Noam Chomsky und was denkt er?
Vordergründig (ist er) ein weltberühmter Literaturwissenschaftler aus Cambridge, Massachussetts, in "Zweitfunktion" so etwas wie ein "intellektuelles Gewissen", der - anders als Michael Moore ein Meister der Diktion und der leisen Töne - den Verantwortlichen rund um die Welt, alleine durch Vorträge, das Fürchten beibringt.
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Vordergründig (ist er) ein weltberühmter Literaturwissenschaftler aus Cambridge, Massachussetts, in "Zweitfunktion" so etwas wie ein "intellektuelles Gewissen", der - anders als Michael Moore ein Meister der Diktion und der leisen Töne - den Verantwortlichen rund um die Welt, alleine durch Vorträge, das Fürchten beibringt.
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wer er ist, weiß ich genau,
schließlich hab ich sein wohl in zweitfunktion geschriebenes buch jetzt sicher schon drei monate am nachtkasterl stehen. für die zweite frage wäre es vielleicht hilfreich, auch einmal darin zu lesen;-) danke für die motivation!
► Antwort
wvs antwortete am Do, 29. Nov, 22:03:
Bitte ....
stets zu Diensten ....Ich habe viele seiner Kurzvorträge auf NPR in U.S.A. gehört:
'highlight' jeder Autofahrt
- und die können dort ja mehrere Tage dauern ....
Dazu schreibt morgiane am Do, 29. Nov, 22:15:
Und ich bin der Ansicht, dass die Welt die lauten und die leisen Töne braucht, ein reißerischer Moore, der Die Menschen zum leisen Chomsky führt...ist doch eine schöne Vorstellung...
► Antwort
wvs antwortete am Do, 29. Nov, 23:01:
Geht man ....
davon aus, daß es eine Verteilung der Aufmerksamkeit von Menschen zwischen den beiden Extremen gibt, so ist dieser Ansatz bestimmt korrekt .... ich gehe bei der Betrachtung aber eher von meiner Präferenz aus - und da ist "leise" meine unangefochtene Wahl ....
morgiane antwortete am Do, 29. Nov, 23:37:
Die Wahl der Mittel
kann man getrost kritisieren und hinterfragen, bin um jeden dankbar, der sich des sapere aude erinnert. Nur erreichen Moore und andere Krawallmacher auch die blökende Herde, die friedlich das Gras der Verdummung fressen...und wenn die dann Appetit auf feine Kräuter und Spezereien bekommen, dann kann ich zwar seine Methoden nicht gut heißen, aber manchmal heiligt der Zweck wirklich die Mittel.Und ich wünsche mir so manches Mal einen großen Hammer oder den Nürnberger Trichter, um die amorphe Masse in Wallung zu bringen..
Aber weil ich Gewalt verabscheue, vertraue ich auf die Macht des Wortes...
wvs antwortete am Fr, 30. Nov, 00:06:
So ausgeführt ....
bin ich schon einverstanden:Es gibt eine Vielzahl von sehr einfach strukturierten Menschen, die eine eher drastische Ansprache brauchen - weil sie andere Töne nicht verstehen .... ich sehe, wir sind in der grundsätzlichen Einschätzung nicht sehr weit auseinander ....
the white lake knight antwortete am Fr, 30. Nov, 00:22:
bedenklich
Hier wird suggeriert, dass Moore das Denken der einfach strukturierten Leute anfacht. Doch in den Filmchen von Herrn Moore ist das Gegenteil der Fall. Er bedient massenweise billige Klischees und Vorurteile, er fälscht und dies nicht, um der Sache zu dienen, die er anspricht, sondern um des Ruhmes und des Geldes willen, für sich. Und das ist in den USA bekannt, hier in Europa und D scheinbar weniger. Und eines noch, selbst wenn die blökende Schafherde einmal etwas lauter angeblökt wird und sich bewegt, so heißt das noch lange nicht, dass da auf einmal denkende Wesen (noch gar selbstständig denkende Wesen) sind. Sie ziehen nur zu neuen Weidegründen und bewegen die Kiefer schneller.
wvs antwortete am Fr, 30. Nov, 00:29:
@ den edlen Herrn Ritter ....
gemach, Herr Gevatter, Dein Standpunkt ist ja nicht in Frage gestellt:Die Methode ist brachial - richtig
Die Methode ist erfolgreich - richtig
Der Autor ist von zweifelhaftem Ruf - richtig
Seine Methoden sind zweifelhaft - richtig
Menschen fangen an über bestimmte Themen (nach-) zu denken - richtig
Siehst Du, das unter dem Strich ist es, worauf es ankommt ...!
morgiane antwortete am Fr, 30. Nov, 00:57:
werter Ritter
Es ist nicht leicht, aber leicht hats einen...Und danke wvs, dass ihr mir beherzt zur Seite eilt, aber die Maid erkennt ihren Irrtum und relativiert ihre Äußerung.
Die Wahl der Mittel ist tatsächlich nicht unumstritten und selbst mich beschleicht ein dumpfes Gefühl von Propaganda beim sehen von Bowling for Columbine oder 9/11, die Lektüre von stupid white man war gut aufbereitete schnelle Kost.
Und um jetzt auf die schöne Nackte zurück zu kommen: Manchmal darf es Fast Food sein und manchmal muß Zeit genug sein um der Nackten im Heimsolarium ein krosses, köstliches Gewand zu verpassen, dessen Geschmack den Gaumen kitzelt...
Und wenn unterm Strich mehr neugierige, forschende, sinnenfreudige bleiben...um so besser!
Guten Appetit! Genieße Chomsky am besten im Original, weil die deutschen Übersetzungen in den elaborierten Sprachcode verfallen, der so vielen die Lektüre vergällt.
Und den Link habe ich mit Wonne registriert und werde mir in Ruhe anhören, was so über den Äther ging...
the white lake knight antwortete am Fr, 30. Nov, 01:08:
*lach*
Fein, alle noch wach zu streiten in so feiner Weise. Es dünkt mich letztendlich irgendwie doch so, dass alle, die über die Themen in den Filmen von Herrn Moore nachdenken, dies auch ohne den rüden Propagandaton und seine Fälschereien und Ferkeleien tun und tun würden und so eher abgestoßen sind.
Und mein Urteil über die Denkfähigkeit oder die Aktivierungs- möglichkeiten derselbigen bei der breite Masse mag ich gern zum Positiven wenden lassen, allein mir fehlt nicht nur der Glaube, auch die Erfahrungen und die Realitäten gerade hier im Steinmeer
belehren mich immer wieder, dass es vergebens ist.
wvs antwortete am Fr, 30. Nov, 01:47:
@ den edlen Herrn Ritter ....
ich bemühe hier wieder einmal die - bei mir ach so beliebte - Gauss'sche Verteilung, nach der bei gut 33% der Bevölkerung sowieso keine intellektuelle Leistung erwartet werden kann .... die verbleibenden ca. 66% setzen sich aus den hochintelligenten zu ca. 15% und Wäre es möglich, daß im Steinmeer eine Zusammenballung der zuallererst genannten Gruppe zu finden ist? Ritter und Gefolge natürlich ausgenommen ....
Dazu schreibt hexa am Do, 29. Nov, 22:33:
Kurze Frage bitte
Vor einigen Monaten habe ichProfit over People (<- amazon-Link) und
The Abuse of Power and the Assault on Democracy gelesen. Das war interessant, hat mich aber nicht tatsächlich vom Stuhl gerissen. Welche anderen Bücher sind denn der werten Meinung der anwesenden Mitleser lesenswert?
► Antwort
wvs antwortete am Do, 29. Nov, 23:03:
Es sind ....
aus meiner Sicht nicht so sehr die Bücher - das ist stellenweise eher "langatmig" und daher schwer dranzubleiben .... ich empfehle die kurzen Passagen, die bei NPR auch als Tondokument herunterzuladen sind ....
Dazu schreibt the white lake knight am Do, 29. Nov, 22:45:
Chomsky & Moore
Wohl kaum gegensätzlicher, diese beiden Meister des Wortes. Herr Chomsky ist mir jetzt bereits mehrmals über den Weg gelaufen und steht auf der Liste, ihn endlich näher zu belesen und mehr zu erfahren. Empfehlung, womit ich beginnen sollte?Herr Moore ist bei mir bis in die Steinzeit durch. Er fälscht und faked in seinen Filme und behandelt seine Mitarbeiter wie dreckige Leibeigene, er ist in keiner Weise kritikfähig. Er ist für mich so ein Kaliber wie Herr A. Gore. Tatsachen benutzen, aufbauschen, verdrehen, verfälschen, und alles, um sich selbst ins Rampenlicht zu schieben. Mag vielleicht hart klingen, aber das was ich von ihm gesehen habe, reicht mir aus. Nicht mehr mit mir, Herr Moore.
► Antwort
wvs antwortete am Do, 29. Nov, 23:10:
Hinsichtlich der Einschätzung ....
zu Moore liegen wir nicht weit auseinander .... siehe dazu auch meine Antwort an morgiane;In Bezug auf Chomsky verweise ich auf meine Antwort an Hexa - für einen Einstieg ist es vielleicht interessant mit seiner Vorlesungsreise in Indien zu beginnen und von da aus weiterzusuchen ....
Dazu schreibt merulae am Sa, 1. Dez, 17:34:
► Antwort
wvs antwortete am Sa, 1. Dez, 17:52:
Danke ....
diese Diskussion habe ich schon einmal gehabt, weil ich es aber vergessen hatte ist doch wieder ein Literaturwissenschftler Chomsky herausgekommen ....Zusätzlich, für diejenigen Leser, die es ganz genau wissen wollen:
" .. grete.siebenschein antwortete am So, 24. Okt, 19:13:
literaturwissenschaftler beschäftigen sich mit literatur, mit romanen, dramen, gedichten, kurzgeschichten usw. mit gattungen, zeitaltern, interpretationen, etc.
linguisten beschäftigen sich mit sprache. woraus sie besteht (laute, wörter, endungen, ...), und wie sich diese bestandteile zusammensetzen. sie betreiben forschung über grammatik.
und noam chomsky ist der obergrammatiker. .. "
[Quelle]


Dazu schreibt la-mamma am Do, 29. Nov, 21:55: