Ist "Stillen" und "Kinder haben" eine enorme Leistung?
aus erfahrung...
...denke ich schon. oder warum verweigern sich dem sonst so viele? an den finanzen kann es ja nicht liegen, sonst wären nicht oft gerade die besserverdienenden kinderlos! am besten man leistet sich beides: einen guten job und tolle kinder!!!
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 31. Aug, 18:39:
Da ich die ....
sogenannten "Besserverdienenden" für eine Mär* halte will ich auf diesen Teil des Beitrages nicht näher eingehen .... wenn sich junge, gebildete Menschen gegen Kinder entscheiden, so hat das meist den Grund, daß sie erkennen, daß selbst in Zeiten von- Elterngeld und
- Kindergeld und
- Berücksichtigung bei den Steuerklassen
nur ein Bruchteil dessen von der Gesellschaft 'vergütet' wird, was Kinder tatsächlich kosten .... und weil sie rechnen können erkennen sie das Minus: Weniger Geld für sich selbst, ob nun momentan oder später bei der Rente - sie könnten ja mit Kindern objektiv nicht so viel ansparen wie Kinderlose ....
"Kinder haben" eine besondere "Leistung"?
Nein.
Heute eher ein Mangel bei der Kostenabwägung ....
*
"Besserverdienende" mögen vielleicht - nominell - mehr Einkommen (als Bruttobetrag) haben, Netto verbleiben aber - dank eines ausgeklügelten Nivellierungssystems, auch verharmlosend "Steuern & Abgaben" genannt - in etwa gleiche Netto-Beträge übrig, egal ob man nun €2.000 oder €4.000 brutto hat ....
Dazu schreibt singlilli am Fr, 31. Aug, 09:32:
Nö!
Das ist keine "enorme Leistung", das ist (eigentlich, biologisch gesehen) normal, wenn mensch Kinder hat. Singlilli
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 31. Aug, 18:43:
Dann müßte ....
mensch doch heftigst widersprechen, wenn jemand dies behauptet - das konnte ich aber nicht finden .... aber möglicherweise wollten Sie es ja noch später schreiben ....
singlilli antwortete am Fr, 31. Aug, 21:36:
nicht müßte,...
...könnte! Ich nehme mir das Recht heraus, selbst zu entscheiden, was ich kommentiere und was ich einfach stehen lasse.
wvs antwortete am Fr, 31. Aug, 22:30:
Selbstverständlich ....
das ist durchaus ihr gutes Recht .... es war auch weniger apodiktisch gemeint als es vielleicht klingt .... und zudem habe ich wieder einmal von mir auf Andere geschlossen - ich übe weiter und irgendwann kann ich es dann .... <;c)
Dazu schreibt chaetzle am Fr, 31. Aug, 09:47:
Als Nicht- Mama ist es natürlich schwer zu beurteilen, aber was ich so bei meinen Freundinnen mitbekomme.. Die machen sich mit ihren Kindern teilweise das Leben selber schwer. Die meisten Probleme sind "hausgemacht". Und sie wollen es nicht sehen. Andere, vor allem Nicht-Muttis, haben natürlich überhaupt keine Ahnung. tja ja...
Also eine "Enorme Leistung" ist es sicher nicht. Früher war es selbstverständlich, und es wurde kein so Trara um die ganze Sache gemacht.
Je normaler alles gesehen wird, desto besser die Erziehung, desto normaler die Kinder habe ich festgestellt.
"WIE MAN SIE ZIEHT SO HAT MAN SIE"
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 31. Aug, 18:52:
Es sind ja nicht ....
alle Kinder hyperaktiv und schwer erziehbar .... es sind die Eltern, die versagen, weil sie selbst nicht zu Rücksicht, Umsicht und selbstkritischer Beobachtung angeleitet wurden .... wie sollen sie es dann ihren Kindern abverlangen? Rund um Kinder wird viel Geld verdient - da liegt es nahe, die Eltern & Sprößlinge so zu beeinflussen, daß man einen Nutzen daraus zieht (Besp.: Illustrierte "Eltern", eine Flut von "Ratgebern" und Broschüren aus unterschiedlichsten Quellen - immer mit der Absicht über diese Vehikel die Aufmerksamkeit (und das Geld) der Betroffenen einzustecken ....
"WIE MAN SIE ZIEHT SO HAT MAN SIE" - wie wahr!
Dazu schreibt ConAlma am Fr, 31. Aug, 10:56:
Es ist eine Sache mit Wert. Nur: in einer Zeit, wo anderen "Leistungen" höherer Wert zugestanden wird, dem "Natürlichen" gar der Wert genommen wird, da muss, was wesentlich und notwendig ist, ja zur "enormen Leistung" hochstilisiert werden, um überhaupt bestehen zu können. Bzw. sich die Mütter mit dieser "enormen Leistung" schmücken, um gesellschaftlichen Wert zu haben, gesehen zu werden, eine Stelle inmitten der Leistungswelt zu haben!
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 31. Aug, 18:57:
Sonderbar ....
wie hier der "Wert" eine völlig neue Grundlage zugeordnet bekommt .... Nachkommenschaft ist kein berechenbarer Wert, sondern zunächst eine evolutionär bedingte Notwendigkeit:Ohne Nachkommen stirbt die Art aus ....
Mir gefällt ihr Begriff "hochstilisiert" - ja, das genau ist es: Aus Nichts etwas machen, so lernen wir es von den Webestrategen ....
schlauschiesser antwortete am Sa, 1. Sep, 13:38:
Wenn ich so was lese, schwillt mir der Kamm.
Als Vater, der diesen Job gottverdammt ernst nimmt, könnte ich geradewegs
Oft genug ist es so, aber wenn man dann mal genauer hinschaut sieht man, das der Vater aus dieser Rolle herausgedrängt wurde. Das fängt klein an mit Bemerkungen wie "Ich mach das lieber eben selber, das geht schneller" und endet damit, daß dem Mann die Fähigkeit zur Kinderbetreuung komplett abgesprochen wird.
Meine Frau und ich haben uns von Anfang an den Job geteilt, wo immer es ging und haben so keine enorme Leistung erbringen müssen. Wir mußten einfach nur Eltern sein.
singlilli antwortete am Sa, 1. Sep, 14:21:
In der Frage ging es aber ursprünglich darum,
ob es eine enorme Leistung sei, zu stillen *und* Kinder zu haben. Wenn ein *Vater* das fertigbringen sollte, könnte man wirklich von einer enormen Leistung sprechen ;o) ! Aber es soll ja Einzelfälle gegeben haben...
Dazu schreibt DonParrot am Fr, 31. Aug, 11:02:
Wenn wir zum Thema Erziehung etc. kommen, dann sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Kinder in der heutigen Welt, mit all den negativen Einflüssen, denen sie ausgesetzt sind, vernünftig zu erziehen - das würde ich in der Tat als enorme Leistung bezeichnen.
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 31. Aug, 19:05:
Sehr einleuchtend ....
Ihr erster Absatz, das unterschreibe ich. Zweifel habe ich hinsichtlich der Erziehungs-"Leistung", weil es aus meiner Sicht eher gesunden Menschenverstandes bedarf als der Lektüre von Ratgebern zur Erziehung .... bedauerlicherweise haben aber genau die Menschen viele Kinder, die - überwiegend - nicht in der Lage sind genau das zu leisten, was Sie angesprochen haben:
Erziehung.
Dazu schreibt steppenhund am Fr, 31. Aug, 11:15:
Heute, wo drei Kinder schon zu einer Ausuferung an Proliferation gezählt werden, könnte man mit der Leistung nicht mehr besonders angeben.
-
Ich halte es trotzdem für eine enorme Leistung. Die fängt schon bei einem Kind an. Im Unterbewussten zähle ich dann natürlich schon die ganze Erziehung dazu.
-
Zum Unterschied dazu hält es meine Frau für überhaupt keine besondere Leistung sondern für etwas Natürliches. Ich kann mich noch gut erinnern, als sie einmal ein Freund vor der Geburt der ersten Tochter gefragt hat, ob sie denn schon Angst hätte. So wütend habe ich sie selten erlebt: "Was redet der so blöd daher. Wieso Angst? Ist ganz natürlich. Wenn man Angst hat, wird die Geburt kompliziert." Jetzt gibt es zwar schon die Fälle in Freundeskreisen, wo die werdenden Mütter gelassen agieren, die Geburten aber dann doch mit Komplikationen behaftet sind.
Das war Gott sei Dank bei meiner Frau nicht so.
Zuerst sollte aber einmal geklärt werden, was unter einer "enormen Leistung" zu verstehen ist. Für manche stellt ja bereits das richtige Einparken eine enorme Leistung dar.
► Antwort
wvs antwortete am Fr, 31. Aug, 19:17:
Wie zu erkennen ist ....
tendiere ich bei der Einschätzung (ob "Leistung" oder nicht) eher in die Richtung ihrer Frau (ich habe dazu in den obigen Erwiderungen schon manhen Hinweis gegeben) .... auch ohne vorher genau festgelegt zu haben, was "enorm" in diesem Zusammenhang bedeutet, ich interpretiere es für mich als "die Norm überragend" .... so trifft es für die Zahl der Kinder wohl zu - viele Kinder sind tatsächlich eine Leistung - aber rein physiologisch, nicht im Sinne von "Verdienst" (hier natürlich nicht als "Geldverdienen" gemeint, obwohl es manche so sehen .... ) - nicht aber für die Qualität dessen, was dann an "Erziehung" mitgegeben wird .... Das größte Bedauern habe ich zunächst hinsichtlich des Verlustes von Disziplin - nein, nicht im Sinne von DRILL! - sowie Rücksichtnahme und Manieren - auch hier wieder nicht im Sinne von "feinem Benehmen", sondern als grundsätzliche Achtung der Rechte anderer Menschen zu verstehen:
Daran hapert es am meisten!
steppenhund antwortete am Sa, 1. Sep, 14:42:
ein neuer Ansatz
Prinzipiell ist ja schon alles gesagt. Allerdings muss ich der Argumentation widersprechen, dass Kinderkriegen keine Leistung ist, weil es auch alle Säugetiere können. (siehe weiter oben stehende Kommentare.)Es fragt ja auch niemand, ob es für ein Tier eine besondere Leistung ist.
Ich würde einmal an mitlesende Ärzte und Ärztinnen appellieren, die feststellen können, ob die Geburt eine außergewöhnliche Beanspruchung des Organismus ist. Vielleicht gibt es dann eine Bestätigung, dass die Geburt selbst hohe Ansprüche stellt. (Und das auch bei Tieren.)
Im Vergleich zu Männern, die nur fressen, saufen oder vögeln können, bejahe ich dann die obige Frage.
Im weiteren beantworte ich die Frage auch mit JA, weil es heute schon eine enorme Leistung darstellt, etwas "Natürliches" zu tun. Es ist zB drei hintereinander fahrenden Autos bzw. ihren LenkerInnen nicht möglich, sich genau zwischen die Markierungen der Parkgarage zu stellen. Einmal ok, das zweite Auto - eine Häufung, drei Autos hintereinander (2 Frauen, 1 Mann) zeigt mir, dass es momentan schon eine enorme Leistung ist, wenn man von den Lesern verlangt, dass sie so lange Kommentare verdauen sollen;)
Im Übrigen wird mir manchmal vorgeworfen, dass ich zuviel von meinen Leuten verlange. Ich kontere dann damit, dass ich nichts verlange, was ich nicht auch selbst könnte. (Was ich hin und wieder unter Beweis stelle, damit das Statement auch besonders gemein wirkt.)
Dazu schreibt la-mamma am So, 2. Sep, 20:52:
die frage ist wohl mit absicht so gestellt -
für mich ist sie schlicht mit nein zu beantworten.weder stillen noch kinder haben hat irgendetwas mit meinem begriff von "leistung" zu tun, das enorm lässt es endgültig ins ironische abgleiten.
stillen ist schlicht etwas schönes, und das sage ich, nachdem ich vorher der meinung war, zwei wochen maximal und dann sicher nicht ... und im "ernstfall" dann nach ca sechs monaten abgestillt hab.
kinder haben ist schon gar keine enorme leistung, ihnen das zu vermitteln, was einem wirklich wichtig ist, ihnen die sicherheit zu geben, die sie brauchen (und das ist absolut keine materielle), für sie genau in dem ausmaß dazusein, das sie benötigen, das ist - wenn schon das wort - die minimale leistung, die jede mutter und jeder vater bitte gerne erbringen darf!
► Antwort


Dazu schreibt mammarazzi am Fr, 31. Aug, 09:16: