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Unter dem Titel "Zahl der Arbeitslosen und die Familienpolitik der Bundesregierung" findet - wieder einmal - eine Diskussion statt, wer denn verpflichtet ist für wen zu zahlen. Das Übliche: Die, die nicht arbeiten, klagen darüber, daß die, die arbeiten ihnen nicht(s) (noch) mehr abgeben wollen ....

wvs - 6. Jul, 20:38
Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen ein solches Thema nicht mehr zu kommentieren .... aber:
Um das zu verstehen .... was die Beiden in Kanada gemacht haben muß man natürlich ein paar Seiten zurückblättern und nicht nur die letzten Vorbereitungen zum Trip ansehen/lesen - die beiden haben, um es kurz zu machen, alle möglichen und unmöglichen Jobs gehabt, sich durch alle Behördenschwierigkeiten gekämpft - und sind dabei immer fröhlich geblieben ....

Das war es, was ich so gut finde: Nicht nur Jammern, sondern sich - im Zweifel auch außer Landes - bewegen, zupacken, etwas tun und nicht faul auf dem Hintern hocken und darauf warten, daß Andere es schon richten werden .....
bearbeiten - löschen
Dazu einige Anmerkungen .... : wvs - 6. Jul, 20:12

PS / zum "eigentlichen" Thema:
Ich fange vielleicht einmal so an ....
Wer ist nach außerhalb gezogen?
Menschen, die
  • es so wollten, weil sie es in der Stadt nicht grün genug, zu laut, zu dreckig etc. fanden ....
  • billiger bauen wollten - und per Pendlerpauschale darauf gerechnet haben, daß die Allgemeinheit dann ihre höheren Kosten für die Fahrt mitträgt ....
  • die größer bauen wollten und es in der Stadt nicht hätten bezahlen können ....
Alles nachvollziehbare Gründe, aber warum sollte man jetzt mit diesen Leuten Mitleid haben? Sie haben eine Wahl getroffen und tragen jetzt die Konsequenzen ....

Abtreibung / Kinder
Kinderkriegen ist nicht von Pille oder nicht abhängig - früher gab es sowas wie Selbstbeherrschung - da war die Kinderzahl von eigenem Tun / nicht Tun abhängig! Wer allerdings aus Langeweile ohne Einschränkung ständig herumpoppt muß sich - ohne Pille - nicht wundern, wenn sich Nachwuchs einstellt .... dann von der Allgemeinheit zu erwarten für die Folgen zu bezahlen halte ich schon für recht dreist!

Job / Bezahlung (1)
Ich kenne viele Leute, die es vorzogen, ohne Lehre als Anlernkräfte "das schnelle Geld" in Anlernberufen - also ohne solide Ausbildung! - zu machen. Daß die heute auf der Straße stehen ist doch kein Wunder ....

Job / Bezahlung (2)
Wer - gut, möglicherweise akademisch - ausgebildet ohne Arbeit ist, kann nicht damit rechnen vor Ort, also da, wo sie/er gerade ist etwas zu bekommen. Da heißt es flexibel zu sein und nicht nur vor der Haustüre zu suchen.

[Ich habe mit 58 noch eine Festanstellung (!) bekommen - aber ich war auch bereit jede Woche 300 km zu pendeln, weil ein Umzug nicht in Frage kam! Da ist es wohl nicht verwunderlich, wenn ich der Auffassung bin, daß man mit etwas Aufwand auch heutzutage noch Arbeit findet ....
Außerdem muß man bereit sein - lieber von sich aus - mit etwas weniger Gehalt und vielleicht auch einem Job etwas unter dem vorherigen Niveau zu arbeiten - mit "Maximalforderungen" ist bestimmt nichts "drin".]


Ich stelle aber fest, daß immer mehr - gerade Jüngere - an bestimmten "Bedingungen" festmachen wie oder wo sie arbeiten wollen:
Warum, so frage ich, soll ich denn u.a. dafür immer höhere Steuern und Abgaben zahlen? "Solidarität" hört für mich da auf, wo Andere nicht wenigstens genauso angestrengt suchen oder arbeiten wie ich - wenn ich es mit 58 kann verstehe ich nicht, warum ich für andere 58-jährige oder gar Jüngere zahlen soll, die es sich dann gut gehen lassen und möglicherweise noch darüber lachen, daß ich "Depp" noch arbeite und dafür aufkomme ....
Nachtrag:

" .. Seit Jahren steigen übrigens die Zahlen der minderjährigen Schwangeren - inzwischen kriegen ja schon 12-jährige Kinder!! .. " - das Argument geht aber bestimmt rückwärts los! "Die Gesellschaft" ist doch nicht dafür verantwortlich, das sind die Eltern dieser Kinder, die ihre Pflichten vernachlässigen! Dann sollen - bitteschön - auch diese Eltern dafür aufkommen! Vielleicht passen sie dann besser auf ihre minderjährigen Sprößlinge auf - so wie es eigentlich Elternaufgabe ist!
2. Nachtrag:

" .. Denn Betreuung wird in diesem unserem Land ja mehr als klein geschrieben. Betreuung kostet ja schließlich Steuergelder (auch wenn die Eltern in manchen Gemeinden heute schon mit horrenden Beitragssätzen leben müssen) .. " - als meine Kinder klein waren mußten wir uns einschränken, denn von Kindergeld war damals noch nicht die Rede. Als meine Frau dann den zweiten Teil ihrer Ausbildung anfing, mußten wir das selbst organisieren - u.a. mit Hilfe der Großeltern (aber die wollen ja heute lieber nach Mallorca fahren oder ihren "dritten Lebensabschnitt" ohne Kleinkinder genießen .... ) - als sie dann fertig war und arbeiten wollte mußten wir für die (tägliche) Zeit vor dem Kindergarten und nach dem Kindergarten einen Babysitter engagieren - zusätzlich zu den Kosten für den Kindergarten und ohne Mitbeteiligung der restlichen Steuerzahler!
"Elterngeld" gab es damals übrigens auch noch nicht - wenn die Mutterschaft anfing bekam man einen Mini-Betrag von der Krankenkasse, gerade 'mal soviel wie die Erstausstattung in den ersten drei Monaten kostete ....

Es soll mir also niemand kommen und sagen:
Nur wenn die Solidargemeinschaft für meine Kinderkosten aufkommt kann ich Kinder haben .... und auch ernähren, kleiden und in die Schule schicken! Mal ganz abgesehen davon, daß es auch zur Elternpflicht gehört seine Kinder zu Rücksicht und Höflichkeit zu erziehen - ohne Schläge (!), das geht ....

Aber manchmal habe ich den Eindruck, daß man damit zuerst einmal bei den Eltern anfangen müßte, denn die handeln doch meist nach dem Motto: "Ich, ich, und nochmal ich .... !"
3. Nachtrag:

" .. Bin selber gut qualifiziert und seit 2 1/2 Jahren arbeitslos, habe ca. 250 Bewerbungsmappen verschickt, unzählige Telefonate geführt, Hunderte von Emails in Umlauf gebracht, Verwandte, Freunde und Bekannte gefragt, auf Internet-Stellenbörsen und im Supermarkt am Schwarzen Brett gesucht, sogar für einen Mini-Recherche-Job war ich nicht "jung" genug .. "
Ihr Wehklagen über die schlimmen Verhältnisse ist Beweis genug:
Sie haben eine Vorstellung, was es sein muß - und wahrscheinlich haben Sie auch nur in der (geographisch) näheren Umgebung gesucht .... das wird nichts, da bin ich sicher. Mehr Flexibilität bedeutet vielleicht auch, ihren Partner mehr zu belasten und andernorts eine Zweitwohnung zu haben. Das ist allemal besser, als von der Allgemeinheit - denen, die ja auch für ihr Geld arbeiten müssen - zu erwarten Sie zu unterstützen ....

Wenn dem nicht so ist, lassen Sie es mich gern wissen - dann will ich mich entschuldigen und das Gegenteil zu Kenntnis nehmen.
Ganz anderes Thema, aber:

Wenn schon Vorurteile, dann richtig ....

Titel:

Text:

 



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21. Aug. 2008, 11:21
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