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Dazu schreibt kepkezkem am Fr, 12. Okt, 00:28:
ich kann mir nicht vorstellen, wie das leben als 50-jährige ist..
oder das leben mit 30 und kind
ich bin 22 - um 7 wird aufgestanden, fertig gemacht, um 8 auf den weg in die arbeit. um 9 beginnen. bis 19 oder 20h. um 20-21h daheim sein. 3-4 stunden noch vorm pc sitzen oder dinge daheim erledigen. schlafen gehen. um 7 wird aufgestanden, fertig gemacht, um 8........
klar gibts auch freie tage dazwischen - aber manchmal 5 oder 6 tage so durchmachen.... kind, fixes hobby (wenn dann nur sonntags)? - keine zeit. muss selbst existieren - einige stunden hab ich ja täglich dafür
im handel zu arbeiten hat da eben so seine nachteile. wenn sie nun (zur em zb) auch schon die sonntagsöffnung genehmigt haben und sich auch weiterhin alle für längere öffnungszeiten einsetzen - gute nacht und machs gut, oh du mein leben. ich werde dich vermissen, aber ich habe keine zeit mehr, mit dir abzuhängen.


ps.: ich kenne leute, denen es schon hoch anzurechnen ist,, gleichzeitig zu sitzen und zu atmen... muss man ja auch erst koordinieren 

 wvs antwortete am Fr, 12. Okt, 01:02:
Sich vorzustellen ....
wie das eigene Leben in vielen Jahrzehnten aussehen wird ist bestimmt nicht einfach - ich selbst hatte aber bestimmte Vorstellungen davon, wie ich es gern haben wollte .... wie es in dem Chinesischen Sprichwort heißt: "Wenn Du eine Reise unternehmen willst mußt Du den ersten Schritt tun." Daraus abgeleitet meine ich, daß man schon eine Zielvorstellung entwickeln sollte - ganz unabhängig von der derzeitigen Situation - um dann in kleinen Schritten in die Richtung zu gehen, die auf das spätere Ziel hin ausgerichtet sind .... ohne Ziel also kein eigenbestimmtes Leben ....

Wenn deine Branche solche Anforderungen stellt sehe ich nur zwei Möglichkeiten: Entweder raus und etwas anderes anfangen, oder in dieser Branche den Aufstieg planen - schlimmer als jetzt kann es da mit der Arbeitszeit nicht mehr werden, höchstens besser dadurch, daß man nach Aufstieg zunehmend mehr selbst bestimmen kann, z.B. wann die eigene Anwesenheit unabdingbar ist und wann eben nicht - das schafft Freiraum ....

Daß es viele träge und/oder unbewegliche Menschen gibt ist unbestritten - nur sind ja gerade die kein gutes Beispiel .... vor allem kein Beispiel, an dem man sich orientieren sollte ....

Abschließend noch die Antwort auf die Frage ob ich es geschafft habe dahin zu kommen, wohin ich wollte: Jein - zwar ist meine Situation finanziell 'ok', aber die Tätigkeit an einer Hochschule, die ich gern länger ausgeübt hätte, dauerte nur ein paar Jahre ('99-'02) .... allerdings waren für die Beendigung die veränderten Bedingungen nach 9/11 in den U.S.A. verantwortlich, sonst säße ich wahrscheinlich nicht hier sondern dort .... das Kapitel ist abgeschlossen, ich trauere ihm nicht nach, denn mittlerweile bin ich in einem Alter, in dem man sowieso ans Aufhören denkt .... 

Titel:

Text:

 


   




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21. Aug. 2008, 11:28
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