnere mich noch sehr gut an langwierige Diskussionen mit 'Betreuern' bei verschiedenen Instituten und an die Berge von Unterlagen, die ich für einen Überziehungskredit von 35.000,- DM in 1989 beibringen mußte. Da hatte ich aber schon - unterschriebene und rechtsverbindliche - Kunden(-jahres-)verträge in Höhe von ca. 60.000,- DM vorzuweisen ....
Dazu schreibt la-mamma am Do, 21. Feb, 21:52:
statt es nimmt kein ende,
hättest du natürlich auch "es gibt immer gleiche und gleichere" zitieren können;-(
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 22. Feb, 01:32:
Ja, das ....
ist bestimmt auch eine treffende Aussage .... dazu paßt eine Anmerkung eines Steuerprüfers, der heute in einem Fernsehmagazin andeutete, daß es "Weisungen von oben" gegeben habe, bestimmte Steuerpflichtige weniger intensiv zu prüfen und daß Beamte, die sich nicht daran hielten "versetzt" oder "kaltgestellt" wurden ....
Dazu schreibt wvs am Sa, 23. Feb, 00:58:
* Nachtrag *
Die Angelegenheit zieht Kreise:
Sparkassenvorstand gefeuert ....
► Antwort

Dazu schreibt pathologe am Do, 21. Feb, 15:05: