Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Kosten von Waren und Dienstleistungen real von dem abweichen, was der 'gesunde Menschenverstand' zu begreifen in der Lage ist ....
Ein Beispiel von heute, Zulassung eines Kfz:
- dennoch:
Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, zumindest bei den Schildern ....
Wenn ich wieder einmal auf die Welt komme
werde ich Unternehmer und drucke Kfz-Schilder ....
1* 15 Minuten Pause; eingerechnet;
2* Monat = 20 Arbeitstage;
3*1 Jahr = 10 Monate;
4*1 Jahr = 135.000 Zulassungen.
Ein Beispiel von heute, Zulassung eines Kfz:
- € 29,50 für das Procedere, sprich Brief, Schein und Plaketten,
- € 32,90 für zwei Nummernschilder.
- dennoch:
Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, zumindest bei den Schildern ....
- zwei Rohlinge aus dem Regal nehmen,
- die Buchstaben und Zahlen für das Kennzeichen zusammenstellen,
- Schilder in die Presse legen,
- prägen,
- in eine Walzanlage für den Farbauftrag legen,
- das macht hochgerechnet auf
- eine Stunde1* immerhin ca. €740,- aus, eine Arbeitszeit von 6 h unterstellt ergibt sich
- ein Tagesumsatz von ca. €4.440,- woraus sich
- pro Woche €22.200,- errechnen, die sich
- im Monat2* auf €444.000,- addieren ....
- pro Jahr3* demnach €4.440.000
oder - anders ausgedrückt - 4,4 Millionen €uro Jahresumsatz4* ...!
Wenn ich wieder einmal auf die Welt komme
werde ich Unternehmer und drucke Kfz-Schilder ....
1* 15 Minuten Pause; eingerechnet;
2* Monat = 20 Arbeitstage;
3*1 Jahr = 10 Monate;
4*1 Jahr = 135.000 Zulassungen.
;-)
► Antwort
wvs antwortete am Mi, 26. Sep, 12:45:
Das ist eine ....
gute Entscheidung - nur bitte an einem anderen Standort ...!
Dazu schreibt chaetzle am Mi, 26. Sep, 08:22:
► Antwort
wvs antwortete am Mi, 26. Sep, 12:58:
Geistige Arbeit ....
ist in diesem Land schon seit Jahren unterbewertet .... dagegen füllen sich Gauner, Nichtstuer & Politiker aus der Arbeit anderer Menschen die Taschen .... Für den Durchschnittsverdiener bleibt immer weniger übrig ....
Dazu schreibt alex_blue am Mi, 26. Sep, 13:21:
Aber in Deiner Rechnung fehlen eindeutig die Materialkosten (Blech, Farbe, Abschreibung der Maschinen) sowie die Fixkosten (wie Miete etc). Also rein auf die Arbeitszeit kann man das jetzt ja nicht umrechnen, gell.
► Antwort
wvs antwortete am Mi, 26. Sep, 13:30:
Aus gutem Grund ....
habe ich von "Umsatz", nicht von "Gewinn" gesprochen ....Du hast natürlich recht, das Geld bleibt nicht in dieser Größenordnung in der Tasche des Unternehmers ....
Aber:
Mit einem Steuersatz von 50% und selbst bei 25% Material- und Fixkosten [u.a. zwei 400€-Kräfte, Maschinen, Abschreibung, etc.] sind
1 Mio. € pro Jahr drin - das ist doch recht beachtlich ...!
alex_blue antwortete am Mi, 26. Sep, 13:47:
Und, wie gesagt, ich empfinde diese Preise ebenfalls als Unverschämtheit.
Allerdings muß ich sagen, daß diese Geschäfte sich immer an der Zulassungsstelle tummeln, aber anscheinend ohne wirkliche Preis-Konkurenz. Sind die Preise vorgegeben ? Kommt mir fast so vor. Weiterhin: Mir erscheint, als ob die einzige Einnahmequelle dieser Geschäfte diese Schilderdruckerei ist. Und, wieviel Umsatz generiert wird, hängt ja nicht (nur und direkt) mit der möglichen Anzahl zu produzierender Schilder zusammen, sondern vielmehr mit der Anzahl der Käufer/innen. Und ich hab da noch nie Schlange stehen müssen. Also ich denke eher nicht, das da soooviel bei rum kommt.
wvs antwortete am Mi, 26. Sep, 13:57:
Klar, aber hier sind es drei - das wäre immer noch ein mehrfaches dessen, was der Schilderkund durchschnittlich verdient ....
'Zahl der Käufer/-innen'
Ich hatte grob überschlagen eine Zahl von 135.000 Zulassungen gerechnet - für unser Mittelstädtchen kommt da hin ....
'soooviel bei rum kommt'
Klar, ich hab' keine "Beweise" - aber für mich spricht zumindest die überschlägige Rechnung eine andere Sprache ....

Dazu schreibt V am Mi, 26. Sep, 02:32: