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"Non-Konformismus" wird häufg mit antisozialem (oder auch: asozialem) Verhalten verwechselt. Sich nicht einzuordnen, also nicht das zu tun was "die Allgemeinheit" als Verhalten in einer bestimmten Situation verlangt - oder vermeintlich verlangt - ist scharf zu trennen von Verhalten, das die Grenzen anderer Menschen mißachtet.
  • So kann man z.B. beobachten, daß das Auf-den-Boden-Spucken extrem zugenommen hat - aber wer mag schon in den (man entschuldige die drastische Ausdrucksweise) Rotz anderer Menschen treten? Neben einer Gesundheitsgefährdung durch im Speichel enthaltene Keime - die so viel weiter verbreitet werden als nötig - ist es einfach ekelhaft ....
  • Eine weitere Unverschämtheit ist das - ungefragte, unerwünschte - Duzen, das sich bei einigen Branchenführern (z.B. IKEA) geradezu zur Firmenkultur entwickelt hat. Falsch verstandene Kumpanei - und auch nicht dadurch zu entschuldigen, in U.S.A. sei das doch auch gang und gäbe: Dort bleibt die Würde des Einzelnen erhalten, die Individualdistanz wird - trotz Duzens - gewahrt.
  • Weiter ist die fortwährend sich ausbreitende Nacktheit zu beklagen. Jede Schamgrenze wird überschritten, es entsteht geradezu ein Zwang zur Entblößung: Wer nicht mittut gilt als rückständig: "uncool". Schon die Modevorgaben lassen es kaum noch zu, sich solcherlei Trends zu enziehen, werden doch die Kleidungsstücke so geschnitten, daß eine Bedeckung nicht mehr möglich ist.
            

          

    Allenthalben wird also hergezeigt, was eigentlich verdeckt bleiben sollte! Wo nämlich der Körper allzu "verfügbar" erscheint wird zweierlei Ergebnis eintreten:
      • Entweder verliert sich die Lust an der Entdeckung -
      • oder Sexualität wird enttabuisiert und verliert ihren Wert als gemeinsames Bindeglied für dauerhafte Beziehungen ....
    Beides mit der Folge des Rückganges an sexueller Aktivität - und einem Minus in der Bevölkerungsentwicklung!

Dazu schreibt Morgaine am So, 15. Okt, 13:51:
Frage:
Kleide ich mich, weil es einem "Du" gefällt? Oder weil es mir gefällt?
Anderes Argument: Je mehr Stoff, desto mehr Lust? Wie raffiniert! DAS ist also einer der Gründe für wandelnde Zelte auf zwei Beinen. Ist Verkleiden ein Zeichen der Bereitschaft zur Hingabe? Und ist Hingabe Unterordnung? Oder ist die Verkleidung nur ein Spiel, ein Vortäuschen von weiblicher Schwäche, hinter dem sich raffinierte weibliche Überlegenheit versteckt?

Diese Argumentation habe ich auch schon von Leuten gehört, die alle Freiheit hatten zu entscheiden, wie sie sich kleiden. Das sinnliche Funkeln der Augen unter dem Schleier erotisiert zum Beispiel S. Scoudon, der auch auf Fotoshootings im Orient unterwegs ist. Hier Beispiele für seine schönen Fotos:
http://lilithsloge.twoday.net/20060302/ 

 wvs antwortete am So, 15. Okt, 14:08:
Ich zitiere: ....
" .. Selbstbewusst, stark und schön unter dem Schleier.
Ein langes Gespräch mit Scaudon über dieses Thema geführt.
Wann endet Hingabe, die auf Vertrauen beruht?
Und wann beginnt Unterwerfung, die durch Zwang entsteht? .. "

Ja, das habe ich mich schon oft gefragt! 

Dazu schreibt NBerlin am So, 15. Okt, 14:07:
Nicht nur das, seit dem Hüfthosen treten auch ganz andere Nebenwirkungen ein, wie z.B. bei meiner Freundin Nierenunterkühlung oder auch Blasenentzündung. Das führt auch nicht gerade zu sexuellen Wohlbefinden. Das mit dem Spucken ist auch eklig in Asien noch viel mehr verbreitet als hier. Dort wurde irgendwann zu Zeiten der Hühnergrippe sogar verboten öffentlich überall zu spucken wegen der Seuchengefahr. Gestern habe ich einen Typen gesehen der mit erst sympathisch erschien ich beobachtete ihn aus dem Augenwinkel, dann spuckte er auf die Gleise- Ende Gelände.... 

 wvs antwortete am So, 15. Okt, 15:39:
Hinsichtlich der ....
Bekleidung "ohne Grenzen" gab es hier schon früher einmal eine Diskussion .... da wurde auch die Krankheitsgefahr - die unterschätzte Krankheitsgefahr! - angesprochen.
Ja, das Spucken ist eine schlimme Angewohnheit und furchtbar ekelig .... uns ja, so schnell wandelt sich das Bild von einem Menschen, wenn er sich ungebührlich benimmt.
Der Schluß liegt in solchen Fällen nahe.
Auch ansonsten keine Kinderstube - sprich: kein Benehmen! 

 goldschabe antwortete am So, 15. Okt, 15:50:
Als wir vor zwei Jahren die Schwiegereltern in China besuchten, ließen sich dort bereits überall Schilder entdecken, auf denen "don't spit" zu lesen war. Das entsprechende auch in chinesisch. Laut Information der Schwiegereltern gab es diese Schilder schon geraume Zeit, da man wohl anstrebte, den allgemeinen Eindruck auf ausländische Gäste und Geschäftspartner zu verbessern. Ich muss gestehen, für mich persönlich eine gute Kampagne, denn das Spucken dort hatte wenig mit dem "Rumgerotze" von kleinen Kindern zu tun. Das kam von ganz unten...

Bezüglich der Anmerkung zum Gebrauch des "Du" musste ich noch während meiner Ausbildung/Umschulung feststellen, anzuecken, wenn ich bemängelte, dass es unangemessen sei sich mit dem Lehrpersonal zu duzen. Immerhin gibt es in solch einem Verhältnis Abhängigkeiten, die dabei leicht in Vergessenheit geraten. Die meisten meiner Mitazubis fanden es cool, wenn die Lehrer so locker waren. Wenn ich dann anführte, "du Arschloch" ließe sich immer noch leichter sagen als "Sie Arschloch", verstanden nur die wenigsten, was das bedeuten sollte. 

 wvs antwortete am So, 15. Okt, 15:57:
Erfreulich zu hören, ....
daß es wenigstens an bestimmten Orten der Welt bereits Maßnahmen gegen das Spucken gibt .... ich mag mir garnicht vorstellen, was da so alles augespuckt wird, wenn ich an die Umweltbedingungen in einigen Teilen Chinas denke .... neugierig geworden erlaube ich mir die Frage, warum ihre (?) Schwiegereltern dort sind ....
Was das "Duzen" von Lehrern angeht nur soviel: Diejenigen, die als Kumpels erscheinen wollen und sich Duzen lassen sind auch die, die später bei geringster Enttäuschung am härtesten zurückschlagen oder die "hinterlistige Bazillen" sind ....
* edit *
Zum Duzen waren hier schon früher 'mal - heftige - Diskussionen 

 goldschabe antwortete am So, 15. Okt, 16:15:
bzgl. China
Mein Schwiegervater war/ ist Ingenieur (jetzt im Ruhestand) und hat 12 Jahre in China gearbeitet und gelebt. Im letzten Jahr sind sie dann zurück gekommen. Meine Holde war während der 12 Jahre regelmäßig dort und wäre beinahe auch dorthin gegangen. Es war sehr eindrucksvoll und lässt sich mit Europa überhaupt nicht vergleichen. Neben vielen politischen Problemen oder dem Desaster mit der Umwelt, lässt sich dort viel Schönes entdecken. Wenn sich in den nächsten Jahren die Gelegenheit ergeben sollte, möchte ich auf jeden Fall noch einmal hin. 

 wvs antwortete am So, 15. Okt, 19:46:
Danke ....
für die Erläuterungen zum Hintergrund. In der Tat, ein eindrucksvolles Land, wir waren zwar noch nicht da, aber ich hatte in U.S.A. eine Studentin aus Peking, die uns hier besucht hat und eine Einladung hinzukommen gibt es auch .... die Bilder, die sie immer mithatte, waren jedenfalls sehr beeindruckend .... 

Dazu schreibt Nashaupt am Mi, 18. Okt, 00:09:
Zeitgeist (ein Widerspruch in der Sinnkombination)
(Contradictio in adjectu) Wo Zeit ist, ist kein Geist, schon gar nicht, wo Weltzeit herrscht und taktet. Nun aber zu Blösse und Sex.
Wer Blösse braucht, um auf Sex zu kommen oder von Blösse zu einem Verhalten getriggert wird, das er/sie für Sex hält, also gleich an Sex denken muss, wo ein bisschen Haut blinkt, hat schlicht keine Ahnung. Das hat mit Sitten und Moral rein gar Nichts, mit der eigenen persönlichen Entwicklung sehr viel zu tun.
Quod scripsi scriptum est. 

Dazu schreibt wvs am Mi, 18. Okt, 03:06:
@ Nashaupt
Ah, .... a Roman and a genius, a prodigy - admit him!

Ich mache es mir mit dem "Zeitgeist" ganz leicht:
Ein Kategoriebegriff, der allgemein üblich ist und dessen Inhalt daher nicht sprachwissenschaftlich ausgewertet werden sollte sondern als Teil der Umgangssprache einfach zu akzeptieren ist.

Hinsichtlich der Aussage " .. wo ein bisschen Haut blinkt .. " und ihren Folgerungen:
Es ist doch ziemlich platt mit dem Argument " .. hat schlicht keine Ahnung .. " zu operieren.
Auf welcher Basis fällen Sie dies Urteil?
Und warum hat blanke Haut nichts mit Sitte und Moral zu tun?
Wie interpretieren Sie denn aus meinen Anmerkungen im obigen Beitrag meine "persönliche Entwicklung"?
Quod scripsi scriptum est. "Geschrieben ist geschrieben"? Halten Sie es für angemessen, ausgerechnet diese Aussage von Pontius Pilatus (zu seiner Unterschrift unter die Verurteilung Jesu) an dieser Stelle zu zitieren - oder ging es Ihnen nur um den gelehrt wirkenden Eindruck? Und worauf bezieht sich der Satz?
Wie kann man doch gleich auf ihren Seiten lesen?

" .. Niemand hat Anspruch darauf, die Prämissen (Vorbedingungen) des Denkens für Andere zu bestimmen. ..
"

Ach ja?
Dann handeln Sie doch bitte auch danach.
In ihrem Kommentar klingt das für mich verdächtig nach Prämissen für Andere - in diesem Fall für mich .... 

Dazu schreibt wvs am Mi, 18. Okt, 03:24:
@ Nashaupt / Ergänzung
Da Sie für den folgenden Merk-Satz (auch: Sentenz) keine Quelle angeben, nehme ich an er stammt von Ihnen selbst: " .. Die Unparteilichkeit der Logik ist nicht die einzige aber die unabdingbarste Gewähr für die Freiheit des Denkens. .. "
"unabdingbarste Gewähr" gibt es nicht.
"unabdingbar" hat keinen Superlativ - es ist der Superlativ!
Der Satz müßte demnach "Die Unparteilichkeit der Logik ist nicht die einzige, aber unabdingbare Gewähr für die Freiheit des Denkens." 
   




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08. Okt. 2008, 00:33
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