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Nichts ist so, wie es zu sein scheint ....


 
 
 
Irgendwie sonderbar, wie in unserem Land die Einkünfte verteilt sind. Es scheint in vielen Berufen nicht darum zu gehen, wer welchen Beitrag zur Produktion von Waren und Dienstleistungen erbringt:
Alleine die Tatsache, daß ein Mensch arbeitet soll ihr/ihm ein "Auskommen" sichern. Es sei "unwürdig" - sagt man - wenn ein Mensch normale 8 Stunden arbeitet und dabei weniger verdient, als sie/er zum Leben braucht ....

Nun haben sich die Verhältnisse ja schon - gegenüber früher - gebessert: Heute arbeiten zwei Ehepartner, um das zu verdienen, was verbraucht wird. Das war vor Jahren noch anders. Ein Arbeitnehmer, meist der Vater, verdiente, was die Familie brauchte.

Heute sind wir aber immer noch nicht an dem Punkt angekommen, den wir erreichen müssen:

Die Bezahlung richtet sich nach dem Wert der Arbeit
- nicht nach den Bedürfnissen eines Arbeitenden*

Daraus ergibt sich die zwar traurige, aber allein gerechte Lösung, daß manche Menschen, die einen geringeren Beitrag zur Schaffung von Werten (Güter / Dienstleistungen) leisten auch weniger verdienen oder dementsprechen länger arbeiten müssen, um ihren Bedarf zu erwirtschaften.

Ich höre schon die Entsetzensäußerungen ob dieser Aussage.
Das ändert aber nichts an deren Wahrheitsgehalt.
Oder daran, daß dieser Staat und die Wirtschaft es nicht länger leisten können, für mindere Leistung maximale Entlohnung zu zahlen.

Es muß sich wieder lohnen, mehr zu leisten als Andere.
Geistige Arbeit muß wieder den Stellenwert haben, der ihr gebührt. Manuelle (Dienst-)-Leistungen müssen auf das Niveau heruntergestuft werden, das ihrem Ergebnis für die Gesellschaft entspricht.

Wenn das nicht gelingt werden wir den Anschluß in Europa verlieren - wir hinken jetzt schon bedenklich hinterher .... !


* Selbstverständlich sind damit auch Frauen in gleichem Sinne gemeint ....
 

Dazu schreibt Synopso am Do, 3. Nov, 18:46:
werte
wenn jemand auf grund 'biologischer veranlagung' keine 'wertvolle' arbeit leisten kann, dann kann man ihn trotzdem nicht verhungern lassen. bei allem respekt herr wvs: das ist unglaublich! eine moderne gesellschaft zeichnet sich auch durch humanität aus.

sind sie ein anhänger des sozialdarwinismus? haben sie das buch 'das egoistische gen' von dawkins gelesen? gegen ende bringt er den gedanken ins spiel, dass sich die evolution irgendwann von lebensformen löst und auch gesellschaftsmodelle einer evolution unterliegen. da kann es aber auch passieren, dass eine gesellschaft, die schwachen unter die arme greift, stabiler ist, als eine, die rücksichtslos den stärkeren fördert.

abgesehen davon stellt sich die frage:
kann man den 'wert' von arbeit so einfach messen?

was ist mit dem altenpfleger, der sich mit voller hingabe seiner aufgabe widmet? 'wert' wird so nicht geschaffen. aber wertvoll ist die arbeit.
was ist mit dem maurer, der täglich acht stunden buckelt? ist das jetzt wertvoll oder nicht?
und was ist mit dem grundlagenforscher, bei dem zweifelhaft ist, ob seine arbeit irgendwann sinnvoll verwendet werden kann? ist das nicht geldverschwendung?

sollte arbeit vielleicht nach dem bemessen werden, wieviel derjenige aus seinem leben opfert? lohn als entschädigung für verlorene lebenszeit? allerdings: was ist dann mit den menschen, denen ihre arbeit spaß macht?

man könnte sagen, auch der wert der arbeit sollte allein durch den markt bestimmt werden. doch ist es nicht eine der wenigen wichtigen aufgaben für ein mindestmaß an gerechter (was auch immer das sein mag) entlohnung zu sorgen?

schwierig. 

Dazu schreibt wvs_at_re-actio.com am Do, 3. Nov, 20:13:
Mancher Diskurs lebt von ....
überspitzten Formulierungen, Herr synopso, so auch hier!
" .. wenn jemand auf grund 'biologischer veranlagung' keine 'wertvolle' arbeit leisten kann, dann kann man ihn trotzdem nicht verhungern lassen. bei allem respekt herr wvs: das ist unglaublich!"
So habe ich es weder gesagt noch gemeint - und das wissen Sie auch:
Jeder kann irgendetwas arbeiten - nur kann nicht jeder erwarten, dafür ebensoviel Geld zu erhalten wie andere. Das ist doch keine wesentlich neue These. Ich plädiere lediglich dafür, das System weiter aufzufächern. Ich denke, Sie sind nicht objektiv in ihrer Kritik. Sie interpretieren das hinein, was Sie für "richtig" oder "human" halten.

Deswegen ein =>Beispiel:
[alle Angaben ca.-Werte!]
Eine Lehrerin
verdient nach Abitur und vier Jahren Studium, eineinhalb Jahren Referendarzeit und anschließender "auf Probe"-Anstellung, nach drei staatlichen Prüfungen - wenn sie denn eine Stelle bekommt!
- mit 27 Jahren € 2.600,- plus OZ 150,- = 2.750,- Brutto.

Eine Arzthelferin
HS oder MR, 3 Jahre Lehrzeit mit 27 Jahren:
€ 2.300,- Brutto.

Legt man jetzt normale Steuersätze zugrunde, nivelliert sich der Unterschied - netto - noch weiter, da das niedrigere Einkommen weniger, das höhere Einkommen mehr zahlt ....
Abgesehen davon verdient die Arzthelferin bereits ab Alter 18, hat also mindestens neun Jahre "Einkommensvorsprung" - während die Lehrerin weitere neun Jahre in ihre Ausbildung investiert hat .... der Unterschied ist während der Lebensarbeitszeit nicht aufzuholen!

Und jetzt meine Frage an Sie:
Halten Sie das für angemessen?
Oder, anders gefragt:
Wozu raten Sie ihrer Tochter - Arzthelferin oder Lehrerin?
[*edit*: Bedenken Sie auch, daß ab nächstem Jahr zusätzlich Studiengebühren anfallen, daß aber während der Lehre eine Ausbildungsvergütung gezahlt wird .... ] 

 Synopso antwortete am Fr, 4. Nov, 10:04:
lehrer sind defnitiv ein schlechtes beispiel. denn ich weiss aus dem eigenen bekanntenkreis, dass gerade keien steuernivellierung eintritt. im gegenteil. 

 wvs_at_re-actio.com antwortete am Fr, 4. Nov, 18:34:
Das war früher ....
möglicherweise richtig:
Heute werden jedoch die meisten Anwärter nicht mehr zur Verbeamtung eingestellt, sondern für mehrere Jahre mit Zeitverträgen - und dann schließlich bekommen sie Angestelltenverträge. In diesem Falle greift also nicht nur die Progression, sondern die genannten Beträge halbieren sich für Jahre auf weniger als die Hälfte - meine Annahme war "best case" - und in Wirklichkeit findet "worst case" statt .... aber nehmen Sie gern einen anderen akademischen Beruf, da sieht es ähnlich finster aus .... 
   




 

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28. Jul. 2017, 15:04

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