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Dazu schreibt Lady Sunflower am Mo, 14. Jan, 19:28:
Hey - mal langsam Herr wvs...
Ich selbst bin Nichtraucherin und weiß nicht, wie Sie zu der Behauptung kommen, dass Nichtraucher sich selbst als "bessere Menschen" sehen. Sorry, aber da gibt es meines Erachtens ganz andere Kriterien als eine Vorliebe für bestimmte Genussmittel.
Und warum sollte das auch so sein?

Rauchen ist natürlich eine persönliche Entscheidung, die ein Erwachsener treffen kann oder eben nicht - das ist gar nicht die Frage. Innerhalb der eigenen vier Wände oder an der frischen Luft soll rauchen wer möchte. Und wenn Raucher sich bemühen Nichtraucher nicht zu beeinträchtigen, so wie Sie es von sich schreiben, dann ist das auch völlig OK so.

Rauchen in öffentlichen Räumen und Gebäuden geht allerdings gar nicht. Wenn Raucher für sich Entscheidungsfreiheit beanspruchen, so müssen sie eben diese auch Nichtrauchern zugestehen. Wenn überall geraucht werden darf, so werden Menschen, die sich bewusst dazu entschieden haben, nicht zu rauchen, gezwungen den Rauch einzuatmen, also im Grunde mitzurauchen. Das darf nicht sein! Deshalb befürworte ich auch das neue Gesetz voll und ganz!

Es geht nicht darum Raucher in Ihrer Lebensgestaltung einzuengen, sondern vielmehr darum, ALLE Menschen zu schützen. Ich fand und finde es immer wieder unmöglich, dass Gegner des Rauchverbotes teilweise argumentieren, dass ja die Nichtraucher nicht in Restaurants gehen müssten, wenn sie der Rauch stört. Das empfinde ich als Freiheitsbeschneidung.

Wenn ich als Nichtraucher also Kritik an Rauchern übe, dann nicht grundsätzlich daran, dass sie rauchen. Das ist ja die freie Entscheidung eines jeden.
Ich finde es nur nicht in Ordnung, wenn Raucher sich rücksichtslos und ignorant gegenüber den Bedürfnissen Ihrer Mitmenschen verhalten und an öffentlichen Plätzen rauchen.

Aber wie Ihr Beitrag zeigt, sind natürlich nicht alle Raucher so.
Genauso wenig, wie alle Nichtraucher sich selbst als "bessere Menschen" bezeichen. ;) 

 kepkezkem antwortete am Mo, 14. Jan, 20:06:
pah, wir raucher haben euch nichtraucher euch auch lange lange toleriert und nun kommt der große aufstand eurerseits :)

rauchverbot in öffentlichen gebäuden, geschäften etc, auch auf offenen bahnsteigen... daran musste ich mich erst gewöhnen.
hat aber bestens funktioniert.
die rauchfreie stunde im zug überlebe ich auch noch unbeschadet.

die sache mit rauchfreien lokalen, die sie bei uns einführen wollen jedoch... spätestens wenn es soweit ist, bleib ich zuhause. da ist bier billiger, ich kann rauchen und mir die gesellschaft sowie auch die musik selbst aussuchen.
zu einer mahlzeit und einem bier gehört für mich die zigarette
besonders zum bier

sie können die zigarettenpreise auch weiterhin anheben (wie erst letzt woche um 20cent) durch eu-erweiterungen kann ich jetzt lohnend und legal billiger zum glimmstengel greifen, als ich es in österreich je getan habe.

es ist mein geld, es ist meine gesundheit
ich werfe begeisterten solariengängern auch nicht vor, wie schlecht es für die haut ist und wieviel es kostet. 

 wvs antwortete am Di, 15. Jan, 00:50:
@ Lady Sunflower
1. Ich habe nichts gegen Gesetze, die das Rauchen an solchen 'öffentlichen' Plätzen einschränken, zu denen alle Bürger Zugang haben müssen: Beispielsweise Bahnhöfe, Flugplätze, Verwaltungsgebäude, Hochschulen & Schulen etc.

2.Lokale sind Unternehmen von Menschen, die dort ihr Geld und ihre Arbeitskraft einsetzen - da ist es für mich undenkbar, ihnen vorzuschreiben, wen sie bewirten wollen oder sollen .... Wenn man ihnen vorschreibt, wie sie ihr Geschäft zu betreiben haben muß man ihnen für eventuelle Ausfälle einen Ausgleich zahlen.

3. Ich kann nicht erkennen, wieso jeder einen Anspruch haben sollte in jedem Lokal Bedingungen vorzufinden die ihr/ihm 'angenehm' sind oder 'angemessen' erscheinen. Es ist doch z.B. unangemessen in ein Schwimmbad zu gehen und sich dann darüber zu beschweren, daß die Anwesenden leicht bekleidet sind .... wer das nicht sehen will hat immerhin die Wahl fernzubleiben - sonderbar, daß das bei Lokalen plötzlich anders sein soll ....

4. "Raucherlokale": Wenn ich befürchte, beim Fallschirmspringen zu Tode zu kommen werde ich davon Abstand nehmen - wenn ich befürchte, in einem Lokal Rauch einatmen zu müssen, den ich als 'tödlich' einstufe, dann gehe ich nicht dorthin. Ansonsten siehe 3.

5. Rücksichtslosigkeit ist immer schlecht, egal von wem gegen wen .... es gibt genug Beispiele, daß u.a. auch die Nichtraucher zu einem gewissen Teil unzumutbares Verhalten zeigen - denn sie machen ja einen bestimmten Prozentsatz der Bevölkerung aus. Nur stören sie andere eben nicht durch Rauch ....

6. Ich habe noch keinen Raucher erlebt, der sich mit missionarischem Eifer bemüht hätte einen Nichtraucher zum Rauchen zu bewegen - umgekehrt wird das mit viel Aufwand und Energie, lauteren und unlauteren Argumenten versucht:
Wer Raucher als "Süchtige" abstempelt versucht sich - aus meinem Blickwinkel - als 'besser' und 'im Besitz der einzigen Wahrheit' darzustellen .... daher meine These von den "besseren" Nichtrauchern. 

 wvs antwortete am Di, 15. Jan, 01:01:
@ kepkezkem
Die Sache mit den Lokalen will ich noch einmal gesondert aufnehmen, ansonsten siehe meine Antwort oben an Lady Sunflower - deren Einwände ja in Teilen durchaus berechtigt sind ....

Sogar in U.S.A. - dem klassischen Nichtraucherland - gibt es Bars, in denen das rauchen erlaubt ist: Allerdings nur für Volljährige und wenn das Personal entsprechende 'Befreiungsverträge' mit dem Betreiber abgeschlossen hat, damit es später nicht zu Prozessen kommt.

Hier wird wieder einmal 150%ig gehandelt: Alles kaputt machen, dann hat der Rest der Bevölkerung, der noch etwas Spaß in seinen Eckkneipen oder Tagescafes hatte und den verbissenen Gesundheitsfanatikern schon immer ein Dorn im Auge war halt auch keinen Spaß mehr .... das kommt mir so vor wie ein Kind, dem das Förmchen eines anderen Kindes gut gefällt - und weil es das Förmchen nicht haben kann macht es es eben kaputt ...! 

Titel:

Text:

 


   




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