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Dazu schreibt Sachsenpaule am Fr, 28. Dez, 22:38:
Ich sehe das so: Die schaffung von Teamgeist kann nicht verordnet werden, und das Wohlgefühl in Büros wird nicht durch eine verordnete Anzahl von Pflanzen oder lustigen schwarzen Blättern oder dem berühmten "Mitarbeiter des Monats" erreicht.

Ich vergleiche das meist mit dem Verwalter, dem Patrazier der Stadt Ankh Morphok aus dem Scheibenwelt Romanen: Es ist gut wenn jemand das Boot zum schaukeln bringt, doch sollte keiner es anbohren.

Im besten Falle nutzen kleine oder mittlere Unternehmen diesen Unterschied, und ab einer gewissen Menge an Mitarbeitern empfiehlt es sich seht stark den oder die jenige auszusuchen die für die Vermittlung zuständig sein soll. 

 hexa antwortete am Fr, 28. Dez, 23:51:
Sicherlich...
...ist Teamgeist oder neudeutsch auch "corporate identity" nicht auf Rezept zu verordnen. Solche Geschichten müssen langsam wachsen, entsprechend der angesprochenen Größe von Unternehmen. Ich wage aber die Feststellung: sitzen an den Schaltstellen eines Unternehmens die Menschen, welche der Ausrichtung, der Maxime oder auch Philosophie der Firmenleitung entsprechen, dann ist dies halbwegs ein Garant dafür, dass eine klare Richtung weiterhin auch auf "niederen" Hierarchieebenen verfolgt wird. Selbst erlebe ich dies im Consulting mittelgroßer Firmen, wo wir ebendiese Fragen immer wieder mit den gleichen Antworten lösen. Das, was aktiv vorgelebt wird, setzt sich schlußendlich durch. 

 wvs antwortete am Sa, 29. Dez, 01:52:
Den vorstehenden Absatz, lieber Hexa, ....
könnte ich so wie er dasteht unterschreiben .... Nur wo die Führenden authentisch sind und 'practice what you preach' gilt werden auch die Mitarbeitenden den nötigen Schwung erhalten und sich - angstfrei! - im Sinne der Philosophie verhalten .... wo jede Regung, jeder Vorschlag, jede Initiative kontrolliert und abgeschmettert wird wird es bald nichts dergleichen mehr geben!

Was (oft) fehlt ist ein Beschwerdewesen, das die Beschwerdeführer nicht an den Pranger stellt, sondern sie veranlaßt gleich einen praktikablen Verbesserungsvorschlag (mit-)einzubringen .... 

 wvs antwortete am Sa, 29. Dez, 02:07:
@ sachsenpaule
Schön, daß Du wieder einmal 'aktiv' bist - war wohl eine längere Pause dazwischen .... das 'neue' Layout hast Du Dir zum "1000"sten spendiert? Ich finde es klarer als das Frühere, schön.
Bedauerlicherweise versuchen sich vielerorts Manager immer noch mit Attributen zu schmücken, die längst passé sein sollten ....

Besonders anschaulich und überzeugend finde ich dein Bild vom Boot:
Es zum Schaukeln zu bringen, aber nicht anbohren ...! Sehr treffend, da Stillstand auch niemanden weiterbringt.

Die Auswahl der ersten Führungsebene ist überlebenswichtig:
Leider werden dort die schlimmsten Luschen eingesetzt, weil sie 'pflegeleicht', 'kompromissbereit' und 'loyal' * sind ....
* [ich hasse das Wort, weil es ein Synonym für "Schleimer" ist - immer da genutzt, wo das drastischere Wort unangemessen erscheint oder der wahre Sachverhalt verschleiert werden soll!]
 

 hexa antwortete am Sa, 29. Dez, 11:25:
Lieber WvS...
wo jede Regung, jeder Vorschlag, jede Initiative kontrolliert und abgeschmettert wird wird es bald nichts dergleichen mehr geben!

Mir ist ja, intimer als allen anderen Mitlesern hier, bewußt, worauf Du genau abzielst. Und ich kenne sowohl die (alkoholverseuchte) Vogel-Strauß-Politik ehemaliger VLs, als auch die Angst einer gewissen VL, sich mit einem MA auseinanderzusetzen, der ihr standesmäßig und intellektuell zumindest ebenbürtig ist. Was da von ihrer Seite passiert ist, läßt sich doch nur mit aggressiver Angst vor dem eigenen Versagen beschreiben.
Ganz früher hieß es mal "divide et impera!" - teile und herrsche. Heute wird nur noch geherrscht, leider.

 

 wvs antwortete am Sa, 29. Dez, 13:49:
In der Tat ....
ist es so, daß Angst zu Aggression führt .... oder zu Flucht, mindestens biologisch, das sind Grundgesetzmäßigkeiten.

Da ich ja nicht mehr 'aktiver' Bestandteil des Geschehens bin gewinne ich Abstand zur Analyse - mindestens läßt sich so vielleicht andernorts, da, wo noch Interesse besteht etwas zu verbessern, die eine oder andere Kehrtwende initiieren .... das wäre doch eine schöne Ruhestandsaufgabe .... 

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06. Sep. 2008, 21:11
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