In der gesamten Altersklasse der Mittdreissiger war der Anteil unverändert - so wie in den letzten 30 Jahren - bei 45%.
In der Gruppe der Ehepaare im gleichen Alter ohne Kinder stieg die Wohneigentumsquote von zuvor 39% auf jetzt 49%.
Weil aber - so die LBS - in der gleichen Zeit der Anteil der Singles (zwischen 35 und 39) von früher 15% auf nun 48% angestiegen ist, wirkt sich der prozentuale Anstieg nicht gleichsinnig auf die gesamte Altersgruppe aus ....
So, das wird also als tolles Ergebnis dargestellt.
Jetzt 'mal eine etwas weniger blumige, dafür realistische Sicht:
- Die angesprochene Altersgruppe ist derart durch Praktika oder Job eingespannt, daß sie nicht mehr dazu kommt sich eine/-n Partner/-in zu suchen, geschweige denn Kinder zu haben, wie denn auch, wenn 50% als Singles leben ....
- Wenn sie Geld zur Verfügung haben stecken sie es lieber in eine Wohnung anstatt eine Familie zu gründen ....
- Wie sieht es bei den Ehepaaren wirklich aus?
- Früher hatten 50% von 85% der Altersgruppe (verheiratet, mit Kind) Eigentum -
- jetzt sind es 68% von 50% der Altersgruppe
- 50 von 85 sind 42,5%, 68 von 50 sind 34%
Was hier als "Anstieg" und "positiv" verkauft werden soll ist in Wirklichkeit ein Rückgang um 8,5% gegenüber den Verhältnissen vor 25 Jahren ....
Die LBS vertraut da wohl auf PISA - mindestens aber darauf, daß heutzutage immer weniger Menschen die Prozentrechnung beherrschen ....
*edit*
Sollten aber die Bänker allgemein derart mangelhaft rechnen, also Minus für Plus halten, dann wäre auch das Riesendefizit bei der WestLB vielleicht nur ein Rechenfehler?
Wir sehen also:
Der Aufschwung ist angekommen - allerdings nicht bei der Gruppe der 35-39jährigen .... wir müssen wohl noch weiter nach denen suchen, bei denen der Aufschwung angekommen ist ....
[3.012/esd]

