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Wie ein Fehler in einem Zeitungstext - offensichtlich rein zufällig und unbeabsichtigt - die Wirklichkeit beschreiben kann läßt sich aus der nebenstehenden Abbildung erkennen .... anstatt
" .. aber leicht schlechteren Mitteln .. " sollte  es heißen:
"aber nicht schlechteren Mitteln" 
- und dennoch trifft es die Wirklichkeit .... Herr Professor Sawicki ist deswegen Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), weil er für die Frau Minister sicherstellen soll, daß die Macht der Pharmakonzerne 'zerschlagen' wird - allerdings tut er das so plump, daß ihm Angst und Bange sein müßte, denn " .. das Imperium schlägt zurück .. " - und dann hat er hierzulande niemanden mehr, der ihn haben will, und seine Frau Ministerin wird ihn bestimmt nicht halten wenn sie ihre eigene Haut retten will ....

 
'clipping' aus: Münster'sche Zeitung v. 25.01.2008
[zrs]


Dazu schreibt la-mamma am Fr, 25. Jan, 19:43:
ein herrliches fundstück
mir wird grad leicht schlechter vor lachen;-) 

 wvs antwortete am Fr, 25. Jan, 22:31:
Mir wird ....
dabei auch 'ganz anders' - weil hier suggeriert wird man leiste objektive wissenschaftliche Arbeit*, in Wahrheit allerdings soll das Institut im Auftrag der Regierung, speziell des "Gesundheits- ministeriums" dafür sorgen, daß der Beitrag um jeden Preis (!) stabil gehalten wird ....
Auch hier wird wieder 'vorbereitet', und zwar darauf, daß eine schlechtere Basisversorgung Standard wird, während gute Versorgung für immer weniger Menschen erschwinglich sein wird ....
* Name: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (!)
 

 la-mamma antwortete am Fr, 25. Jan, 22:44:
da muss ich jetzt "inhaltlich" weiterargumentieren
obwohl´s eine "ende-nie-diskussion" ist.
ad basisversorgung: ich nehme an, die ist in d und ö ähnlich GUT, nämlich sehr gut. selbstverständlcih wollen die pharmafirmen immer ihre neuen "besten" und auf jeden fall teuersten produkte verkaufen - der patient hat natürlich das recht auf beste versorgung - der herr primar das recht auf drei wochen cote d´azur auf kosten der firma und die sozialversicherung ist zum zahlen verpflichtet ...
ad regierung: in d wahrscheinlich wie in ö: die gesundheitsminister haben wechselnde/unklare kompetenzen und meist überhaupt keine chance gegen die wahren "gewinner des systems" - und da verdienen genug leute weit mehr "als sie verdienen", denn dort sind die interessensvertreter quasi lebenszeitlich installiert im gegensatz zu von irgendwelchen wählerstimmen abhängigen
ad wissenschaftliche arbeit: ein weiteres trauriges kapitel: in wessen interesse wird geforscht? wieviel wird nicht gemacht, weil kein gewinn winkt? wo wird geforscht, NUR weil gewinn wirkt? ...
ich hör lieber auf. sonst müsst ich jetzt noch bei der ethik weiter tun? wer wird warum bevorzugt behandelt? wieso dulden das alle? ... 

 wvs antwortete am Fr, 25. Jan, 23:20:
Da ich ....
mein Arbeitsleben lang - mit wenigen Unterbrechungen für wissenschaftliche Tätigkeit - immer irgendwie mit der 'Gesundheitsindustrie' zu tun hatte und auf verschiedenen Ebenen viel gesehen, viel gehört und noch mehr erlebt habe, bin ich gerade dabei zu ordnen & zusammenzutragen .... 'mal sehen, was daraus wird.

Es ist richtig: Patienten verlangen immer 150% für 25% Beiträge, Versicherungen wollen nur 75% für 100% Beiträge zahlen und irgendwie wird der absolute Wert jedes Jahr höher, da die Industrie die Preise festlegt und sich nicht darum schert was das Ministerium verlautbart - es gibt immer mehr (und intelligentere!) Denker auf deren Seite als im 'öffentlichen Dienst ....

Ich bitte um Verständnis, wenn ich hier nicht mehr ausbreite. Vielleicht ergibt sich ja einmal anläßlich eines Bloggerereignisses eine Gelegenheit zum Schwatzen ....
PS
Ich hatte in den 80'ern die Gelegenheit sowohl in CH wie in AUS zu arbeiten & Erfahrungen zu sammeln - für die in Rede stehenden Unternehmen ist das sowieso ein Großraum ....
 
   




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18. Jul. 2008, 19:49
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