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Heute bekam ich ein hochglänzendes Promotion-Heft von Chrysler zugeschickt.
Das Übliche.
Zwischen den Zeilen steht:
Kaufen Sie unsere Fahrzeuge und Sie gehören dazu ....
Da werden hübsche Menschen bei angenehmen Freizeitaktivitäten gezeigt, meist solchen, die viel Geld kosten ....

Über den Sinn solcher Aussagen will ich hier nicht weiter sprechen.

Was ich am Ende des Heftes fand war allerdings selbst für einen gutmeinenden Kunden einfach nur ärgerlich:
Eine Liste der Standorte - so die Überschrift ....

In Wirklichkkeit war es eine Liste nach Händlernamen sortiert ....
ein totales Durcheinander, Kassel nach Leipzig, dazwischen Stetten und Viersen - und dann auch noch in 4 pt-Schrift, selbst mit Lesebrille schwer erkennbar ....

Könnte bitte 'mal jemand den bemühten Werbemenschen von Chrysler mitteilen, daß ihre Kundschaft nach Ortsnamen oder PLZ sucht, nicht nach Händlernamen - denn den wollen die Kunden ja gern erfahren ....

[arg]

Dazu schreibt hexa am Di, 18. Dez, 10:23:
Das Thema...
Autoverkäufer und Versicherungsagenten füllt ja schon einige Bücher. Ich bekam am vergangenen Wochenende Post von Jaguar. Vorausgegangen war eine Brochurenbestellung per Internet, in der ich darauf aufmerksam machte, dass das beworbene Fahrzeug, ein XF, nicht in der Liste der für eine Probefahrt reservierbaren Fahrzeuge steht. Daraufhin rief mich der hiesige Jaguarvertreter, der ja auch Chrysler vertreibt, an und erzählte mir, wann ich den XK probefahren könne. Auf meine Bemerkung hin, dass ich daran keinerlei Interesse habe (der Preisunterschied beträgt mal eben läppische 31.000 Euronen) schickte man mir einen XF-Prospekt mit Anschreiben "Ihre angeforderten Unterlagen zum Jaguar XK". Meinereiner rief dann dort an und fragte, ob der Unterschied zwischen XF und XK bekannt sei und ob ich davon ausgehen könne, kompetenet beim Kauf eines Fahrzeugs von immerhin gut 50.000 Geldeinheiten beraten zu werden. Kurze, prägnante Antwort: "Sie haben doch gar keine Wahl, wir sind hier alleinvertretungsberechtigt." Wunderbar. Ich muß also wohl umziehen. 

 wvs antwortete am Di, 18. Dez, 11:03:
Ich habe ja schon ....
manche freche, dumme und dreiste Anmerkung von Verkäufern gehört - aber das ist ja wohl die Höhe!

Es wäre zumindest interessant zu wissen, ob die, die das viele Werbegeld ausgeben um das Markenimage zu gestalten, von dergleichen Unverschämtheiten wissen .... 

 pathologe antwortete am Di, 18. Dez, 15:15:
Erinnert
mich ein wenig an die Geschichte von einem inzwischen verstorbenen Bekannten. Der ging in Jeans und T-Shirt in eine Niederlassung eines besternten Betriebes und wurde über eine Viertelstunde nicht bedient und geflissentlich ignoriert. Man ging ihm aus dem Weg. Nun, er verließ den Verkaufsraum, stieg draußen deutlich sichtbar in seinen Ferrari und fuhr von dannen. 

 hexa antwortete am Di, 18. Dez, 17:25:
Knast...
...ist das, was der ehemalige Geschäftsführer der oben angesprochenen Werkstatt aktuell als Heimatwohnsitz angibt.

@pathologe
unter Zeugen: mir ist das so bei BMW vor fünf Jahren ergangen. Dann habe ich Samstag nachmittags den Inhaber telefonisch erreicht und mit ihm über seine Verkäufer gesprochen. 45 Minuten später hatte ich ein Angebot sowie eine Flasche guten Sekts vor der Haustür stehen.
Das gleiche passierte dann vor einem Jahr bei Audi - leider kenne ich auch dort den Geschäftsführer ;-) aus alten Schultagen.
"Kleider machen Leute" der Spruch ist ja schon uralt. Nur dass ich, wenn ich etwas hochpreisiges kaufen will, mich nicht bemühen muss - das ist dann schon Aufgabe der anderen Seite. Was viele Schnösel in ihren 180€ Billig-Anzügen aber immer noch nicht kapiert haben. 

 wvs antwortete am Di, 18. Dez, 17:51:
@ pathologe
Die Geschichte kommt mir sehr bekannt vor - Hexa hat ja auch schon ähnliches berichtet - und ein uns beiden bekannter Herr mit zwei Hunden hatte ähnliche Erfahrungen.
Nur der beließ es nicht dabei einfach wieder zu gehen, der hat die Verkaufsmannschaft - via Geschäftsführer - so aufgemischt, daß sie ihn jedesmal wenn er nur in die Nähe des Verkaufsraumes kam gleich zu zweit 'hofiert' haben ....

@ Hexa
Mir ist in HH bei Volvo so etwas passiert:
Ich fürchtete, die Automatik sei defekt, vielleicht auch die Elektronik, weil der Wagen immer an Kreuzungen - ohne daß ich etwas tat - kleine 'Sprünge' vorwärts machte .... meine Werkstatt in Schleswig hatte Bedenken wegen der Strecke dorthin und empfahl gleich in HH zu einer Volvo-Werkstatt zu gehen.
Dort saßen an fünf Schreibtischen vier Werkstattmeister - alle über Papiere gebeugt - und keiner von denen sprach mich an, zwei haben nicht 'mal den Gruß erwiedert. Das habe ich mir 10 Minuten angesehen, und dann bin ich in die erste Etage - alle Büros zum Verkauf hin verglast - und habe nach dem Geschäftsführer gesucht. Den habe ich angesprochen und bevor ich noch ganz zu Ende war stand er schon in der Tür und orderte per Zuruf alle vier Herren nach oben .... um es kurz zu machen:
Nach weiteren 15 Minuten verließ ich mit repariertem Auto das Gelände. Gekostet hat es nichts, das sei, so sprach der Übergebende, "Service des Hauses" .... na bitte, geht doch! 

 hexa antwortete am Mi, 19. Dez, 23:49:
ja - nur ...
...ich bin mittlerweile Meister im vor-die-Schienbein-Treten bei solchen Angelegenheiten. Ich meistere das wirklich souverän - nur - warum muss es soweit kommen? Wozu haben diese Pfeifen mehrmals im Jahr Verkaufsschulungen etc., wenn sie nicht in der Lage sind, auf ihre Kunden einzugehen. Was fehlt, ist eine gewisse Grundhöflichkeit, wie ich sie vorzugsweise aus Frankreich und auch aus den USA her kenne. Es kostet nichts, freundlich zu sein. Was aber hier in Germania sich noch nicht erschöpfend herumgesprochen hat. 

 wvs antwortete am Do, 20. Dez, 00:29:
Nach meinem Eindruck ....
liegt das daran, daß es an Erziehung mangelt:
Kinder werden meist völlig ohne Grenzen gelassen, weil es natürlich unbequem ist, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und die Einhaltung bestimmter Regeln zu fordern .... noch schlimmer sind allerdings solche Fälle, in denen zwar Grenzen aufgezeigt und gesetzt werden - dann aber keine Kontrolle da ist, ob sich die Kinder auch entsprechend verhalten ....

Solche Kinder werden zu unhöflichen Erwachsenen weil sie eine maßlose Selbstüberschätzung haben .... 
   




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23. Jul. 2008, 14:24
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