Kurze Zusammenfassung durch den Autor selbst:
Auf einmal macht vor dem Hintergrund dieser Erörterung der - vorerst noch geplante, aber politisch gewollte und vom Ministerium vehement verteidigte - Gesundheitsfonds Sinn ....
[Zitat aus den "Nachdenkseiten"; 'Anstoß' von der Seite vom Herrn Quirinus.]
- Krankenhäuser machen politisch gewollte Defizite, werden an Klinikketten verkauft.
- Niedergelassene Ärzte verdienen politisch gewollt so wenig, dass der Nachwuchs ausbleibt. Sie werden durch MVZ ersetzt, die zu guter letzt ebenfalls den Klinikkonzernen gehören werden.
- Die medizinische Versorgung unseres Landes liegt dann nicht mehr in der Verantwortung von Ärzten, sondern von Konzernen.
- Monopolstrukturen und die Lenkung der Patientenströme garantieren bei einer überalterten Bevölkerung eine geradezu utopische Ertragssituation.
- Ärztliche Standestraditionen werden dem reinen Streben nach Ertrag geopfert werden. Die gesundheitspolitische Landschaft wird sich von Grund auf radikal verändern und entsolidarisieren.
- Die Ursache liegt nicht in dem Wunsch der Bevölkerung, sondern in der geschickten Manipulation der Regierung durch hochpotente Lobbyisten, die die Macht haben, über das Schicksal der Politiker zu verfügen.
Auf einmal macht vor dem Hintergrund dieser Erörterung der - vorerst noch geplante, aber politisch gewollte und vom Ministerium vehement verteidigte - Gesundheitsfonds Sinn ....
[3.025 / was]
► Dienstag, 12. Februar 2008, 18:00
357 Leser
► Thema: Gesundheit
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► Antwort
wvs antwortete am Di, 12. Feb, 23:27:
Wieso es Sinn machen soll ....
das bisher schon zu verteilende Geld (das ja nicht 'wundersam vermehrt' werden kann!) anstatt mit einem funktionierenden System durch ein neues System, den Gesundheitsfonds - der erst noch aufgebaut werden muß und wie alle 'zentralistischen Systeme" schwerfällig sein wird und zusätzliches Geld kosten muß zu ersetzen erschließt sich mir nicht .... Es sei denn, man will dem sich bildenden - privatwirtschaftlich organisierten - Gesundheitssystem den Einzug der Rechnungen erleichtern: Anstatt von vielen Einzelkassen alles aus einer Hand ...!
Es gäbe aus dem Stand viele Möglichkeiten Geld zu sparen. Vor einiger Zeit hatte ich andernorts dazu schon einmal Stellung genommen:
Zunächst müßte die Verordnung von Lipidsenkern drastisch reduziert werden und nur noch auf Fälle angewandt werden, bei denen nachweislich ein erhöhtes Risiko vorhanden ist - die heutige generelle Annahme - nämlich daß ab 200mg/dl eine Hypercholesterinämie vorliege ist nicht dadurch bewiesen, daß sie immer wieder genannt wird .... Ausgangspunkt waren vielmehr die heftigen Bemühungen von Unternehmen ihre Wirkstoffe - wissenschaftlich untermauert durch 'Mietmäuler' die die passenden Studien lieferten - in den Markt zu pressen ....
Alleine diese Gruppe einzuschränken würde pro Jahr viele Milliarden* (!) an Ersparnis bedeuten ohne daß ein Patient (früher) sterben müßte - weil sich die Werte allein durch Sport, Bewegung und vernünftige Ernährung unter diese angeblich so aussagekräftigen Werte drücken ließen - da fehlt es aber am Durchsetzungswillen der Regierung / des Gesundheitsministeriums .... es ist ja auch viel leichter den Patienten Geld abzuknöpfen als sie zu gesundheitsbewußtem Verhalten anzuleiten: Damit gewinnt man keine Wahlen ....
Dies ist nur ein Beispiel - ich habe noch weitere ....
* " .. Die beiden meistverkauften Pharmaprodukte DER WELT sind Cholesterinsenker: Umsatz zusammen alleine in USA 25 Mrd. Dollar pro Jahr - Tendenz steigend um 10% pro Jahr .. "


Dazu schreibt tinius am Di, 12. Feb, 19:26: