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Freitag, 13:00h, Autobanraststätten-BurgerKIng, ich beisse in meinen Triple-Cheese, zwei Tische weiter ein Zwei-Farben-Jeans-Träger [braun (!) und blau - trägt die Sau, das war früher ein Kinderreim], Mitte bis Ende zwanzig, redet ohne Punk und Komma auf eine - offensichtlich ausländische, da nur langsam und mühsam artikulierende - junge Frau, etwa gleichaltrig, ein. Tatzt sie hin und wieder unmotiviert und linkisch an, meckerndes Lachen stößt mich ab, sie bewahrt Haltung und versucht zwischen Redeschwall und Tatzeln ihren Burger zu essen.

Er, O-Ton:
"Gell, das sind große Burger hier, die sind alle so groß, das kann man sich hier leisten" Ich habe Zweifel, da er sich selbst offensichtlich nichts geleistet hat. Er grient sie an - und ich werde den Verdacht nicht los, daß sein linkisches Tätscheln so eine Art "Vorspiel" sein soll, denn schließlich muß sich die Ausgabe für den Burger ja lohnen ....

Weiter er, O-Ton:
"Und im Auto da mach' ich Dir den Sitz runter, da kannst Du schlafen bis wir zu Hause sind, dann bist Du heut' abend nicht so schläfrig wie letztes Mal und wir können noch was unternehmen - ja, was wohl? Geifer,Geifer, - der Typ beginnt mich zu nerven, die junge Frau tut mir leid, ich bin kurz davor aufzustehen und den Kerl anzusprechen .... doch dann siegt die Vernunft, ich konzentriere mich auf meinen Burger, trinke meinen Kaffee und nehme aus dem Augenwinkel wahr, wie er versucht, beim Weggehen um ihre Hüfte zu fassen, sie ihn so non-chalant abstreift, nicht heftig, aber so, daß er merkt es ist nicht willkommen .... und draußen steigen die beiden in einen aufgemotzten, mit Spoilern aufgepeppten Fiesta .... das paßt zu dem braun-blau seiner Hose!

[12-03-2004]

   
Versagen und Versagensängste können aus unterschiedlichsten Anlässen entstehen. Ich denke aber, es gibt drei wesentliche, auslösende Faktoren, denen immer "Versagen" - aus subjektiver Sicht - zu Grunde liegt:
    Ad 1: Versagen in Beziehungen / als Partner;
    Ad 2: Versagen in Ausbildung / im Beruf;
    Ad 3: Versagen als Eltern / als ErzieherIn.
Ad 1:
Keine Partnerschaft ist frei von Störungen, woraus sich ein beständig vorhandenes Versagensrisiko ergibt. Hier ist der stabilisierende Faktor "Partner" oft zugleich Quelle der Instabilität. Der Labilitätsgrad hängt von der Partnerinteraktion ab. Hohe Übereinstimmung führt zu abnehmender Instabilitätsneigung, geringe Übereinstimmung läßt häufigere Dissonanz erwarten. Zudem ist die subjektive Schwelle, die als Versagen interpretiert wird, bei interagierenden Individuen nie exakt gleich. Daraus ergibt sich eine unterschiedliche Anfälligkeit für Versagensangst.

Es darf vermutet werden, daß labile Persönlichkeiten von solchen Ängsten häufiger betroffen sind. Weiter darf angenommen werden, daß intelligentere Personen wenig betroffen sind, als solche, die eher durchschnittlich begabt sind, da erstere ihre Lebenssituation besser einschätzen können.
Ergänzend wirken ebenso Erziehungselemente aus der eigenen Kindheit ein. Die erlernte Konfliktlösungsstrategie - modifiziert durch mittlerweile gemachte Erfahrungen - ist so tief "eingeprägt", daß es wesentlicher Umerziehung durch die Umwelt bedarf, solche Strategien zu modifizieren.

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Ad 2:
Die Berufswahl steht in einer kritischen Lebensphase an: Noch unerfahren und nur durch Schulwissen geprägt, wird eine weitreichende Entscheidung getroffen. Sie orientiert sich im wesentlichen an materiellen und/oder persönlichen Vorbildern, ahmt nach, da grundlegende Entscheidungskriterien aus Unerfahrenheit außer Acht gelassen werden. Obwohl dies nicht als individuelle Schwäche zu interpretieren ist, führt es doch zu Versagensangst, da "Abbrechen" in unserer Gesellschaft mit "Versagen" gleichgesetzt wird. Die gesellschaftliche Entscheidung, dem Individuum viel zu früh eine solche Bürde aufzuhalsen muß zwangsläufig bei einer Überforderung führen, die - wiederum in Abhängigkeit von basaler Persönlichkeitsstruktur - zu mehr oder weniger subjektiver Versagensempfindung führt.

¤

Ad 3:
Kinder stellen eine entscheidende Herausforderung dar und bisherige Werte müssen neu überdacht werden. Die Beziehung zum Partner wird auf Probe gestellt, da sich die Pflege des Kindes in beider Lebensäußerungen als Störfaktor einnistet und vorhandene Koordinatensysteme [des Verhaltensmusters] verschiebt.
Wenn der gedanklichen Beschäftigung mit dem bevorstehenden Ereignis des Familienzuwachses - vor dessen tatsächlichem Auftreten - objektiv richtige Annahmen zu Grunde gelegen haben, mag das ohne größere Störungen der Harmonie einhergehen. In aller Regel ist aber auch hier wegen unterschiedlicher Perzeption ein subjektiv unterschiedlliches Verhalten zu erwarten - woraus sich, im Abgleich zwischen Wollen und Tun, eine graduell verschiedene Versagensangst einstellt.
¤

Sodann gibt es übergreifende Aspekte:
In der Variationsbreite zwischen "sehr stabile Persönlichkeit" und "sehr instabile Persönlichkeit" [Normalverteilung] liegt ein wesentlicher Grund für subjektiv empfundenes Versagen. Das resultierende Verhalten unterliegt der Modifikation durch weitere, erlernte Verhaltensmuster, was eine Aussage über den tatsächlichen Ausgang einer Situation nicht ohne Analyse der betreffenden Persönlichkeitsmuster zuläßt.
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twoday.net

08. Okt. 2008, 09:32
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 macht Kunst aus Schrott ....

Ausstellung vom
20. bis 22.12.2008

in den Räumen der MEDIUS GmbH
Bahnhofstraße 45
(Seiteneingang Postgebäude)
48143 Münster

Eintritt frei!
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Erdstrahlen Freie Webseite!
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