In deutschen Amtsstuben residiert er, der Muff von Jahrtausenden, das Beharrungsvermögen der Obrigkeit, die sich aus zwar mässig bezahlten, aber doch mit viel kollektiver Macht ausgestatteten Amtsfrauen und -männern wie ein Mosaik zusammensetzt .... es wird in unserem Land nicht gelingen etwas zu verbessern, wenn es nicht gelingt, diese Mauer aus Ignoranz, Mittelmäßigkeit und dumpfem Beharrungsvermögen zu durchbrechen ....
► Mittwoch, 2. November 2005, 02:56
412 Leser
► Thema: Zeitgeist ....
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Nun ist es erneut bewiesen:
Wer aus sogenannten "besseren Verhältnissen" kommt hat bessere Chancen Abitur zu machen und zu studieren.
Hätte es dazu einer weiteren PISA-Aktion bedurft?
Nein, das ist ein Allgemeinplatz, das ist Lebenserfahrung, das ist reine Beobachtung des gesellschaftlichen Umfeldes!
Sicher.
Aber nicht auf diese Weise ....
Wir sind Maximalforderungen ausgesetzt, deren Erfüllung immense Resourcen erfordern würde. Um eine komplette Gleichstellung aller eingeschulten Kinder zu erreichen, müßten die Mittel in den Schulen entweder komplett umgeschichtet werden - wodurch die Masse der bereits "bildungsfähigen" Kinder leiden würde. Oder die Mittel müßten so erhöht werden, daß es das System, sprich die Steuerzahler, nicht mehr leisten könnten.
Was wir derzeit erleben ist bereits ein Kompromiß zugunsten der weniger Leistungsfähigen - diesen noch weiter in Richtung der weniger bildungsfähigen Schüler zu verschieben hieße das Gesamtsystem von Bildung zu riskieren.
Wollen wir das wirklich?
Ich denke, man muß sich einfach damit abfinden, daß es im Bildungswesen - wie in jedem anderen Lebensbereich - keine 100%-Lösung gibt. Diese Tatsache zu akzeptieren hat nichts mit Skrupel- oder Gedankenlosigkeit, nichts mit "Sozialdarwinismus" oder "Klassenüberheblichkeit" zu tun:
Es heißt vielmehr sich der Wirklichkeit stellen ....
Wer aus sogenannten "besseren Verhältnissen" kommt hat bessere Chancen Abitur zu machen und zu studieren.
Hätte es dazu einer weiteren PISA-Aktion bedurft?
Nein, das ist ein Allgemeinplatz, das ist Lebenserfahrung, das ist reine Beobachtung des gesellschaftlichen Umfeldes!
- Nichts zu hören über den Anteil von Kindern in Grundschulen, die aus Elternhäusern kommen, in denen nicht Deutsch gesprochen wird und in denen auch die Muttersprache nur unvollständig verbreitet ist, in denen durch Analphabetismus auch ansonsten Bildungsdefizit herrscht ....
- Nichts zu hören über den Anteil von Kindern, die sich - aus Scheidungsgründen plötzlich aus ihrem Umfeld gerissen - nicht mehr "fangen" und dadurch die Schule, das Lernen vernachlässigen ....
- Nichts zu hören von den Elternhäusern, die eine Förderung ihrer Kinder nicht leisten können, weil sie selbst bereits eher geringen Schulerfolg hatten ....
- Nichts zu hören von Eltern, die sich lieber vor dem Fernseher berieseln lassen, als sich um die Hausarbeiten ihrer Kinder zu kümmern ....
- Nichts zu hören über die Tatsache, daß es Leistungsunterschiede zwischen Kindern gibt, die weder von der sozialen Stellung der Eltern noch von deren Herkommen abhängig sind, sondern einfach nur biologische Unterschiede sind ....
Sicher.
Aber nicht auf diese Weise ....
Wir sind Maximalforderungen ausgesetzt, deren Erfüllung immense Resourcen erfordern würde. Um eine komplette Gleichstellung aller eingeschulten Kinder zu erreichen, müßten die Mittel in den Schulen entweder komplett umgeschichtet werden - wodurch die Masse der bereits "bildungsfähigen" Kinder leiden würde. Oder die Mittel müßten so erhöht werden, daß es das System, sprich die Steuerzahler, nicht mehr leisten könnten.
Was wir derzeit erleben ist bereits ein Kompromiß zugunsten der weniger Leistungsfähigen - diesen noch weiter in Richtung der weniger bildungsfähigen Schüler zu verschieben hieße das Gesamtsystem von Bildung zu riskieren.
Wollen wir das wirklich?
Ich denke, man muß sich einfach damit abfinden, daß es im Bildungswesen - wie in jedem anderen Lebensbereich - keine 100%-Lösung gibt. Diese Tatsache zu akzeptieren hat nichts mit Skrupel- oder Gedankenlosigkeit, nichts mit "Sozialdarwinismus" oder "Klassenüberheblichkeit" zu tun:Es heißt vielmehr sich der Wirklichkeit stellen ....
► Mittwoch, 2. November 2005, 02:54
353 Leser
► Thema: Zeitgeist ....
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Irgendwie sonderbar, wie in unserem Land die Einkünfte verteilt sind. Es scheint in vielen Berufen nicht darum zu gehen, wer welchen Beitrag zur Produktion von Waren und Dienstleistungen erbringt:
Alleine die Tatsache, daß ein Mensch arbeitet soll ihr/ihm ein "Auskommen" sichern. Es sei "unwürdig" - sagt man - wenn ein Mensch normale 8 Stunden arbeitet und dabei weniger verdient, als sie/er zum Leben braucht ....
Nun haben sich die Verhältnisse ja schon - gegenüber früher - gebessert: Heute arbeiten zwei Ehepartner, um das zu verdienen, was verbraucht wird. Das war vor Jahren noch anders. Ein Arbeitnehmer, meist der Vater, verdiente, was die Familie brauchte.
Heute sind wir aber immer noch nicht an dem Punkt angekommen, den wir erreichen müssen:
Die Bezahlung richtet sich nach dem Wert der Arbeit
- nicht nach den Bedürfnissen eines Arbeitenden*
Daraus ergibt sich die zwar traurige, aber allein gerechte Lösung, daß manche Menschen, die einen geringeren Beitrag zur Schaffung von Werten (Güter / Dienstleistungen) leisten auch weniger verdienen oder dementsprechen länger arbeiten müssen, um ihren Bedarf zu erwirtschaften.
Ich höre schon die Entsetzensäußerungen ob dieser Aussage.
Das ändert aber nichts an deren Wahrheitsgehalt.
Oder daran, daß dieser Staat und die Wirtschaft es nicht länger leisten können, für mindere Leistung maximale Entlohnung zu zahlen.
Es muß sich wieder lohnen, mehr zu leisten als Andere.
Geistige Arbeit muß wieder den Stellenwert haben, der ihr gebührt. Manuelle (Dienst-)-Leistungen müssen auf das Niveau heruntergestuft werden, das ihrem Ergebnis für die Gesellschaft entspricht.
Wenn das nicht gelingt werden wir den Anschluß in Europa verlieren - wir hinken jetzt schon bedenklich hinterher .... !
* Selbstverständlich sind damit auch Frauen in gleichem Sinne gemeint ....
Alleine die Tatsache, daß ein Mensch arbeitet soll ihr/ihm ein "Auskommen" sichern. Es sei "unwürdig" - sagt man - wenn ein Mensch normale 8 Stunden arbeitet und dabei weniger verdient, als sie/er zum Leben braucht ....
Nun haben sich die Verhältnisse ja schon - gegenüber früher - gebessert: Heute arbeiten zwei Ehepartner, um das zu verdienen, was verbraucht wird. Das war vor Jahren noch anders. Ein Arbeitnehmer, meist der Vater, verdiente, was die Familie brauchte.
Heute sind wir aber immer noch nicht an dem Punkt angekommen, den wir erreichen müssen:
- nicht nach den Bedürfnissen eines Arbeitenden*
Daraus ergibt sich die zwar traurige, aber allein gerechte Lösung, daß manche Menschen, die einen geringeren Beitrag zur Schaffung von Werten (Güter / Dienstleistungen) leisten auch weniger verdienen oder dementsprechen länger arbeiten müssen, um ihren Bedarf zu erwirtschaften.
Ich höre schon die Entsetzensäußerungen ob dieser Aussage.
Das ändert aber nichts an deren Wahrheitsgehalt.
Oder daran, daß dieser Staat und die Wirtschaft es nicht länger leisten können, für mindere Leistung maximale Entlohnung zu zahlen.
Es muß sich wieder lohnen, mehr zu leisten als Andere.
Geistige Arbeit muß wieder den Stellenwert haben, der ihr gebührt. Manuelle (Dienst-)-Leistungen müssen auf das Niveau heruntergestuft werden, das ihrem Ergebnis für die Gesellschaft entspricht.
Wenn das nicht gelingt werden wir den Anschluß in Europa verlieren - wir hinken jetzt schon bedenklich hinterher .... !
* Selbstverständlich sind damit auch Frauen in gleichem Sinne gemeint ....
► Mittwoch, 2. November 2005, 02:52
776 Leser
► Thema: Zeitgeist ....
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sollen an allem Übel schuld sein.
Aber ist es nicht eher so, daß die Unfähigkeit Verantwortung zu tragen Menschen in Amtsstuben treibt - und sie dann dort, geschützt von Paragraphen, vor sich hin verwalten .... ?
Ist es nicht eher so, daß dort Menschen sitzen, die sich nicht der Mühe einer wirklich horizonterweiternden Ausbildung unterziehen wollen, sondern lieber "Verwaltung", das Hin-und Herschieben von Verantwortlichkeit, praktizieren?
Alles ist geregelt, der Ermessensspielraum wird selten oder nie genutzt - da liefe man ja Gefahr, einmal über den Tellerrand schauen zu müssen ....
Wer in solche - behördlichen - Strukturen "flieht", das richtige Leben hinter sich läßt, weiß schon am Anfang seiner Berufslaufbahn wie das Ende aussehen wird.
"Beförderung nach Leistung"?
Eine Lachnummer!
Nach wie vor wird "regelbefördert" - nur eben in längeren Intervallen .... und auch das ist an der erbrachten Leistung gemessen noch viel zu viel .... wir leisten uns eine Verwaltung, die aus unserem Geld bezahlt wird - also für uns "Dienste" leisten sollte - die aber im Gegenteil dafür sorgt, daß wir immer weniger verfügbares Einkommen haben .... das ist so, als ob man dem Wolf das Schafehüten anvertraute!
Aber ist es nicht eher so, daß die Unfähigkeit Verantwortung zu tragen Menschen in Amtsstuben treibt - und sie dann dort, geschützt von Paragraphen, vor sich hin verwalten .... ?
Ist es nicht eher so, daß dort Menschen sitzen, die sich nicht der Mühe einer wirklich horizonterweiternden Ausbildung unterziehen wollen, sondern lieber "Verwaltung", das Hin-und Herschieben von Verantwortlichkeit, praktizieren?
Alles ist geregelt, der Ermessensspielraum wird selten oder nie genutzt - da liefe man ja Gefahr, einmal über den Tellerrand schauen zu müssen ....
Wer in solche - behördlichen - Strukturen "flieht", das richtige Leben hinter sich läßt, weiß schon am Anfang seiner Berufslaufbahn wie das Ende aussehen wird.
"Beförderung nach Leistung"?
Eine Lachnummer!
Nach wie vor wird "regelbefördert" - nur eben in längeren Intervallen .... und auch das ist an der erbrachten Leistung gemessen noch viel zu viel .... wir leisten uns eine Verwaltung, die aus unserem Geld bezahlt wird - also für uns "Dienste" leisten sollte - die aber im Gegenteil dafür sorgt, daß wir immer weniger verfügbares Einkommen haben .... das ist so, als ob man dem Wolf das Schafehüten anvertraute!
► Mittwoch, 2. November 2005, 02:04
297 Leser
► Thema: Gewußt wie ....
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