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Dazu schreibt tinius am Do, 14. Feb, 16:28:
Möglicherweise wirken einige dieser Lebensmittel sogar (bei einer cholesterinsenkenden Marke wird inzwischen sogar gewarnt, daß eine unkontrollierte Verwendung mehrerer Komponenten den Effekt sogar unerwünscht und gefährdend steigern könne), aber dann gehört der Verzehr unter diätetische oder gar ärztliche Aufsicht. Es sind dann nämlich Heilmittel, keine Lebensmittel. - Den Markenschutz von einzelnen, umbenannten Wirkstoffen / Bestandteilen halte ich zwar ebenfalls für eher problematisch, aber auch bei der regulären Bezeichnung würde nur eine Minderheit nachschauen, was da gemeint sei, denke ich, und allein durch die Wissenschaftlichkeit des Namens einen Kaufanreiz sehen. Generell sollte mit so etwas nicht geworben werden dürfen, der Vertrieb generell an das Vorhandensein unabhängiger Studien vorhandener Wirksamkeit und nicht vorhandener Nebenwirkungen gebunden sein. Übrigens dürfen Produkte beworben werden, dessen zusätzlicher Nutzen definitiv nicht vorhanden ist, etwa Getränke mit Kalzium oder Vitaminbeimengungen.... - Verbraucherschutz findet in D nur dann statt, wenn es sich mit den Interessen der Unternehmen vereinbaren läßt. Siehe z.B., die nicht verwendete Ampelkennzeichnung bei Lebensmitteln, die Aufweichung der Gengesetze etc. Möglicherweise sind die deutschen Politiker von Grün bis Schwarz nicht der alleinige Maßstab, da Europa immer wieder recht wirtschaftsfreundliche Kompromisse vorlegt, aber derzeit geht ein nicht unerheblicher Widerstand gegen mehr Verbraucherschutz definitiv aus den deutschen Ministerien hervor. - Für mich ist es fast eine ausschließliche Entscheidung über den Preis : weshalb sollte ich ein Produkt kaufen, das um das Dreifache oder Vierfache teurer ist als ein ohnehin recht gesundes Produkt ( Joghurt / Margarine) ?. 

 wvs antwortete am Do, 14. Feb, 16:53:
Es wird ....
- da kann ich nur beipflichten - immer noch zu sehr auf den Sachverstand der Unternehmen vertraut, so, als ob den Politikern nicht bewußt wäre, daß die natürlich zunächst ihr eigenes Interesse verfolgen .... daß andererseits "Europa" nicht unbedingt eine Verbesserung des Verbraucherschutzes bringen würde war ja bereits vor der Währungsunion bekannt - nur nach dieser Reform der Geldsysteme kann das Rad nicht mehr zurückgedreht werden ....

Hinsichtlich der Basiswerte / Blutparameter:
Mittlerweile sind die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneistoffen ja schon in den Computerprogrammen der Ärzte & Apotheken eingearbeitet, sodaß das Schlimmste verhindert wird - lediglich die Wechselwirkung zu den sogenannten "Nahrungsergänzungsmitteln" (und möglicherweise auch aufgepeppten Wässerchen!) ist noch zu wenig erforscht .... aber da bin ich wohl an der Grenze dessen angekommen, was leistbar ist (und verglichen mit Ländern der dritten Welt, in denen noch nicht einmal täglich sauberes Trinkwasser gang und gäbe ist, geht es uns ja vergleichsweise gut .... ). 

 tinius antwortete am Do, 14. Feb, 17:19:
Es ging da speziell um die Akkumulation der cholesterinsenkenden Wirkstoffe, die unkontrollierbar vonstatten gehe, wenn man eben nicht nur Margarine, sondern auch andere Produkte derselben Linie zu sich nähme. Man kann einschätzen, wieviele geschmierte Brote man essen darf, nimmt man aber noch zusätzlich deren Joghurt, Milch oder was sie sonst noch auf den Markt gebracht haben, ist eine realistische Mengeneinschätzung des zugeführten Wirkstoffes unmöglich. Viel hilft eben nicht viel und ist unter Umständen eher gefährlich / schädlich.... 

 wvs antwortete am Do, 14. Feb, 21:06:
Ach so, ....
das ist natürlich wieder ein anderer Ansatz. Durchaus nachvollziehbar noch dazu. Die Amerikaner sind in solchen Angelegenheiten ja auch eher 'apodiktisch': Alles oder Nichts - so lautet dort immer zuerst die Perspektive .... das führte dazu, daß in den späten 90ern bei vielen Menschen Hormonstörungen verzeichnet wurden, weil sie nicht nur cholesterinarm sondern cholesterinfrei aßen .... bei der Kumulation von Maßnahmen zur Reduzierung des Cholesterins wie oben beschrieben kommt es natürlich langfristig auch zu Mangelerscheinungen .... ich halte es da mit einer ausgewogenen Mischung von 30/30/30/10 (KH/Fette/Eiweiß/Ballaststoffe).

Das muß - weil ich es so mache seit ich selbst über das was ich esse bestimme - schon irgendwie richtig sein.
Zumindest bin ich so ohne wesentliche Gesundheitseinschränkungen damit über 60 geworden .... 

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23. Jul. 2008, 14:29
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