unfähige Mitarbeiter sich als "zu Höherem geeignet" andienen ist das entschuldbar, denn sie sind ja nicht in der Lage sich selbst kritisch zu sehen und distanziert zu beurteilen wozu sie geeignet sind
- und wozu eben nicht ....
Wenn sie dann allerdings tatsächlich "befördert" werden wird es kritisch:
*(Natürlich auch weil zudem der - vielgepriesene - "Aufschwung" in Wirklichkeit nicht existiert ....)
[dtg]
- und wozu eben nicht ....
Wenn sie dann allerdings tatsächlich "befördert" werden wird es kritisch:
- Erstens, weil die Auswählenden offensichtlich selbst unfähig sind.
- Zweitens, weil sich so die Gefährdung eines Unternehmens potenziert.
*(Natürlich auch weil zudem der - vielgepriesene - "Aufschwung" in Wirklichkeit nicht existiert ....)
[dtg]
Selbstkritik ist in der Tat etwas, dass nicht leicht fällt. Fehlt Selbstkritik kommt es leicht zu Selbstüberschätzung. Aber ist Selbstüberschätzung an sich schon schlecht? Oder kann es auch helfen, sich zu verbessern, weil man sich an Aufgaben wagt, die schwerer sind als solche, die man wählen würde, wenn man sich selbst perfekt einschätzen könnte?
Auf der anderen Seite: Wenn ein ganzer Betrieb daran hängt, dann ist das nicht ganz so gut...Dann ist es schwierig in der Selbstüberschätzung einen Wert an sich zu sehen.
Etwas konfus, aber einfach mal so zusammengedacht.
Liebe Grüße,
Lady Sunflower
► Antwort
wvs antwortete am Mi, 3. Okt, 00:50:
Nicht zu konfus ....
um es auseinanderzusortieren .... Selbstkritik erfordert einen wahrhaftigen Umgang mit eigenen Stärken - und Schwächen .... vor allem den Schwächen. Man muß sich klar machen, wie man diese Schwächen entweder abbaut oder zumindest durch Zusammenarbeit mit anderen Menschen kompensiert .... beide Varianten erfordern Offenheit - deswegen gelingt es so selten ....
Selbstüberschätzung zeugt m.E. von mangelnder Intelligenz.
Sich an Herausforderungen zu wagen ist nicht Selbstüberschätzung, sondern Mut, Mut an Grenzen zu stoßen - ausgestattet mit realistisch eingeschätzten eigenen Fertigkeiten bleibt in diesen Herausforderungen nur ein kleines Quentchen Unabwägbares .... wie oft im Leben braucht man Glück und Unterstützung durch Vorgesetzte/Untergebene, dann sind auch schwierige Aufgaben lösbar ....
Dazu schreibt the white lake knight am Mi, 3. Okt, 22:59:
Das Peter-Prinzip schimmert hier durch
Das hat mich im Zusammenhang mit einem Buch inspiriert zu einem Beitrag, der 0.30 Uhr erscheint und die Verbindung von Herrn wvs zu Albert Einstein herstellt. Ha, wir können was, gell. Erst die Mauer weg und dann den Albert Einstein herzaubern. Morgen früh 0:30 Uhr.
► Antwort
wvs antwortete am Mi, 3. Okt, 23:23:
Als ob es Gedankenübertragung wäre ....
habe ich eine Kopie eines Aufsatzes zum "Peter-Prinzip" hier eingestellt .... Ich bin aber nicht sicher, ob ich den angekündigten Beitrag noch sehen werde - zumindest heute ....
Dazu schreibt steppenhund am Do, 4. Okt, 00:30:
Der Text, wie er weiter unten steht, ...
hat eine große Schwäche. In einigen Absätzen ist er so formuliert, als wolle er bewusst überzeichnen. Das ist allerdings nicht der Fall. Die Analyse ist viel realer, als sie selbst durch die vermeintlichen Übersteigerungen vorzugeben scheint.Allerdings fehlen die Beispiele, wo auch innerhalb einer Hierarchie die Menschen richtig eingesetzt sind.
Da gab es zum gleichen Zeitpunkt, als das Peter-Prinzip erschien auch das Buch "In Search of Excellence". Das scheint heute keiner mehr zu kennen und in den Firmen werden die dort angegebenen Prinzipien ganz bewusst torpediert.
Es kann zu einer gewissen Befriedigung führen, wenn festzustellen ist, dass Firmen, die einmal als exzellent galten, es heute nicht mehr sind, weil sie gegen ihre eigenen Prinzipien verstoßen haben.
Ich frage mich, ob man heute aber überhaupt noch "exzellente Firmen" finden kann. Ich kenne ein paar, aber die haben alle weniger als 100 Mitarbeiter.
► Antwort
wvs antwortete am Do, 4. Okt, 01:17:
Zu der gleichen Zeit ....
war es en vogue sich auf die Urteilsfähigkeit, den Arbeitseifer und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter einzustellen - etwa im "Harzburger Modell" - das scheiterte allerdings an der Riege der damals im Amte befindlichen Vogesetztengeneration, die noch nach patriarchalischem Muster regierte und keine Partizipation zuließ. Das folgte, als der erste Wirtschaftsabschwung in den 70ern kaum noch Alternativen offen ließ - und auch der Druck von unten so extrem wurde, daß das Führungsproblem "angepackt" werden mußte .... nach einer Phase der Erholung allerdings war es den Führenden dann doch zuviel - zwar hieß es "Vorgesetzte müssen in der Lage sein die Kritik ihrer Mitarbeiter auszuhalten und in Motivation zu konvertieren" - aber praktisch wurden die berechtigten Einwände als übermäßig kritisch weggefegt und die Kritiker gleich mit .... Heute regiert das Mittelmaß .... aber ich wiederhole mich ....
Die Tatsache, daß bestimmte Unternehmen mit flacher Hierarchie und wenigen Mitarbeitern erfolgreicher sind ist m.E. leicht zu erklären:
Man kennt sich, kennt Stärken und Schwächen - da braucht man keine Fassade aufzubauen, da kann man für die anstehende Aufgabe die richtigen Mtarbeiter einsetzen .... weil man sie kennt!
Dazu schreibt la-mamma am Do, 4. Okt, 23:10:
du sprichst mir aus der seele
nur stelle ich leider immer wieder fest, dass männer (in den meisten fällen) auf andere männer genau in diesem sinne wirklich gerne "hereinfallen". bist du dann als frau so kleinlich nach mehr transparenz bei irgendwelchen auswahlverfahren zu rufen, werden derartige (fehl)entscheidungen auch noch mit großer hingabe einzementiert ...
sehr spannend find ich grad ...
aber das schreib ich jetzt auf meinem blog weiter;-)
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 5. Okt, 00:43:
Ein Merkmal von ....
Entscheidungen ohne tatsächlich haltbare Kriterien ist, daß die Gewichtung der Teilkriterien untereinander von Fall zu Fall geändert werden - das kann nach außen den Anschein von Objektivität vorspiegeln. Der Entscheider (oder auch: die Entscheider) hat so jede Freiheit .... Bedauerlich ist ferner die Beförderung nach dem Grad der Anbiederung - oft mit dem Begriff "loyales Verhalten" kaschiert. Wer keine Gefahr für die Position des Vorgesetzten darstellt hat schon einen erheblichen Vorsprung ....
Dazu schreibt Liebesblüte am Do, 4. Okt, 23:44:
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 5. Okt, 00:52:
In vielen Fällen ....
wird durch den schnellen Wechsel vehndert, daß die Fehlentscheidungen eine/-r/-s Verantwortlichen zum tragen kommen solange sie/er das Amt noch innehat .... meist sind sie schon weg und nicht mehr zu 'packen' .... In den wenigen Fällen, in denen sie noch da sind verstehen sie es, die Schuld für das Versagen auf einen mißliebigen Untergebenen zu schieben - auch "Bauernopfer" genannt - oder "der Markt und seine Veränderungen" sind schuld, oder "die Gesamtwirtschaftliche Lage" gab nicht mehr her .... um Begründungen sind solche Nieten nie verlegen ....
In dem noch selteneren Fall, daß sie noch da sind - aber meist um mindestens eine Stufe höher, weil zwischenzeitlich befördert, wissen sie spätere - richtige - Entscheidungen noch höherer Ebenen zu torpedieren, damit niemand den Mist erkennen kann, den sie selbst voher verzapft haben ....
Was auch immer passiert:
Unfähige finden einen Weg diese Unfähigkeit zu verschleiern - vor allem dann, wenn sie von noch unfähigeren Vorgesetzten in diese Position gehievt wurden ....
la-mamma antwortete am Fr, 5. Okt, 17:33:
es ist wirklich traurig -
ich stelle auch oft genug fest, dass gerne beides zusammentrifft: keine vorhandenen "soft skills" UND krasse fehlentscheidungen, die richtig viel geld kosten ...
wvs antwortete am Fr, 5. Okt, 22:40:
@ la-mamma
Ich stelle fest, daß diese - vermeintlichen - Führungskräfte weder 'soft'- noch andere 'skills' haben .... und um diese Tatsache zu verschleiern müssen sie sich den Anschein von Nachdenklichkeit und / oder Unnahbarkeit geben .... niemanden an sich heranlassen, nur Fagen stellen - nie selbst Stellung nehmen .... Bedauerlich, wenn dann auch noch gegen die ausdrücklichen Warnungen derer, die wirklich Sachverstand haben, entschieden wird:
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann dergleichen Fehlentscheidung zurückgenommen werden muß - unter Einbußen von Geld, Ansehen des Unternehmens, Demotivation selbst der gutwilligsten Mitarbeiter ....
Dies könnte vermieden werden .... wenn z.B. nicht ein 'Assessment' - wie heute häufig üblich - sondern gesunder Menschenverstand zur Auswahl eingesetzt worden wären ....

Dazu schreibt Lady Sunflower am Di, 2. Okt, 19:38: