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wurde in meinem Bekanntenkreis diskutiert:

Mieter werden von einem Makler angerufen,
der von ihrem Hauswirt den Auftrag hat das Haus
- in dem sie zur Miete wohnen -
zu verkaufen.

Nun stellen sich verschiedene Fragen
  1. Müssen die Mieter eine Besichtigung zulassen?
    Üblicherweise steht ja im Mietvertrag nur etwas über das Recht des Vermieters, der nach Anmeldung kommen darf.
  2. Wenn ja, wie oft müssen sie das zulassen?
    Man könnte konstruieren, daß es den Mietern dadurch recht ungemütlich gemacht wird, indem ständig neue Besichtigungen angesetzt werden.
  3. Wenn ja, und gesetzt den Fall, der Makler kommt mit Menschen, die sie unter anderen Bedingungen nie in ihre Wohnung (hier: das gemietete Haus) lassen würden, müssen sie die trotzdem hereinlassen?
Die Diskussion war zwar heftig, aber nicht besonders ergiebig
- keine Fachleute dabei ....

Kennt jemand von den Lesern die Antworten?

   
Wie bereits in meinem ersten Beitrag dargestellt, ist es sehr unwahrscheinlich, daß Menschen von der Vogelgrippe infiziert und geschädigt werden - von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Mit Interesse las ich daher ein Interview mit Prof. Georg Peters, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Universität Münster - Mitglied der "Task Force" für Seuchenbekämpfung des Landes NRW - in unserem Lokalblatt.

Auszug aus dem Interview [Quelle: WN vom 24.02.2006, R PO4]
    WN:
  • Was macht Ihnen momentan im Zusammenhang mit der Vogelgrippe die größten Sorgen?
  • Peters:
  • Ich bin entsetzt über den Umgang mit dem Thema in der Öffentlichkeit. Echte Experten sind in der Medienberichterstattung nicht von vermeintlichen zu unterscheiden, und alle zusammen sorgen dafür, daß es zu unangemessenen Reaktionen kommt.
  • WN:
  • Sind die Auswirkungen der Vogelgrippe denn weniger gefährlich als es im Moment erscheint?
  • Peters:
  • Epidemien sind immer gefährlich. Sie können sogar sehr gefährlich sein. Aber es deutet bisher noch nichts darauf hin, daß das Vogelgrippe-Virus wirklich die Pandemie auslösen wird, von der alle reden.
  • WN:
  • Wenn Politiker jetzt schon davon sprechen, daß die Fußball-Weltmeisterschaft wegen H5N1 ausfallen könnte, halten sie das für völlig übertrieben?
  • Peters:
  • Wenn wirklich eine Pandemie auftritt, wäre diese Frage sicher überflüssig. Aber nach allem, was bisher über H5N1 bekannt ist, ist es sehr wahrscheinlich, daß, wenn überhaupt, nur in Einzelfällen Menschen erkranken werden. So wie bisher ja auch in Asien und in der Türkei. Hier können eventuell Geflügelhalter gefährdet sein. Ich kenne in Deutschland kein Hotel, das in seiner Lobby Hühnerhaltung betreibt.
  • ...
    WN:
  • Wie wird sich die Vogelgrippe bei uns weiter auswirken?
  • Peters:
  • Wenn das Virus so gefährlich wäre, wie viele glauben, dann müßte es jetzt schon viele Ansteckungsherde überall in Deutschland und den Nachbarländern geben. Das ist bisher nicht der Fall. Ich habe darum Hoffnung, daß sich die Ausbreitung auf Norddeutschland und vielleicht Teile Skandinaviens und das Baltikum beschränkt.
  • ...
    WN:
  • Werfen Sie den Medien Panikmache vor?
  • Peters:
  • Wenn überhaupt, findet sie ja unfreiwillig statt. Aber die vielen Ratschläge, die jetzt zu hören sind, sind schon ziemlich merkwürdig. Natürlich sollte man mit Blick auf die Vogelgrippe keine toten Vögel oder Geflügelkot anfassen. Aber mal ganz ehrlich: Wer macht so was hier denn ständig?

   




twoday.net

18. Jul. 2008, 19:46
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