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Dazu schreibt hexa am Mo, 4. Feb, 15:37:
Ich auch, bitte:
Geht's dem Königsberger nicht eigentlich um die Abgrenzung von Moral zu Verhaltenweisen wie
- lustorientiertem Handeln
- pragmatischem Handeln
- instinktivem Handeln
- usw.
 
Er postuliert im siebten Paragraphen seiner Grundgesetze der praktischen Vernunft
"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." Humanismus pur. Und welch hoheitlicher Ansatz. Im positivsten Sinne des Wortes. Es geht um Erkenntnis. Wer das verinnerlicht, hat schon den halben Weg der kantschen Erkenntnis hinter sich gebracht. Auch wenn ich nicht behaupten möchte, Kant auch nur ansatzweise verstanden zu haben. Aber er reizt (mich) immer wieder seit Jahrzehnten. Erkenntnistheorie. Allein dieses Wort ist dermaßen allmächtig. Ich schweife ab, dafür bin ich bekannt. Vielleicht schau ich auch nur über den Rand.

Die Ursprungsfrage "ob schwach und was" würde ich mal mit "die haben eine Wahrnehmung jenseits unserer vier Dimensionen" beantworten. 
 

 wvs antwortete am Mo, 4. Feb, 21:03:
ich fange 'mal ....
mit einem Auszug aus Deinem Zitat an
".. Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung .. "
- da habe ich gelernt, daß die Gesetze nicht dem 'gesunden Menschenverstand' entsprechen müssen, sondern einem 'juristischen Anspruch' genügen sollen - was auch immer darunter zu verstehen ist, es ist jedenfalls bestimmt nicht das, was Du oder ich, geschweige denn Kant darunter verstehen ....

Sodann zur Frage der Abgrenzung bzw. der Einschränkung, die ich hier gemacht habe: Es ist schlicht unmöglich Kants Werk, seine Thesen & und Beweise in einem Beitrag umfassend zu erörtern - deswegen habe ich eine (zugegeben) außerordentlich verkürzte Fassung einer Äußerung herausgestellt - die sich noch dazu 'griffig' fassen ließ - um meine Auffassung zu erörtern ....

Was aber die "Erkenntnis" angeht neige ich - das wird Dich nicht verwundern - zu einer weniger optimistischen Sichtweise .... so, wie es den Meisten nicht gelingen wird "moralisch gut' zu sein, wird es noch weniger Menschen geben, die in der Lage sind zu erkennen, denn dazu gehört - wieder nur von meinem Standpunkt aus betrachtet - daß man sich zunächst selbst erkennt .... ein abstraktes Denken jenseits der Selbstanalyse traue ich nur einer sehr, sehr kleinen Zahl von Menschen zu.

Das ist deswegen nicht 'überheblich', weil ich mich einschließe. 

 hexa antwortete am Di, 5. Feb, 23:01:
Tatsächlich...

...wäre das Thema Kant inhaltsfüllend für einige große Blogs und würde immer noch nicht nicht ausreichend gewürdigt.

Zu den Gesetzen, nur ganz kurz: was wir da erleben ist ein Musterbeispiel für das, was ich unter "Perversion des Gedankens" verstehe.

Das Thema Erkenntnis ist das Thema des Lebens schlechthin. Niemand sollte für sich den Anspruch erheben, hierfür die allumfassend gültige Antwort zu haben. Immer wieder entsteht in mir ein Gefühl von wahrhaftiger Demut, wenn ich mich mit den Beiträgen dieses Aufklärers versuche auseinanderzusetzen.Aber: "Habe Mut zu wissen" oder auch "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." - das ist eine Auforderung an das tägliche Leben, das ist in meinen Augen Lebensphilosophie pur. Ob es immer zur Beantwortung der drei Kernfragen

  • was kann ich wissen
  • was soll ich tun
  • was darf ich hoffen
führt - nein, wohl nicht. Nichts desto trotz ist es jenseits aller parteipolitisch-dogmatisch-klerikal verpesteten Lebensleitungsansprüche ein Ansatz, der zu einem glycklichen Leben führen kann. 

 wvs antwortete am Di, 5. Feb, 23:53:
Treffend gefaßt: ....
Das Thema Erkenntnis und die Beantwortung der drei Kernfragen
  • Was kann ich wissen?
  • Was soll ich tun?
  • Was darf ich hoffen?
Möglicherweise ist es nicht die Beantwortung der drei Fragen, die uns 'weiterbringt', sondern die Tatsache, daß wir uns diese Fragen immer wieder stellen und unser Tun daran messen, anstatt uns eine bestimmte Denkweise aufzwingen zu lassen .... 

Titel:

Text:

 


   




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08. Okt. 2008, 00:28
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