"Non-Konformismus" wird häufg mit antisozialem (oder auch: asozialem) Verhalten verwechselt. Sich nicht einzuordnen, also nicht das zu tun was "die Allgemeinheit" als Verhalten in einer bestimmten Situation verlangt - oder vermeintlich verlangt - ist scharf zu trennen von Verhalten, das die Grenzen anderer Menschen mißachtet.
- So kann man z.B. beobachten, daß das Auf-den-Boden-Spucken extrem zugenommen hat - aber wer mag schon in den (man entschuldige die drastische Ausdrucksweise) Rotz anderer Menschen treten? Neben einer Gesundheitsgefährdung durch im Speichel enthaltene Keime - die so viel weiter verbreitet werden als nötig - ist es einfach ekelhaft ....
- Eine weitere Unverschämtheit ist das - ungefragte, unerwünschte - Duzen, das sich bei einigen Branchenführern (z.B. IKEA) geradezu zur Firmenkultur entwickelt hat. Falsch verstandene Kumpanei - und auch nicht dadurch zu entschuldigen, in U.S.A. sei das doch auch gang und gäbe: Dort bleibt die Würde des Einzelnen erhalten, die Individualdistanz wird - trotz Duzens - gewahrt.
- Weiter ist die fortwährend sich ausbreitende Nacktheit zu beklagen. Jede Schamgrenze wird überschritten, es entsteht geradezu ein Zwang zur Entblößung: Wer nicht mittut gilt als rückständig: "uncool". Schon die Modevorgaben lassen es kaum noch zu, sich solcherlei Trends zu enziehen, werden doch die Kleidungsstücke so geschnitten, daß eine Bedeckung nicht mehr möglich ist.
Allenthalben wird also hergezeigt, was eigentlich verdeckt bleiben sollte! Wo nämlich der Körper allzu "verfügbar" erscheint wird zweierlei Ergebnis eintreten:- Entweder verliert sich die Lust an der Entdeckung -
- oder Sexualität wird enttabuisiert und verliert ihren Wert als gemeinsames Bindeglied für dauerhafte Beziehungen ....
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