Bekanntlich trägt ja der Teufel PRADA .... Frau Miuccia Prada (58), Chefin, hat es schon mit dem Film-Sponsoring (s.o.) versucht - mehr oder vor allem weniger erfolgreich, nun meldet sie sich als Moralapostel zu Wort:
Sie rät jungen Frauen, sich nicht zu entblößen, sondern elegant bekleidet auf die Jagd nach Partnern zu gehen - weil "halbnackt" und "dress for sex" abstoßend, geschickte Hervorhebung der Reize (!) dagegen einnehmend & Begehren erweckend wirken ....
Was verkauft die Frau Prada?
Elegante - aber hoffnungslos überteuerte - Damenoberbekleidung ....
Wenn ich ein solches Geschäft zu leiten hätte würde ich auch genau diese Botschaft streuen .... einSchelm Teufel, wer Böses dabei denkt!
Sie rät jungen Frauen, sich nicht zu entblößen, sondern elegant bekleidet auf die Jagd nach Partnern zu gehen - weil "halbnackt" und "dress for sex" abstoßend, geschickte Hervorhebung der Reize (!) dagegen einnehmend & Begehren erweckend wirken ....
Was verkauft die Frau Prada?
Elegante - aber hoffnungslos überteuerte - Damenoberbekleidung ....
Wenn ich ein solches Geschäft zu leiten hätte würde ich auch genau diese Botschaft streuen .... ein
► Antwort
wvs antwortete am Sa, 8. Dez, 10:04:
Eine außerordentlich interessante ....
Überlegung - und das nach 50, na, sagen wir 40 Jahren Alice Schwarzer ...! ;-)
chaetzle antwortete am Sa, 8. Dez, 10:37:
wvs antwortete am Sa, 8. Dez, 11:07:
Seit vielen Jahren ....
vertrete ich die Meinung, daß z.B. in den U.S.A. eine Heirat als "Geschäft" gesehen wird:Kaufst Du mir einen Brilliantring (Mindestgröße und Mindestwert je nach sozialem Status gestaffelt), dann lasse ich mich darauf ein Deine Kinder zu bekommen .... ich hatte das 'mal in einem amerikanischen Weblog etwas drastischer gesagt, das verkneife ich mir hier lieber ....
Bei uns ist doch - neuerdings - eher die Tendenz:
Ich lebe mit Dir zusammen solange ich Lust (!) und Laune habe, aber wenn es schwierig wird, dann bin ich ja durch eigenen Beruf soweit finanziell unabhängig, daß ich mich jederzeit absetzen kann ....
Das "Freiheit für Geld eintauschen" ist zwar aus meiner Sicht vom Zusammmenhang her nicht unbedingt zu 'halten', es wird aber bestimmt eine große Zahl williger Frauen geben, die diese eher traditionelle Sicht für sich selbst als erstrebenswert sehen ....
wvs antwortete am Sa, 8. Dez, 11:10:
PS
Nur damit kein falscher Eindruck entsteht:Ich bin ein Verfechter von lebenslangem Ehebund - aber auch nah genug an der Wirklichkeit um zu erkennen, daß diese Forderung längst vom "Zeitgeist" überrollt ist ....
Zudem könnte ich biologisch argumentieren:
Wir sind - evolutionsbedingt - geschlechtsspezifisch begabt, das ergibt sich z.B. schon aus der Rolle der Urmenschen, von denen wir in Wirklichkeit nicht sehr weit fortentwickelt sind - da waren die Frauen für Kinder und Höhle, die Männer für die Jagd verantwortlich ....
(Um auch hier Mißverständnissen vorzubeugen: Es ist dadurch keinesfalls eine Miß- oder Minderachtung von Frauen ausgedrückt, nur dürfen wir m.E. nicht unsere biologische Herkunft zu leugnen versuchen - das gerade führt doch zu vielen psychosomatischen Störungen ...! Sich von seiner Grundanlage zu entfernen, ja gegen sie zu handeln, muß zu Problemen - auch gesundheitlichen Problemen führen!)
hexa antwortete am Sa, 8. Dez, 11:13:
Reize...
...müssen erstmal vorhanden sein. Nieman(n)d wird mit einer Frau ausgehen, die Pickel auf der Nase hat, aber ein 3.000€ Kleidchen von Chanel trägt (sorry für den zugegebenerweise heftigen Vergleich).Aber die Sätze von chaetzle erstaunen mich zum Zeitpunkt von A.S. 65. Geburtstag doch ein wenig. Geht's tatsächlich nur um die Versorgergeschichte? Oder provokatief (ohne nahe treten zu wollen, bitte!): Beine breit - Wünsche werden erfüllt?
Mich interessiert einfach, ob Zwischenmenschlichkeit im Alltag tatsächlich so trivial abläuft. Dass es im beruflichen Umfeld vielerortens so abgeht, und zwar von beiden Seiten; gut, da mache ich mir keinerlei Illusion mehr.
wvs antwortete am Sa, 8. Dez, 11:22:
@ Hexa
Genau die von Dir gewählte Form der Beschreibung hatte ich in einem U.S.-Weblog gewählt - und wurde rauskomplimentiert.Die Wahrheit ist für Viele nicht erträglich - man umschreibt es mit wohltönenden Worten und deckt es mit Blumenduft (manchmal 'aus der Dose') und Haus- und Heimverschönerung zu ....
Ketzerisch:
Ich kenne eine Reihe von Männern, denen
So nach dem Motto:
Pickel sind vorübergehend, Warzen auch, es bleiben die 'inneren Werte' - ha, ha, auch hier wieder eine nette Umschreibung für die Finanzen im Hintergrund ....
chaetzle antwortete am Sa, 8. Dez, 15:50:
Dass eine Frau Versorgung wünscht: ich denke, im tiefsten Inneren ist das bei vielen tatsächlich so. Trotz A.S. (die Gene?!)
Ich hatte vor einiigen Jahren eine "beste Freundin", die von den Eltern sehr verwöhnt war: Designerkleider, Cabrio zum 18. Geb., - alles wurde Madame erfüllt. Zudem war sie eine sehr gutaussehende Frau (wir waren damals so Anfang/Mitte 20). Sie war also einen gewissen Lebensstandard gewohnt (obwohl die Eltern Normalverdiener waren). Sie hat nie etwas eigenes Zustande gebracht: Schule abgebrochen, Ausbildung als Zahnarzthelferin mit Mitte Zwanzig begonnen, ob sie diese beendet hat, weiss ich nicht. Wir sind damals jedes Wochenende in Baden-Baden in die sagen wir "besseren" Discos, Clubs etc. (von ihr ausgehend) , damit sie einen Mann angeln konnte, der reich genug war, um sie zu finanzieren. Und tatsächlich: heute ist sie mit einem Mann verheiratet, der Millionär ist. Zwar 20 Jahre älter, aber auf so was guckt Frau dann auch nicht. Ihre Worte zu mir,als sie ihn damals kennenlernte: "ich nehm mit, was geht, geniesse die Zeit, wenns vorbei ist, ists vorbei." Immerhin haben sie Jahre später geheiratet... Sie arbeitet heute nichts mehr - sie ist Hausfrau und Hundemami. Aber ich glaube, so gaz zufrieden ist sie nicht- das kam bei einer Mail zwischen den Zeilen durch.
wvs antwortete am Sa, 8. Dez, 16:24:
@ chaetzle
" .. Wenn ich mich auf einen Mann verlassen müsste, würde ich schon längst unter einer Brücke schlafen .. " - klingt sehr stark, aber das glaube ich so nicht: Denn wenn es so stimmte ließe das nur den Schluß zu, Sie seien nicht in der Lage den 'richtigen' Mann auszusuchen .... *fg* - Aber ich nehme an, diese Aussage sollte nur die Ernsthaftigkeit ihres Willens zur Selbstversorgung unterstreichen ....
Was nun die Bekannte mit älterem Mann+Geld angeht:
Sie wird wahrscheinlich immer an den Tag denken, an dem er aus dem Leben scheidet und von wo an sie selbst bestimmen kann, wem sie sich hingeben will:
Ein trauriges Leben, sehr traurig ....
Die 'lebenslange Partnerschaft' ist nur deswegen für Viele eine Fiktion, weil sie nicht mehr in der Lage sind Kompromisse einzugehen - es funktioniert aber nur mit Kompromissen, glauben Sie mir, ich bin gut 30 Jahre verheiratet - eine Seltenheit in dieser Zeit, um mich herum nur zweit- und dritt- oder überhaupt nicht mehr verheiratete Menschen .... da kommt selbst der Beständigste ins Grübeln ...!
Nein, ich hatte Sie nicht mißverstanden.
Ich habe einfach einen Standpunkt - ganz allgemein - eingenommen und von da aus argumentiert ....
Dazu schreibt delfftcom am Sa, 8. Dez, 12:29:
Schwer
Ich tu mich schwer mit allem, auch mit meinem ersten Kommentar. Zufällig auf die Euren gestoßen. Das interessiert mich. Ich habe ja ein Buch darüber geschrieben WIE eine Frau heute sein kann. Wie sie überleben kann. Auf den Waschzettel habe ich geschrieben: "Gefangene ihrer Kondition, versuchen die Frauen einen neuen Weg in die Mitmenschlichkeit und, der Sünde zu trotzen, stellen sie sich dem Sex, diesem Vakuum, das ihnen zugeteilt wurde und das für sie zu füllen ist. Sie sagen, seht genau hin, wir wissen auch nicht wer wir sind, wir wollen auch transzendieren, doch noch immer sind wir nur die Hälfte und welche Mittel haben wir?" In einer romanhaften Studie stellt eine Frau sich Fragen, überlegt, sie will herausfinden, warum sie einen alkoholsüchtigen Journalisten geheiratet hat....Dieses Buch kann man auf Internet lesen, frei, unter www.delfft.com
Und Klamotten und Feminismus kommt auch darin vor. Nicht leicht etwas Definitives darüber zu sagen. Und Frau Schwarzer kann sich so viele Prada anziehen wie sie will, sie sieht doch nie anders aus.
► Antwort
hexa antwortete am Sa, 8. Dez, 13:20:
Also...
... mal abgesehen davon, dass diese Form der Website-Werbung bei mir auf Stirnrunzeln stößt bzw. in meinem Blog sicherlich editiert würde: geht es nun um diese rudimentäre Frage des Sexismus, geht es um die Alkoholsucht innerhalb einer Partnerschaft, geht es um "Klamotten" oder geht es um "Feminismus" (was ist das eigentlich?). Wieso stecken Frauen in einem Vakuum in Bezug auf Sex? Ich kenne eine Menge Frauen, die dermaßen SPASS und FREUDE am Sex haben, dass man da kaum von Vakuum sprechen kann, eher von Befreiung und/oder auch Macht. Und wo bitte ist da die Sünde?
Du als Autor solltes etwas Definitives zu Deinem Buch sagen können. Entschuldige, wenn ich jetzt so offensiv schreibe, aber irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Geschichte nicht zu Ende gedacht ist.
Dazu schreibt la-mamma am Sa, 8. Dez, 13:54:
zurück zur ersten aussage,
prada ist sicher nicht nur mir zu teuer, und seit ich das sehr lesenswerte buch gomorrha von herrn saviano gelesen hab (in dem ein langes kapitel den verstrickungen der camorra in die modebranche gewidmet ist), tät ich am liebsten mein gewand nur mehr selber nähen ...
► Antwort
Dazu schreibt wvs am Sa, 8. Dez, 15:06:
@ delfftcom
Ganz abgesehen von der Tatsache, daß ich dem Herrn Hexa in Hinblick auf das Stichwort "Werbung" zustimme will ich 'mal den Beitrag so stehen lassen wie er da steht und bitte lediglich darum, nächstens präzise zur Sache zu diskutieren - einen Link (wenn er denn das Layout hier nicht sprengt,siehe dieses Muster => LINK) kann ich auch akzeptieren, denn irgendwie brennt es in jede/-r/-m Autor/-in/-en ihr/sein Werk unter die Augen der Leser/-innen zu bringen .... Was den sonstigen Inhalt des Beitrags angeht kann ich wiederum Herrn Hexa nur zustimmen:
Etwas wirr, wo ist die Struktur? Frauen sind nicht Objekt von Natur aus, sie werden zu Objekten, wenn sie sich nicht durch andere Leistungen als 'Sex bieten' und 'Kinder bekommen' definieren .... das wiederum hat aber nichts mit der Gesellschaft, sondern sehr viel mit Persönlichkeit zu tun: Jede Frau hat - so wie jeder Mann - heute die Wahl, was sie aus sich machen will ....
Und selbst wenn eine Frau für sich entscheidet 'Sex gegen Versorgung' zu bieten und auch dem 'Kinder bekommen' positiv gegenübersteht ist sie nicht schon deswegen eine schlechtere Person: Das wird sie erst, wenn sie alleine den Nutzen aus der Verbindung zu haben trachtet ...!
Das ändert aber nichts an meiner These, daß - rein biologisch betrachtet - eine bestimmte Rollenverteilung auch in der Genetik des Geschlechts vorgegeben ist. Frauen können daher keine "besseren" Männer sein - und umgekehrt!
*edit*
Ich habe nun in der Zwischenzeit ein wenig in dem Text ihres Buches "quergelesen" - nun verstehe ich schon besser, aus welchen Tiefen die Anmerkungen geschöpft sind .... gerade daher - Sie sind doch 'stark'! - verstehe ich nicht, wieso Sie sich als so 'abhängig' empfinden ....
► Antwort
Dazu schreibt wvs am Sa, 8. Dez, 15:18:
@ la-mamma
Dankenswerterweise schreibst Du ja was da - vermutlich in viel größerem Umfang als in dem genannten Buch angesprochen - im Hintergrund abläuft:Es wäre doch sehr verwunderlich, ja weltfremd, zu glauben, daß ausgerechnet auf dem Feld der Mode - da sind immer große Summen im Spiel und es eignet sich prächtig für die Geldwäsche - keine mafiösen Strukturen herrschten ....
Wir Männer haben es hinsichtlich des 'outfits' doch leichter:
Von uns erwartet niemand, an einem 'Geschäftstag' morgens so, mittags anders und abends wieder neu gewandet zu erscheinen ....
*edit*
Eine Alternative zu fertiger Mode ist sicher, sich der immer (noch?) vorhandenen Obhut von Schneider/-inne/-n zu bedienen. Das ist preiswerter als man denkt - und die entstehenden Stücke sind bestimmt 'Unikate' - das ist doch auch so eine Phobie, unter der meist Frauen leiden .... mir wäre es z.B. völlig wurscht, ob neben mir ein Mann im gleichen Anzug steht - ganz im Gegenteil, da könnte ich von einer grundsätzlich ähnlichen Geschmacks- und Qualitätsauffassung ausgehen ....
► Antwort
la-mamma antwortete am Sa, 8. Dez, 21:31:
*lach* - erwischt
ich hab mir sogar schon sachen maßschneidern lassen. darauf bin ich zwar nur wegen der "nicht-norm-größe" meines ex gekommen - und du hast recht: es war überraschend billig für das, was ich bekommen habe!und ernster: geldwäsche sowieso, aber auch eine menge fakes, wo quasi gleich von denselben leuten, die die originale produzieren, die fakes hergestellt werden - die dann halt auf anderen vertriebskanälen quasi von den originalen ununterscheidbare fakes sind ... vedienen tun jedenfalls immer die falschen daran ...
wvs antwortete am Sa, 8. Dez, 22:40:
Und ich Schaf ....
dachte immer: Die kaufen ein Exemplar und kopieren es dann ....
Also wird das Publikum mit den "Originalen" in den einschlägigen Blättern 'angeheizt' und dann werden über Umwege die 'fakes' auf den Markt geworfen?
(Ähnlich geht es mit der Fremdproduktion von Arzneimitteln, da werden bestimmte Mengen der Wirk- und Hilfsstoffe gekauft - offiziell nur das, was für einen bestimmten Auftraggeber in Lohnfertigung produziert werden soll - inoffiziell läuft das Band dann mit den Überschußmengen weiter:
Die werden als "Ausschuß" deklariert und 'verschwinden' mehr oder weniger 'heimlich' ....)
la-mamma antwortete am Mo, 10. Dez, 00:20:
ist anscheinend ein sehr ähnliches system...
er schreibt von "hervorragend qualifizierten arbeitskräften, die jahrzehntelang für die haute couture (und auch da schon schwarz) gearbeitet hatten und einfach von den clans übernommen wurden... die gleichen materialien, direkt auf dem chines. markt gekauft ... untadelige markenetiketten ..." und dass die italienischen modemarken erst dann dagegen protestierten, als die anti-mafia-kommission schon eine menge aufgedeckt hatte ..
wvs antwortete am Mo, 10. Dez, 01:16:
Wie einfach es ist, ....
Markenetiketten zu fälschen bzw. nur geringfügig zu verfremden, damit sie echt aussehen, es aber nicht sind, das habe ich schon vor mehr als 40 Jahren bei meiner Mutter gesehen*: Zunächst beschränkte sie sich darauf, aus Gebraucht-Kleidern die Etiketten herauszutrennen und an neu erworbene Teile zu nähen, später hat sie sich dann solche Etiketten machen lassen - und noch Eins draufgesetzt, indem sie diese 'personalisieren', also mit ihren Initialen versehen ließ .... ich erinnere mich noch gut, wie Viele sich täuschen ließen, der schöne Schein - stets eine Verlockung für einfältige Seelen .... und das ist mehr geworden, weil
* nur zum eigenen Gebrauch!


Dazu schreibt chaetzle am Sa, 8. Dez, 08:25: