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zu der früher schon besprochenen Bezahlung von Arzthelferinnen:
Lt. Ärztezeitung - Quelle der Information ist das Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn - beträgt das monatliche Einkommen während der Ausbildung € 552,oo (West) / € 448,oo (Ost) - der Durchschnitt anderer Branchen liegt hingegen bei € 623,oo (West) und € 529,oo (Ost).
Ich mag dazu keinen Kommentar schreiben.
Der würde allzu bissig sein.
Nur soviel:
Wer qualifizierte Arbeit erwartet muß auch bereit sein dafür angemessen zu bezahlen - und da scheint es hier doch wohl ein Mißverhältnis zu geben ....

Dazu schreibt pathologe am Mo, 16. Okt, 12:22:
Damit verdienen Arzthelferinnen bereits in der Ausbildung mehr als im späteren Leben.

Laut Auskunft der Bundesanstalt für Arbeit rentiere sich eine Umschulung zur Arzthelferin nicht mehr, da die Stellen im Allgemeinen auf der Basis eines Minijobs (400 Euro) ausgeschrieben werden. Erfahrungswert, persönlich gehörte Aussage.
Ist rein rechnerisch auch verständlich. 3 minijobbende Arzthelferinnen kosten den Arzt insgesamt rund 1575 Euro, inklusive Knappschaftsbeiträge. Die Kranken- und Rentenversicherung obliegt der Arzthelferin selbst (oder deren Ehemann bei Familienversicherung). 3 Arzthelferinnen bedeutet eine Personalverfügbarkeit von 9 Stunden täglich, bei einer 5-Tage-Woche. Denn jede Arzthelferin darf eigentlich nicht mehr als 15 Stunden wöchentlich arbeiten, ergo 3 Stunden pro Tag.

Bei einer gelernten Kraft in Vollzeit, wieviele Stunden darf diese pro Woche arbeiten? Und wie hoch ist deren Gehalt, inklusive der Arbeitgeberabgaben?

Hier bewahrheiten sich die Sätze: "Arbeit muss sich wieder lohnen" und "Arbeit muss billiger werden". Allerdings nur jeweils für den Arzt. 

 wvs antwortete am Di, 17. Okt, 00:35:
Es wird ja ständig betont ....
wir seien auf dem besten Weg wieder mehr Arbeit zu schaffen .... genauer betrachtet stimmt das sicher. Zumindest was die reine Zahl von Arbeitsstellen angeht - allerdings ist die Qualität der Arbeit eine andere als je zuvor:
Eine psychische "Entkoppelung" der Mitarbeitenden von ihrer Arbeit entsteht durch geringere Stundenzahl und geringere Bezahlung. Wer sich nicht "zugehörig" oder "gebraucht" fühlt wird sich weniger für den langfristigen Erfolg interessieren .... die Abwärtsspirale beginnt!
Zudem ist es natürlich für die Führenden einfacher und dadurch angenehmer weniger Widerspruch zu haben, da sich die, die Arbeit haben hüten werden als "unbequem" zu gelten und entlassen zu werden .... was leidet ist die Qualität: Man kann eine bereits bestehende Analogie in den Call-Centern sehen - denn dort ist die Devise mit möglichst wenig Aufwand die überwiegende Zahl der Kunden "zufrieden zu stellen" und die Wenigen, die dann noch verbleiben werden an die nächste Ebene abgegeben .... so minimiert man den Aufwand, kann aber nach Außen behaupten, alles für die Kundenzufriedenheit getan zu haben.
Zurück zum Ausgangsproblem:
Minimierung der Kosten in den Praxen wird nicht zuungunsten der Praxisinhaber gehen - die Zeche zahlen die schwächsten Glieder der Versorgungkette:
Die Helferinnen! 
   




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05. Sep. 2008, 14:39
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