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Vor vielen Jahren war es mir aufgefallen, daß plötzlich eine Art "Lichtsprung" Anfang Februar festzustellen war. Dieses Phänomen - so stellte sich heraus - tritt immer 40 Tage nach Weihnachten auf.

Obwohl mittlerweile auch pseudo-religiöse Bewegungen das Ereignis vereinnahmt haben, ist der Ursprung wohl in Reinigungsvorschriften des jüdischen Glaubens zu sehen, das zu Zeiten der Geburt Jesu auf seine Mutter, Maria, angewendet diese zur "Reinigung" in den Tempel führte. In der christlichen Lehre wurde daraus ein Fest der Kerzenweihe:

"In der Ostkirche verstand man den Festanlass als „Fest der Begegnung des Herrn": Der Messias kommt in seinen Tempel und begegnet symbolisch dem Gottesvolk des Alten Bundes. Im Westen wurde es mehr ein Fest Mariens: „Reinigung Marias ” nach den mosaischen Vorschriften .... "

Nach den Regeln des Judentums mußte sich eine Frau, die geboren hatte, zunächst zu Hause aufhalten und durfte erst nach einer Wartezeit - unterschiedlich lang, je nachdem ob sie ein Mädchen oder einen Knaben geboren hatte - eine Reinigungszeremonie durchführen, die sie wieder in den Alltag integrierte.

Warum spreche ich aber auch von der Vereinnahmung durch "pseudo-religiöse" Bewegungen? Lesen Sie selbst: "Brigid - Lichtmess, 7.2.2004, Das Frühlingserwachen im Alpenvorland. Lichtmess ist ein Mondfest. Kaum ein Mond strahlt heller, als der Februarvollmond. Seine Kraft weckt die Pflanzen, die Bäume, berührt Wurzel und Triebe, und fordert das Verborgene, das, was sich entwickeln möchte. Auch auf uns Menschen wirkt diese Energie. Leichte Wanderungen und Rituale begleiten uns beim Mondfest Brigid, und helfen uns, uns unserer eigenen Wachstumspotentiale und Wünsche bewußter zu werden."

Hier wird - ohne Bezug zum wirklichen Ursprung des Festes, es wird willkürlich und ohne Begründung ein paar Tage verschoben - dem zugrunde liegenden Ereignis der Mondphase "übersinnliche", ja "kultische" Bedeutung gegeben. Es wird zum reinen "Naturereignis", verborgene Kräfte [Wo ist der Beweis?] wirken angeblich in Natur und Mensch. Diese Art der Schwärmerei erinnert fatal an die Denkansätze des Nationalsozialismus, weil "Naturkräfte" und "Rituale" dort ebenso beschworen wurden.

Da halte ich es doch mehr mit der "Bauernweisheit", die aus langjähriger Beobachtung formuliert: " .... Am 2. Februar macht die Sonne einen „Sprung” und die Tage werden von nun an deutlich länger - so die volkstümliche Weisheit: „Bei Neujahr wächst der Tag einen Hahnenschritt, bis Dreikönig einen Hirschensprung, und bis Lichtmeß eine ganze Stund’.” .... "

Praktisch war für unsere Altvorderen, zu einer Zeit in der sich der Lebensrhytmus durch die kirchlichen Feste definierte, an diesem Datum bestimmte, wiederkehrende Routinehandlungen einzuplanen: " .... Lichtmess war früher Termin für den Dienstbotenwechsel ("Schlenkeltag") sowie für fällige Zahlungen, .... "

Zwei zwar unterschiedliche, aber doch ähnliche, ansprechende Bilder [Bild 1; Bild 2.] zum Ereignis möchte ich noch anfügen, sie zeigen die Vorstellung Jesu im Tempel - achten Sie ´mal darauf, wie man damals die Babies wickelte!

Lesen Sie Bemerkungen zum Wandel der Trinkgewohnheiten am 03.02.2004 - HIER!

   
Männer, wir müssen es einsehen: Frauen sind - genetisch gesehen - das stärkere Geschlecht. Während wir Männer mit einem starken X-Chromosom und einem schwachen Y-Chromosom vorlieb nehmen müssen, haben Frauen zwei X-Chromosomen. Der Vorteil liegt darin, daß bei Defekten auf einem Chromosom durch das zweite kompensiert werden kann. Man denke nur an die verlängerte Lebenserwartung der Frau (siehe Beitrag vom 22.04.2004: Bemerkungen zum Gesundheitswesen), die doch wohl nicht aus einer unterschiedlichen Lebensweise herrührt.

Nur - leider - spricht die beobachtete Wirklichkeit vielerorts auf der Welt noch eine andere Sprache!

Wie so oft, ist nicht die biologische Wahrheit gefragt, man verläßt sich auf tradierte Vorurteile und unterdrückt jene, die eigentlich die besseren Voraussetzungen haben. Die Emanzipation (der Frau) hat in der sogenannten "westlichen Welt" wesentliche Fortschritte gemacht, ja, ist zuweilen in´s Gegenteil verkehrt worden.

Gemach! Das Pendel schwingt hin und her, mal sind die einen, mal die anderen mit mehr Bedeutung ausgestattet. Und einigen männlichen Wesen ist es ganz recht, sich bemuttern zu lassen- und wenn es sie ihre "Rudelführerposition" kostet. Es hat eben nicht jeder den Drang, Alpha-Wolf zu sein, aber bitte: nicht später darüber meckern.

Nun gibt es schon wieder ängstliche Seelen, die befürchten, die Männer würden "untergebuttert". Aber was ist los in Ländern, die von fundamentalistischen, islamischen Führern beherrscht werden? Wir sollten uns nicht nur darüber "das Maul zerreißen", sondern überlegen, wie aktiv geholfen werden kann.

Begrüßenswert ist der Beitrag, den bei uns beide Geschlechter in Arbeits-, Familien- und gesellschaftlichem Leben leisten. Die geschlechts-spezifischen Eigenheiten ergänzen sich ideal, Puzzleteil fügt sich harmonisch zu Puzzleteil - wenn man sie nur läßt. Es freut mich zum Beispiel, wie meine Tochter mit Selbstverständlichkeit "gleiche Rechte" genießt und offensichtlich ohne Schwierigkeiten von der "männlichen" Seite. Es freut mich auch, zu sehen, wie jüngere Paare sich gemeinsam um ihre Kinder kümmern und Entscheidungen gemeinsam treffen.

Es kehrt "Normalität" ein und ich hoffe, das wird sich auch stabilisieren: Weniger Dogmatik - mehr Flexibilität und Intuition. Und dann propagieren, weitergeben in Ländern der Erde, wo es nötig ist.

Morgen: "Bemerkungen zum Modewort "Evaluation". Bis dann.

   
Zutreffende Benennungen sind mit unserer Sprache schwer. Was im Englischen nur ein Wort braucht, fordert in Deutsch manchmal ganze Sätze. Ein solches Beispiel ist das Wort "Evaluation". Es wird bei uns nicht mehr so betont, daß man an Englisch denkt. Eher an Latein - und wahrscheinlich hat es da auch seinen Ursprung. Aber das überlasse ich lieber denen, die mehr davon verstehen ....

Mir ist aufgefallen, wie häufig "Evaluation" letzthin Eingang in die Konversation gefunden hat. Besonders häufig wird es benutzt, wenn eine "rückwärtsgerichtete Bewertung von Methoden zur Ergebniserreichung" beschrieben werden soll. Der Blick geht also zurück, auf etwas, das bereits abgelaufen ist. Wozu? Na, um für die Zukunft Dinge besser zu machen!

Zweifelhaft ist, ob das gelingt. So wie wir nichts aus Geschichte lernen, da sich Konstellationen nie exakt gleichen.

Die mit "Evaluation" ausgedrückte Betrachtungsweise ist jedoch symptomatisch: Statt nach vorn zu schauen und Lösungen zu erdenken versucht man aus vergangenen Ereignissen Richtlinien für zukünftiges Handeln herauszulesen. So werden Ressourcen blockiert, die bitter nötig wären für zukunftsgerichtete Arbeit.

"Evaluation" wird auch im pädagogischen Feld gern benutzt. Man gibt sich damit einen "gelehrten" Anstrich, man ist in der Lage, sich gewählt auszudrücken. Schülerleistung wird "evaluiert". "Wer ist Schuld?" wäre die bessere Frage! Sie kennen die Antwort, es sind immer die Lehrer, die etwas falsch gemacht haben [Nein! Ich bin kein Lehrer!].

Niemand scheint wahr haben zu wollen, daß es Leistungsunterschiede bei den Schülern gibt, daß man nicht erwarten kann, aus einem Dummkopf mit noch so eleganten Lehrmethoden, noch mehr methodisch-didaktischen Tricks, noch mehr Stunden Unterricht am Tag - mit zusätzlichen "Hilfen" am Nachmittag in der Ganztagsbetreuung - ein Genie zu zaubern. Wir haben früher als Kinder gereimt: "DbddhkP-sAv![Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen - selbst Aspirin versagt!]"

Bleibt noch die Frage nach den Kriterien der "Evaluation". Praktischerweise bestimmen die, die sie durchführen, auch die Parameter, die untersucht werden! Hoppla! Da gibt es doch ein Sprichwort: "Den Bock zum Gärtner machen".

Meine Frage ist also: Wer evaluiert die Evaluierenden? Und: Muß es Evaluation geben? Was war, bevor es Evaluation gab? Was kostet Evaluation? Wer bestimmt, wann Evaluation angebracht ist, wann nicht?

Ich hätte noch einige Fragen, aber das wäre langweilig .... morgen werde ich "Bemerkungen über Freundschaft / Remarks on Friendship" machen. Zur Abwechslung ´mal in Englisch, damit mein "alter" Freund Jim den Text lesen kann .... take care!

   
Ich behaupte, man kann in einem Haushalt aus dem Pflegezustand der Zimmerpflanzen auf dessen Gesamtverfassung schließen. Man sieht üppige Blumenpracht hier, welkes Getrüpp dort - und alle Varianten dazwischen.

Haushalt ist überwiegend Voraussicht, Organisation, ein wenig Improvisation. Gute Pflege von Zimmerpflanzen braucht beides, wie ein florierender Haushalt.

So, wie man Holz ab und an mit einem wachshaltigen Pflegemittel poliert, brauchen Pflanzen ab und an Dünger. Nimmt man zuviel Wachs, z.B. für den Eßtisch, schmieren sich die Gäste die Ärmel damit ein, hat man zu wenig benutzt, ist der Tisch stumpf und fleckig, unansehnlich. Zu wenig Dünger läßt die Pflanzen kümmern, zuviel Dünger macht die Blätter braun und schrunzlig.

Zu häufige Teppichreinigung läßt den Flor verschwinden, zu wenig Reinigung sorgt für Staubwolken beim Gehen, es ist eben alles eine Frage der Dosierung - so wie die Wassermenge, die den Zimmerpflanzen das Leben und Überleben ermöglicht.

Nun ist das bei vielen Pflanzen unterschiedlich, Sukkulenten und Kakteen brauchen selten Wasser und Dünger, lediglich wenn zum Sommer hin die Tage besonders lang sind. Die meisten Zimmerpflanzen kommen mit ähnlich wenig Wasser aus, als Faustregel mag gelten: Lieber weniger als mehr. Viele Sumpfpflanzen hingegen lieben "nasse" Füße, gut durchfeuchtete Erde. Genaue Anleitungen zu einzelnen Arten wären hier fehl am Platze, dafür gibt es hinreichend viele informative Bücher von sachkundigen Autoren.

Was aber geht aus den angedeuteten Beispielen hervor? Planung, nicht Dilettantismus sorgt für akzeptable Ergebnisse. Keine noch so gute Planung ersetzt aber das Quentchen "Improvisation" und "Intuition", das man auch braucht, um sich bei plötzlichen Veränderungen an beständig gedeihenden Pflanzen zu erfreuen.

Zurück zu meinem Anfangsgedanken: Wenn Pflanzen zur "Dekoration" dienen, wird es meist um sie geschehen sein. Verständnis für die Bedürfnisse von Zimmerpflanzen ist Voraussetzung für ihr Überleben - so, wie Verständnis für die Abläufe in einem Haushalt zu dessen Funktionieren führt. Zwei völlig unterschiedliche Bereiche - und doch entscheidende Gemeinsamkeiten.

Morgen: Der Kanzler geht als Parteivorsitzender, das ist eine gute Vorlage für Bemerkungen zu Parteien in Deutschland. Bis dann.

   
Parteien haben einen "Grundgesetzlichen Auftrag". Aber irgendwie ist der seit Gründung unserer Republik verloren gegangen. Vielleicht ist diese Entfernung von der Basis der Grund für den Niedergang - alle Parteien haben Mitglieder verloren. Mancher Enttäuschte ist zu Splittergruppen übergelaufen, nur um dann festzustellen, wie platt auch deren Streben ist.

In den letzten Jahren kommt es zu einem nahezu exponentiellen Schwund, der sich unter anderem auch in den Umfragen deutlich beobachten läßt. Gleichzeitig reduzieren sich Parteien auf wenige KÖPFE. Aushängeschilder im wahren Sinne des Wortes, denn auch die Botschaften werden auf wenige Worte zusammengeschmolzen. Die Programme, vielfach gedruckt und bereit gelesen zu werden, intressieren schon lange kaum jemanden. Da nimmt der Büger lieber den neuen Flyer von Aldi.

Hier könnte eine der Ursachen liegen, warum sich die Menschen von der Politik und ihren Repräsentanten entfremden: Statt Überzeugung werden Schlagworte geboten. Keine Erklärungen für die zugegebener Maßen schwierigen Probleme der Zeit, wohl auch, weil mancher Politiker selbst überfordert ist. Das geht einher mit einer größer werdenden Zahl von externen Beratern, die einfach nötig sind, um einen Pfad durch das Dickicht der Komplexität zu schlagen.

Deswegen ist das Geschrei um Berater eigentlich unverständlich, ´mal abgesehen von denen, die angetreten sind, das Image der BA aufzupolieren. Roland Berger hätte besser daran getan, gerade diesen Auftrag abzulehnen, weil abzusehen war, daß sich an diesem miserablen Erscheinungsbild auch mit ausgefeilten Methoden nichts mehr verbessern ließ. Ich gehöre - wie Sie sehen - auch zu denen, die es befürworten die BA aufzulösen.

Nachdem unsere derzeitige Führungsriege sich entschlossen hat, wieder einmal das Pferd verkehrt herum aufzuzäumen, indem sie die Bürger schröpft und internationale Unternehmen die Gewinne ins Ausland verschieben läßt frage ich:

Wäre es nicht besser gewesen, zunächst eine Steuerreform - nein, besser, eine Steuervereinfachung - zu machen und dann erst an die sozialen Systeme heran zu gehen? Das Verständnis wäre sicher da gewesen, wenn die meisten erst ´mal mehr Geld übrig gehabt hätten, um dann davon einen Teil wieder für allgemeine, soziale Versorgung herzugeben. Leider gibt es - soweit meine Recherche richtig ist - zwar genügend Sozialarbeiter und Sonderschullehrer, auch einige Juristen, aber keine Psychologen in Regierungsfunktion. Das ´wär doch ´mal ein Beratungsauftrag!

"Das Image ist alles, der Inhalt kann warten", so textete der Moderator in meiner Lieblingssendung POLYLUX - aber wie lange noch, bevor wir Wahlquoten wie in USA haben [65% der Bevölkerung in Wahllisten eingetragen, davon wählen 50%, tatsächlich wählen also nur ca. 33% aller Wahlberechtigten! Herr Bush ist demnach von ca. 16% der US-Bevölkerung gewählt worden.].

Ob Herr Müntefering (?) das Ruder herumreißen kann? Als "Macher" und "Überzeuger" ist er wohl überfordert, da gilt wohl eher "Zuchtmeister" oder "Vorbeter", denn dazu braucht man nur die ganz normalen Phrasen, die selbst der ungeschickteste Politiker nach 30 Jahren einstudiert haben sollte. Und der "demontierte" Kanzler? Hat jetzt Zeit, braucht nicht mehr mit überhöhter Geschwindigkeit nach Berlin zu düsen - oder düsen zu lassen. Wird dadurch "die Partei" besser? Auch hier wohl besser ein klares NEIN!

Sind die anderen Parteien besser? JEIN, denn die fähigen Leute mit guten, zukunftsweisenden Ideen - wie z. B. Merz - werden von der mittelmäßigen Mitte und gewählt-werden-wollenden Spitze zurückgepfiffen oder kaltgestellt, und dafür zahlen wir jeder dieser Parteien Jahr für Jahr erkleckliche Beträge für ihren verfassungsmäßigen Beitrag im Staatswesen. Eben diese Parteien haben lange gebraucht, z. B. die Bedeutung der Gentechnik für die Wirtschaft in Deutschland zu erkennen. Bleibt zu hoffen, daß sich hier ein Wandel einstellt.

Nachtrag:
Am 29.02.2004 in der Hamburg-Wahl gewann Ole von Beust (CDU) mit dem höchsten Stimmenzuwachs seit Gründung der BRD. An sich ein erfreuliches Ergebnis - Nur leider wieder ein Beispiel, daß nicht Inhalte, sondern Image siegt.

   
Kühe mit drei Köpfen, Menschen mit sechs Armen, Insekten groß wie Tauben - das Horrorszenario ließe sich fortsetzen. Alles vermeintliche Folgen der Gentechnik, so kann man lesen. Was ist davon zu halten?

Es ist sicher richtig, daß Gefahren in jeder Technik liegen. Auch in der Gentechnik. Aber Deutschland ist das einzige Land, in dem Meinung vor Information geht. Zu viele allwissende Fachleute nutzen die Unwissenheit, die unser Schulsystem hinterläßt, um Stimmung zu machen - ohne wirklich Wissen zu verbreiten. Bedauerlich ist also nicht, was sie sagen, sondern daß sie die Schwächen anderer schamlos ausnutzen.

Unter Gentechnik verbergen sich mehrere Verfahren, einige völlig ungefährlich, andere beherrschbar gefährlich. Es kommt darauf an, den Fachleuten die Auswahl des Verfahrens zu überlassen. Warum? Weil doch wohl niemand ernsthaft glauben kann, daß diese Menschen sich selbst gefährden!

Nehmen wir als erstes das KLONEN. Es ist ein Prozeß, bei dem nichts anderes gemacht wird, als bereits vorhandenes biologisches Erbmaterial neu zusammenzustellen. Kerne aus einer Zelle werden in eine andere Zelle übertragen - das war´s. Etwas so, als ob man einen LEGO-Bausatz für eine Burg dazu benutzt stattdessen ein Hochhaus zu bauen. Was herauskommt ist natürlich etwas, das "biologisch" nicht entstanden wäre - aber sagen Sie selbst: Kommt Ihnen das besonders gefährlich vor?

Anders ist es schon bei der NEUKOMBINATION von einzelnen Eigenschaften von Lebewesen, die von den GENEN bestimmt werden. Gene sind Abschnitte auf der DNS, Desoxyribonucleinsäure [im englischen Sprachraum heißt DNS DesoxyriboNucleicAcid], die diese Eigenschaften festlegen. Man kann sie "herausschneiden" und in fremde Lebewesen einsetzen, um diesen exakt diese Eigenschaften zu geben. Das wird z. B. gemacht, um in bestimmten Pflanzen Abwehrstoffe zu erzeugen, die Insekten abwehren. Dadurch spart man erstens giftige Pflanzenschutzmittel, zweitens Geld und drittens Zeit. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wieso das gefährlch sein soll, da die eingepflanzten Gene nicht in das menschliche Erbgut übergehen können. Wer etwas anderes behauptet lügt!

Wenn man nämlich eine solche Pflanze ißt, werden die Zellen in kleinste Bausteine zerlegt - dem menschlichen Verdauungssystem ist es egal woher die stammen - aufgenommen werden solche Stoffe aber nur als eben diese "kleinsten" Bausteine, die nicht in der Lage sind irgendeine Veränderung bei uns hervorzurufen.

Wichtiger ist da schon die Sorge, die Information könnte auf andere Pflanzen übertragen werden. Das ist sicher möglich. Doch sind die Folgen gefährlich? Für die betroffenen Fraßfeinde schon, denn sie werden immer weniger zu fressen finden. Es gibt aber nur wenige Tiere, die nur eine einzige Nahrungsquelle nutzen - meist finden sie einen Ersatz und können, vielleicht in verringerter Zahl, überleben. Ein paar weniger Individuen einer Schädlingsart scheinen mir noch nicht das Geschrei zu rechtfertigen, das von bestimmten Kreisen hierzu angestimmt wird.

Besonders geheimnisvoll erscheint vielen Menschen die dritte Form, die, zugegeben, wirkliche Gefahren in sich trägt: Man pflanzt bestimmte Eigenschaften in Viren ein, die ihrerseits Bakterien infizieren, um sie dann dazu zu bewegen, vom Menschen gewünschte Stoffe zu produzieren. Das nutzt man um z. B. Arzneimittel oder andere natürliche Stoffe zu erzeugen, deren Menge in der Natur begrenzt ist und die somit nicht allen Menschen zur Verfügung stünde oder so teuer wäre, daß sich nur die Wenigsten eine Therapie leisten könnten. Hierunter fällt eine "gentechnisch" erzeugte Substanz aus USA, die in der Lage ist, eine fortgeschrittene Arthrose so zu verändern, daß Schmerzen reduziert werden und der Verlauf verlangsamt wird.

Solche genveränderten Bakterien sind deswegen gefährlich, weil es - anders als bei höheren Lebewesen - zu einem "ungeschlechtlichen" Austausch von Erbinformation zu anderen Bakterien kommen kann, dadurch daß diese sich einfach nahe kommen.

Aber:
Solche Veränderungen werden nur an Bakterien vorgenommen, die dem Menschen nicht gefährlich werden können, da sie von unserem System als fremd erkannt und abgetötet werden. Zudem sind mehrere Sicherheitsschleusen vorhanden, die verhindern, daß solch ein Bakterium "ausbüchst". Fazit: Auch hier zwar vordergründig Gefahr, aber gleichzeitig Entwarnung, da alle Vorsorge getroffen ist, eine Verbreitung zu verhindern.

Und wenn doch einmal eins entkommt? Die Wahrscheinlichkeit, daß es sich einschleichen und vermehren kann ist 1:1.000.000! Das läßt mich ruhig schlafen.

Anders als der immer häufiger werdende Gebrauch des Wortes "FAKT", über das ich morgen in Bemerkungen zum Modewort "Fakt" berichten werde. Ich wünsche Ihnen eine tollen Mittwoch.

Nachtrag vom 13. Mai 2004:
Lesen sie HIER kurz und knapp weitere Informationen zum Thema.

   
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, daß es immer häufiger heißt: " Fakt ist ...."? Nun frage ich mich, wo das seinen Anfang genommen hat. Ich erinnere mich, daß es seit kurz nach der Wende eine Sendung vom damaligen "Ostdeutschen Rundfunk" gibt, die "Fakt " heißt. Ist das der Ausgangspunkt?

Oder ist es lediglich ein Relikt aus der "DDR-Sprache", die - von Funktionärskreisen initiiert - sich bemühte kurz und knapp zu sein, wenn ihr schon bemerkenswerte Inhalte fehlten? Denkbar. Aber leider nicht zu beweisen.

Dennoch:
Es bleibt ein "Fakt ", daß es aus dem Osten herüber schwappte, denn vor 1990 war das Wort nicht im Gebrauch, wenigstens so wenig, daß es nicht auffiel. Jetzt aber schon. Mit der "Ostalgie-Welle" nimmt der Gebrauch zu.

Ich muß Ihnen eine Anekdote zu dem Wort erzählen:
Als wir im Dezember 2002 unsere damalige Wohnung gekündigt hatten, fand - nach Renovierung - eine förmliche Übergabe statt.

Halt! Erst muß ich Ihnen noch verdeutlichen, wie die Wohnung aussah, als wir sie übernommen haben: Etwa Stil der 50er Jahre, Küche mit knarrendem Holzboden, Linoleum auf dem Boden zum "Zudecken". Das Bad mit weißem Kachelcharme und das Rohr von der Therme - die im Flur an der Wand hängt - quer durch´s Bad, über der Wanne. Alle Fußböden sonst bedeckt mit farblich undefinierbarem, verdreckten Teppichboden.

Der Vermieter bot an, überall den Holzdielenboden freilegen zu lassen und dann abzuschleifen. Soweit OK. Ich bekam die Erlaubnis, in der Küche einen Fliesenboden zu verlegen, die gleichen Fliesen als Fliesenspiegel an die Wand [dann habe ich drei Tage lang alte - beige (!) - Fliesen abgeschlagen, und weil das Haus schon aus den 50ern ist, kam mir auch der Putz mit entgegen. Ich habe alles hergerichtet, Fliesen fachgerecht auf schwimmendem Estrich verlegt etc., und den Fliesenspiegel nach unserem Bedarf verlegt, Das Ergebnis war eine ziemlich gut modernisierte Küche.

Im Bad haben wir eine Rigipsdecke eingezogen, einen Lüfter eingebaut und so das Heizungsrohr verdeckt und gleichzeitig versenkte Halogenbeleuchtung eingebaut - man gönnt sich ja sonst nichts. Im Flur haben wir eine Galerie eingebaut, mit indirekter Beleuchtung und als zusätzlichen Stauraum. Bemerkung des Vermieters zu dieser Zeit: " .... ist ja doch recht ansehnlich geworden, ... ".

Als wir einziehen wollten, war der Fußboden mit Laminat (!), scheppernd bei jedem Schritt, belegt. Das haben wir "weggesteckt", man kann ja nicht alles perfekt haben. Ach so: Die Wände färbten weiß ab, wenn man sich anlehnte, das haben wir mit frischer Farbe rundum in Ordnung gebracht. Die Wohnung war tatsächlich bewohnbar geworden - und einigermaßen "zeitgemäß".

Jetzt, drei Jahre später: Der Sohn des Vermieters (ca. 24) hat "die Vermietgeschäfte" übernommen, unterstützt von seiner Verlobten (auch ca. 24, aber nehmen Sie mich bei beiden nicht beim Wort, sie können auch älter sein). Der Sohn weiß natürlich "nichts" von den Abmachungen - wie sollte er auch, er war ja nicht dabei, und Vatern hat ihm auch nichts gesagt .... da nimmt er an, es hätten keine Absprachen stattgefunden. "Sie müssen alles abschlagen, von den Wänden, und der Putz muß auch erneuert werden, und nehmen Sie den Fliesenboden ´raus, das können wir so nicht übernehmen."

Ich schlage die Fliesen von den Wänden, alle noch toll in Schuß, weil erst drei Jahre in Gebrauch, klopfe alle vom Boden ab, ein Container Schutt - zu unseren Lasten, was sonst! Das Bad wird "gnädig" so übernommen - spart ja auch eine Menge Geld.

Und am Abnahmetag kommt die Verlobte mit "Scheinwerfer" und leuchtet die Wände und Decken ab: "Da haben Sie aber nicht gestrichen!", ertönt es spitz.

Jetzt kommt es: Auf unseren Einwand, das hätten wir in kathastrophalem Zustand übernommen zischt sie ein:

"Fakt ist, jetzt entspricht das nicht dem, was man Renovierung nennt!"

Da war es, das Wort "Fakt " - und woher stammt die rotznasige Verlobte? Aus Leipzig!

Und ich hatte mir so sehr vorgenommen, unsere Ostdeutschen Brüder und Schwestern zu lieben, als wären es meine eigenen!

Da bietet sich an, nächstens Bemerkungen zu "Stress" zu schreiben, denn was folgte war Stress!

PS
Von unserer Kaution haben wir nur ca. 30% wiedergesehen - obwohl wir mit 6 Personen eine Woche lang renoviert hatten.

2. PS
Eine Genugtuung bleibt mir noch: Das verwöhnte, freche "Fräulein Verlobte" hat nicht nur Haare auf den Zähnen, nein, sie hat dort ein ganzes Fell! Der "Herr Verlobte" wird - wenn er sie denn tatsächlich heiratet - ein ziemlich beschwerliches Leben haben, recht so!

   
"Mach keinen Stress!", da hat das Wort eine bestimmte Bedeutung: Ärger, Aufstand, Aufhebens. Dann in anderem Sinne genutzt: "Puh, das war heute wieder der totale Stress!", Anstrengung, Schwierigkeit, Grenzwertiges. Zuviel Stress im Büro: Die Arbeit war umfangreich, kaum zu schaffen - oder: Es gab heftige Auseinandersetzungen, mit Kollegen, dem Chef, Kunden.

Allen gemeinsam:
Einwirkung äußerer Umstände auf das Individuum - Reaktion des Individuums auf diesen Reiz.

Stress ist eine biologische Notwendigkeit. Der Adrenalin-Ausstoß ist explosionsartig, die Wirkung dauert ca. 8 Minuten an - und wehe! - wenn in diesem Zeitraum etwas passiert, das zu neuem Adrenalin ("Streß-Hormon", ein Gewebshormon der Nebenniere) führt.

Der Körper wird bereit gemacht für "Kampf" oder "Flucht", eine bittere Notwendigkeit für den Urmenschen - unseren Vorfahr - der blitzschnell entscheiden mußte, welche der beiden Varianten er wählen würde - und für beide viel Energie brauchte.

Dauerhafter Streß ist dagegen un-biologisch, eine Erscheinung unserer Zeit, bei der ständig unterschwellige Mengen ausgestoßen werden, die dann zu Organschäden - Magen, Herz, Gehirn - führen.

Es wird manchmal zwischen Eustress und Dystress unterschieden. Eustress soll bedeuten: Positiver, gesunder - da natürlicher - Stress; Dystress soll bedeuten: Negativer, ungesunder Stress.

Hüten wir uns vor beidem und führen ein ausgeglichenes Leben .... anders als jene, die morgen in Bemerkungen über Wahlen erwähnt sind, denn Wahlen sind für alle Beteiligten Stress!

   
Super-Wahljahr 2004 - mehr Wahlen in einem Jahr als je zuvor, und die SPD in einem Stimmungs- und Wählergunst-Tief das sich gewaschen hat. Die SPD dümpelt um 20%, die Mitglieder laufen ihr weg:

Niemand versteht was eigentlich gemacht wird. Die eben noch hoch gepriesene Reform von heute ist morgen im Müll. Denken, laut Denken, scheint zum beliebtesten Zeitvertreib der Genossen geworden zu sein, allerdings ohne, wie das Sprichwort empfiehlt, "vorher das Gehirn einzuschalten".

Aber dennoch:
Ich prophezeie, daß bei der nächsten Wahl alles so werden wird, wie es war bzw. ist, das Wahlvolk vergißt schnell, der Kanzler improvisiert und wird kurz vor der nächsten Bundestagswahl ein neues "Kaninchen" aus dem Hut zaubern, das alle Wähler vergessen läßt, wie sehr sie seit dem letzten Urnengang belogen, betrogen, geschröpft worden sind. Sie werden auch
  • Herrn Trittin vergessen haben, der ihnen das Dosenpfand- und Castor-Dilemma bescherte, die Windenergie propagiert obwohl sie lediglich ein "Subventionsfresser" ist,
  • Herrn [Alt-Stasi-Spitzel] Verkehrsminister Stolpe, der ihnen das Toll-Collect-Debakel mit Kündigung der Kündigung der Kündigung und Rücknahme derselben als Triumph der Besonnenheit verkaufen wird, aber auch
  • Frau Kühnast, die es endlich geschafft hat, die traditionelle Landwirtschaft endgültig "platt" zu machen, uns überteuerte "BIO-Produkte" - verbilligt, da subventioniert aus unseren Steuergeldern - andient und
  • Frau Schmidt, die nach acht weiteren Wochen [!] praktizierter "Gesundheitsreform" nun endlich einzusehen scheint, welchen Unfug sie da in die Welt gesetzt hat und stikum die Änderungen einarbeiten läßt, damit es überhaupt weitergeht.
All das werden die Wähler vergessen, weil Kanzler Schröder ihnen "so nett" vom Wahlplakat und auf dem Fernsehschirm zulächelt. Und die Wenigen, die sich vielleicht nicht täuschen lassen, reichen nicht aus, um einen Wechsel herbei zu führen.
Schade, wenn das eintritt muß ich wohl doch irgendwann auswandern ....

   
Fast perfektes Timing: Der sogenannte "Raser von Karlsruhe" wird lt. NDR-Nachrichten von heute (16.02.) vermutlich freigesprochen. Gut so!

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich finde es bedauerlich, daß eine junge Mutter und ihr Kind tot sind. Sehr bedauerlich sogar. Nur fände ich es furchtbar, wenn man zusätzlich auch noch ein weiteres Leben zerstören würde, das des vermeintlichen "Rasers".

Ich fahre pro Monat gut 8.000 km, davon das meiste auf der Autobahn, und ich denke, ich weiß, wovon ich spreche wenn ich über´s Autofahren rede. Wenn es möglich ist, fahre ich auch schnell. Bis zu 220 km/h, eben fast so schnell wie das Auto fährt. Früher bin ich auch - mit einem anderen Auto - schon ´mal bis zu 250 km/h gefahren. Das geht, wenn man sich konzentriert [ich sollte vielleicht nächstens darüber berichten, was man noch so beim "Schnellfahren" erlebt].

Die Betonung liegt aber auf "wenn es möglich ist"! Wenn nämlich der Verkehr dichter wird, wäre es Wahnsinn und Todeslust, so schnell zu fahren. Diese Überlegung hat mir sicher schon viele Male das Leben gerettet. Vor allem dann, wenn irgendein Hohlkopf meint " .... es dem mit dem dicken Auto .... " ´mal zeigen zu müssen. Oder wenn ein Fahrer so lange pennt, bis er hinter einem LKW angekommen ist und dann - ohne Blick in den Rückspiegel (!) - links ´raus zieht - und sich wundert, daß da schon jemand ist.

Ich genieße die Zeit auf den Autobahnen, wenn alle Ängstlichen, Sonntagsfahrer, Kurzstreckenfahrer und Schläfer, etc. zu Hause bleiben, weil es vielleicht glatt werden könnte. Dann sind endlich nur noch die Fahrer unterwegs, die auch Fahren können!

Sie werden sich sicher nicht wundern, wenn ich mich als "Fan" der Autobahngebühr "oute" - je höher desto besser, dann werden endlich nur die fahren, die es unbedingt müssen, und das sind meist die erfahrenen AutofahrerInnen. Waren Sie schon ´mal in USA, auf Strecken mit "toll"? Da ist das Fahren zwar langsamer (max. 110km/h), aber köstlich, denn die oben genannten "Wenigfahrer" trauen sich nicht auf die "Interstate" oder sie wollen das Geld nicht zahlen. Insofern wünsche ich mir tatsächlich "Amerikanische Verhältnisse".

Warum bin ich aber - um auf den Anfang zurück zu kommen - froh, daß der vermeintliche "Raser" freigesprochen wird?

Weil ich sie schon erlebt habe, die jungen Mütter:
Während der Fahrt nach hinten oder zur Seite zum Kind gedreht, es betan, auf jeden Fall nicht den Verkehr im Auge gehabt. Oder in Gedanken, oder den Spiegel nach unten geklappt, Make-up auflegend gefahren, die Frisur geordnet während das Auto langsam nach links oder rechts driftet - dann erschreckt das Steuer herumgerissen, aus Mangel an Erfahrung überreagiert, das Auto schleudert, heftiges Gegenlenken verschlimmert alles nur noch .... da kann man schon von der Straße abkommen .... und das ganz ohne Zutun eines Dritten!

Schon drin / geschrieben für den 18.02.2004: Bemerkungen zu "Aufstiegschancen"

PS:
Ich habe in 35 Jahren bei ca. 80.000 km/Jahr drei Unfälle gehabt, davon einen selbst verschuldet. Ich bin in der Stadt mit ca. 40 km/h auf meinen Vordermann gefahren, der seinerseits bremsen mußte, weil trotz grüner Ampel eine Fahrerin in die Bremse stieg, weil sie hinter der Kreuzung gemerkt hatte, daß sie eigentlich links abbiegen wollte! Aber: Wer auffährt hat eben Schuld.

2. PS:
Bedauerlicherweise ist der Fahrer, den man als mutmaßlichen "Raser" angeklagt hatte, nun doch zu 1,5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein - aus meiner Sicht - bedauerliches Beispiel von Populismus des Gerichts. Man hat nicht den Mut gehabt, sich der "kochenden" Volkswut zu widersetzen.

   
Jetzt ist es klar: Der Schreibtisch verrät uns, welches Managementpotential sein(-e) BesitzerIn hat! Ein Psychologe an der Verwaltungsfachhochschule [Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung] stellt fest: Es gibt fünf Schreibtischtypen, und jeder Typ hat seine Besonderheiten. Wie aufschlußreich!

Erster Typ: Der Familienmensch

Der Familienmensch schmückt seinen Schreibtisch / stellt seinen Schreibtisch mit Familienphotos zu. Seine familiäre Art passt nicht in die moderne Arbeitswelt. Basta. Kein Führungskandidat.

Zweiter Typ: Der Büroanimateur
"Bunte Tasse, kesser Spruch als Bildschirmschoner, Diddl-Mäuse: Der Animateur ist zu albern für den Erfolg" - ein harsches, aber abschließendes Urteil. Basta. Kein Führungskandidat.

Dritter Typ: Der Chaot

Berge, die nur das Genie beherrscht. Durcheinander, das dem Chef suspekt ist. Kein Über- und Durchblick. Urteil: Kein Führungskandidat.

Chancen haben
Vierter Typ: Der penible Saubermann

Zwar unflexibel, aber geeignet.

Fünfter Typ: Der designverliebte Leader

Zwar distanziert, arrogant, wenig umgänglich, aber geeignet.

Wenn das die Einschätzung an besagter Fachhochschule ist, wen wundert es da noch, wie es in unserer öffentlichen Verwaltung zugeht? Ein Seelenkrüppel (Typ 5), der hohl am Design klebt - Inhalt ungewiss und eigentlich unwichtig, der Fassadenmensch als Führungskraft?

Die alternative "Führungspersönlichkeit" (Typ 4) läßt auch wenig hoffen. "Penibel", das heißt doch buchstabengetreue Umsetzung, unflexibel, starr - wie soll denn so unser Staat Neues wagen und unorthodoxe Lösungen versuchen? "Saubermann" - wenig in der Birne, aber peinlichst auf Ordnung, Regelwerk und Vorschrifteneinhaltung achtend - mit solchen Führungskräften in der Verwaltung sind wir endgültig auf dem Abstellgleis!

Ich habe jahrelang Führungskräfte ausgebildet. Und aus meiner Sicht braucht man, neben einem brauchbaren Fachwissen vor allem

1.) Soziale Kompetenz, eingehen auf die Motive und Wünsche von Mitarbeitern, um sie so zu besten Leistungen zu führen;

2.) Gestandene Persönlichkeit, die in einem sicheren Familienumfeld Ruhe und Ausgleich findet;

3.) Einfallsreichtum und Experimentierfreude, denn nur so werden neue Ansätze gefunden, um Überkommenes zu überwinden und zu besseren Lösungen zu kommen;

4.) Entscheidungsbereitschaft, Entschlußkraft, damit nicht endlos diskutiert wird, sondern gemacht werden kann. Aber, wie schon in anderen Beiträgen festgestellt:

Mittelmäßigkeit produziert eben nur Mittelmaß. Auch Basta!

Und morgen? Bemerkungen zu ? Lassen Sie sich überraschen!

   




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04. Jul. 2008, 22:25
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